Programm der Caligari-FilmBühne: Dezember 2008
Filmbühne Caligari

Hier ist das Programm des DIF aufgeführt. Das Gesamtprogramm erfahren Sie unter der Homepage der Caligari-FilmBühne.

Das Programm in der Caligari-FilmBühne:

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Mo

1.12.

18.00

75. Geburtstag Horst Buchholz
Nasser Asphalt
Deutschland 1958, 90 Min., FSK: ab 12
Regie: Frank Wisbar
Buch: Will Tremper
Kamera: Helmut Ashley
Musik: Hans-Martin Majewski
Mit Horst Buchholz, Martin Held, Gert Fröbe, Maria Perschy, Heinz Reincke, Inge Meysel

Am 4. Dezember wäre der am 03.03.03 verstorbene international erfolgreiche deutsche Schauspieler Horst Buchholz 75 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass zeigen wir im Dezember drei seiner Filme, beginnend mit diesem spannenden Film aus dem Medienmilieu, in dem eine Falschmeldung zur Sensation wird und eine eigene Dynamik entwickelt, die selbst den abgebrühten Starjournalisten in Schwierigkeiten bringt: Cesar Boyd schreibt für 200 Zeitungen rund um die Welt, er ist ein internationaler Schlagzeilenkönig, er handelt mit Nachrichten wie andere mit Kohle und Stahl. Er ist nicht mehr der Jüngste, zugegeben, aber er versteht zu leben: große Villa im Grundewald, amerikanischer Straßenkreuzer, Reisen, Bars, schöne Frauen... - Allein jedoch schafft er es nicht mehr. Er braucht einen Mitarbeiter, der schnell und zuverlässig ist und der außerdem den Mund halten kann. Der junge Georg Bachmann ist genau der Richtige. Mit 19 Jahren wurde er kaltgestellt, weil seine vielseitige und erfolgreiche Reportertätigkeit zu verwegen wurde. Boyd holt ihn aus dem Gefängnis...

DIF

 

Nasser Asphalt

           
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Mo

1.12.

20.00

Liliput Preis 2008
No Country For Old Men
USA 2007, 122 Min., englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln, FSK: ab 16
Regie: Joel und Ethan Coen
Buch: Joel und Ethan Coen nach dem Roman von Cormac McCarthy
Kamera: Roger Deakins
Musik: Carter Burwell
Mit Tommy Lee Jones, Javier Bardem, Josh Brolin, Woody Harrelson, Kelly MacDonald

Ein Mann stolpert über die Folgen eines offensichtlich schiefgelaufenen Drogendeals: Leichen, Patronenhülsen, jede Menge Drogen und ein Koffer voller Geld. Letzteren nimmt er mit – und befindet sich kurz darauf gnadenloser Verfolgung ausgesetzt. Der furiose Krimi der Coen-Brüder gewann neben zahlreichen Preisen u. a. 4 Oscars (Bester Film, beste Regie, bestes Drehbuch und bester Nebendarsteller – Javier Bardem), nun wurde er auch mit dem Liliput Preis für die beste deutsche Untertitelung 2008 ausgezeichnet. Die Begründung der Jury: „NO COUNTRY FOR OLD MEN ist ein Film, in dem wenig gesprochen wird. Situiert zwischen Thriller und Charakterstudie, bezieht er seine Wirkung beim Zuschauer wesentlich aus dem Kontrast zwischen der in langen Einstellungen präsentierten menschenleeren Landschaft des südlichen Texas, der in ihr herrschenden Ruhe und topographischen Klarheit, und den schockhaft wirkenden Szenen des Tötens. Da die Tonspur des Films ohne score auskommt, wird der Zuschauer umso mehr für die Geräusche und die wenigen Dialoge sensibilisiert. Die Dialoggestaltung selbst ist geprägt durch die kurzen, abgehackten Sätze der Sherrifs, das langsame Sprechtempo des Killers und die manchmal sehr langen Pausen zwischen den Sätzen. Für die Ton-Dramaturgie des Films bedeutet dies, dass jede Dialogzeile damit großes Gewicht bekommt. Eine Herausforderung für die deutsche Übersetzung und Untertitelung des amerikanischen Originals war, neben der reinen Sinnebene das Lakonische der Figurenrede zu treffen. Das ist sehr gut gelungen. Die Dialogwiedergabe ist vollständig, sie hält sich über weite Strecken wörtlich an das amerikanische Englisch des Originals und erfüllt damit in vollem Umfang ihre Funktion, Zuschauern, die die dialektalen Sprachfärbungen der Figuren schwer verstehen können, aber dennoch die Authentizität der originalen Intonation schätzen, die Details des Dialogs zu vermitteln.

DIF

 

No Country For Old Men

           
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Di

2.12.

15.30

Rückblende - Film ab
Fünf Millionen suchen einen Erben
D 1938, 87 Min., FSK: ab 12
Regie: Carl Boese
Buch: Georg Hurdalek, Jacob Geis, nach dem Roman von Harald Baumgarten
Kamera: Ewald Daub
Musik: Lothar Brühne
Mit Heinz Rühmann, Leny Marenbach, Vera von Langen, Oskar Sima

Pfiffige Verwechslungskomödie mit Heinz Rühmann in einer wunderbaren Doppelrolle: Laut Testament seines verstorbenen amerikanischen Onkels soll Peter Pitt fünf Millionen erben, jedoch nur, wenn er eine nachweislich glückliche Ehe führt. Um das zu überprüfen, schickt der Notar als Vertrauensmann Mister Blubberboom nach Deutschland. Doch der setzt alles daran, das Geld für sich selbst zu gewinnen. So versucht er mit Hilfe seiner Bekannten Mabel, Peters Eheglück zu sabotieren. Sie verfrachten Peter nach einer durchzechten Nacht kurzerhand auf ein Schiff nach New York, um ihn von seiner geliebten Gattin Hix zu trennen. Aber Hix heftet sich mit Peters schottischem Vetter Patrick Pitt – welcher Peter bis aufs Haar gleicht – an die Fersen des ungleichen Gespanns. Zahlreiche Missverständnisse und Verwicklungen folgen...
www.filmportal.de

DIF und Seniorenbeirat in der Landeshauptstadt Wiesbaden

 

Fünf Millionen suchen einen Erben

           
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Di

2.12.

18.00

Marx-Brothers
Die Marx-Brothers im Kaufhaus
USA 1941, 80 Min., DF, FSK: ab 6
Regie: Charles Riesner
Buch: Sid Kuller, Hal Fimberg, Ray Golden
Kamera: Charles Lawton
Musik: George Stoll
Mit Groucho Marx, Harpo Marx, Chico Marx, Zeppo Marx, Tony Martin

Als dritten Film der kleinen Marx-Brothers-Reihe zeigen wir ein Spätwerk der populären Komikertruppe. In diesem turbulenten Spafl sind sie als Detektive in einem groflen Warenhaus zu Gange. Ihrer unkonventionellen Vorgehensweise zum trotz machen sie ausnahmsweise einmal alles richtig, legen dem betr¸gerischen Geschäftsf¸hrer das Handwerk und verhelfen dem singenden Neffen der Kaufhausgr¸nderin zu seinem Erbe.

DIF

 

Die Marx-Brothers im Kaufhaus

           
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Di

2.12.

20.00

goEast präsentiert
Armin
Kroatien / Deutschland / Bosnien und Herzegowina 2007, 82 Min., OmU, FSK: ab 6
Regie: Ognjen Sviličić
Buch: Ognjen Sviličić
Kamera: Stanko Herceg, Vedran Samanovic
Musik: Michael Bauer
Mit Emir Hadžihafisbegović, Armin Omerović-Muhedin, Jens Münchow, Marie Bäumer, Barbara Prpić

Vater und Sohn auf Reisen: Von ihrem Heimatdorf in Bosnien machen sie sich auf den Weg nach Zagreb. Dort soll Armin, der vierzehnjährige Sohn, mit seinem Akkordeon bei einem Filmcasting mitmachen. Im Hotel in der großen Stadt angekommen, sind die beiden zunächst etwas verloren: Nichts scheint so glatt zu laufen wie erwartet. Das macht vor allem Vater Ibro nervös, der sich in einer Mischung aus Besorgnis und Erwartungsdruck übereifrig um den Junior kümmert – was der mit Gleichmut hinnimmt, etwa, als er für ein Bewerbungsfoto posieren muss. Als das Casting schließlich beginnt, kommt Armin nicht einmal in die innere Wahl: Er ist schlicht zu alt. Doch das lässt den Vater nicht ruhen: Ohne Rücksicht auf Formen und den Eindruck, er könnte als Nervensäge angesehen werden, schafft er es, dass die Leute vom Film seinen Sohn wenigstens einmal spielen lassen... Der bei goEast 2007 (sowie vielen weiteren Festivals wie Karlovy Vary und Palm Springs) ausgezeichnete Film schlägt ungewöhnlich leise Töne an und verhandelt wie nebenbei das Bild des heutigen Bosniens.

DIF

 

Armin

           
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Mo

8.12.

17.30

75. Geburtstag Horst Buchholz
Auferstehung
D/I/F 1958, 106 Min., FSK: ab 12
Regie: Rolf Hansen
Buch: Renato Castellani nach dem Roman von Leo Tolstoi
Kamera: Franz Weihmayr
Mit horst Buchholzk Myriam Bru, Edith Mill, Ruth Niehaus

Der junge russische Fürst Nechljudoff wird zum Geschworenen in einem Mordprozess bestimmt und sieht sich plötzlich einem quälenden Zwiespalt ausgesetzt: Er erkennt in der Angeklagten das Mädchen Katjuscha wieder, das er Jahre zuvor verführt und verlassen hat. Der Schmerz über ihre enttäuschte Liebe hatte bei der Frau einen unaufhaltsamen sozialen Abstieg ausgelöst. Sein schlechtes Gewissen holt den Fürsten ein, und er versucht, der Aufgabe, über sie zu richten, zu entkommen. Mit einer Ausrede lässt er sich entschuldigen, und es gelingt ihm tatsächlich, dass ein anderer an seiner Stelle den Geschworenenplatz einnehmen muss... Aufwendig in Szene gesetzte Tolstoi-Verfilmung.
www.filmportal.de

DIF

 

Auferstehung

           
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Mo

8.12.

20.00

Fundstücke. Vergessene und übersehene Perlen des Films
Walkabout
Australien 1971, 100 Min., OmU, keine FSK
Regie: Nicholas Roeg
Buch: Edward Bond nach dem Roman von James Vance Marshall
Musik: John Barry
Mit Jenny Agutter, Lucien John, David Gumpilil

Walkabout: Traditionelles Initiations-Ritual der australischen Ureinwohner (Aborigines), bei dem der heranwachsende Jugendliche zeigt, daß er bereits ist, seinen Platz unter den Männern seines Stamms einzunehmen, indem er mehrere Monate allein im Busch (über)lebt.

Als ihr Vater mitten in der Wüste Selbstmord begeht, müssen sich zwei weiße Kinder, ein 14jähriges Mädchen und ein 6jähriger Junge, unfreiwillig alleine in der Natur zurechtfinden. Ein junger Aborigine auf seinem "Walkabout" hilft ihnen zu überleben. Doch trotz vieler Annäherungen hat das Zusammenprallen unberührter Natur mit der westlichen Zivilisation schwerwiegende Folgen. Die erste Allein-Regie und letzte Kameraarbeit Nicolas Roegs (oft als sein "vergessenes" Werk bezeichnet) entstand 1971 an Originalschauplätzen in Australien. Es dauerte bis 1998, bis dieser packende Film über das Aufeinandertreffen zweier gegensätzlicher Kulturen erstmals und unzensiert in Deutschland in den Kinos zu sehen war.

DIF und :Ikonen: - das Kulturmagazin

 

Walkabout

           
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Mo

15.12.

18.00

75. Geburtstag Horst Buchholz
Das Totenschiff
D / MEX 1959, 98 Min., FSK: ab 16
Regie: Georg Tressler
Buch: Hans Jacoby, Georg Tressler, Werner J. Lüddecke, nach dem Roman von B. Traven
Kamera: Heinz Pehlke
Musik: Roland Kovacz
Mit Horst Buchholz, Mario Adorf, Helmut Schmid, Elke Sommer, Werner Buttler, Alf Marholm

Die spannungsgeladene, temporeiche Verfilmung von B. Travens kraftvollem, sozialkritischen Roman: Der amerikanische Seemann Philip Gale (Horst Buchholz) verpasst nach einer Nacht in einem Freudenhaus, in dem ihm sämtliche Papiere gestohlen worden sind, sein Schiff, die „Borghese“. Ohne Seemannskarte erhält er keine neue Heuer. Die Antwerpener Polizei schiebt ihn über die Grenze nach Holland ab. Der amerikanische Konsul in Rotterdam versucht zwar, ihm zu helfen, doch Philip Gale kann nicht beweisen, dass er Philip Gale ist. Er versucht auf eigene Faust, nach Amerika zu kommen, und landet auf der „Yorikke“. Dort freundet er sich mit dem polnischen Kohlenschlepper Lawski (hervorragend wie stets: Mario Adorf) an, der Philip aufklärt, dass die „Yorikke“ ein Totenschiff ist: ein Schiff, das eines Tages hochversichert mit wertloser Ladung sinken soll. Vorher allerdings geht die Fahrt nach Afrika, um dort Aufständische mit Waffen zu versorgen.

DIF

 

Das Totenschiff

           
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Mo

15.12.

20.00

Amnesty International
Standard Operating Procedure
USA 2008, 115 Min., OmU, FSK: ungeprüft
Regie: Errol Morris
Kamera: Robert Chappell, Robert Richardson
Musik: Danny Elfman
Mit Lynndie England, Sabrina Harman, Megan Ambuhl Graner, Jeremy Sivits

Errol Morris zählt zu den wichtigsten Dokumentarfilmern der Gegenwart – und zu den wenigen, deren Filme regelmässig auch im Kino erfolgreich sind, beispielsweise A BRIEF HISTORY OF TIME, THE FOG OF WAR, THE THIN BLUE LINE. Nun drehte er einen Film, der sich mit dem Folterskandal in Abu-Ghuraib auseinander setzt. Viel wurde darüber berichtet und diskutiert – Errol Morris untersucht den unmittelbaren Kontext der Bilder – warum wurden sie gemacht, was zeigen sie, was lassen sie aus? Soldaten, die mit ihren Taten zu zweifelhaftem Ruhm kamen, kommen zu Wort. Morris fragt aber nicht nur, wie dieser Skandal überhaupt möglich wurde, er geht auch der Frage nach, welche Macht und Funktionsweise Bilder heute überhaupt haben. Der Film wurde auf der Berlinale mit dem Silbernen Bären – Spezialpreis der Jury ausgezeichnet.

DIF und Amnesty Internation

 

Standard Operating Procedure

           
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Di

16.12.

18.00

Filmwunsch
Wenn wir alle Engel wären
D 1936, 105 Min., FSK: ab 6
Regie: Carl Froelich
Buch: Heinrich Spoerl nach seinem Roman
Kamera: Reimar Kuntze
Musik: Hansom Milde-Meißner
Mit Heinz Rühmann, Leny Marenbach, Harals Paulsen, Lotte Rausch, Will Dohm

Gut aufgelegte Schauspieler, ein Regisseur von Rang und vor allem ein von Romanautor Heinrich Spoerl selbstverfasstes Drehbuch legten den Grundstein dafür, dass das Lexikon des internationalen Films über die erste Verfilmung von WENN WIR ALLE ENGEL WÄREN schreibt: „Eine der gelungensten deutschen Vorkriegslustspiele“.
Ein kleinbürgerlicher Ehegatte reist zu einer Taufe nach Köln, und schon glaubt er, hier die große Welt erleben zu können. Er stürzt sich in das Nachtleben und besucht die verschiedensten Etablissements. Ohne zu wissen wie, landet er in einem Hotel und übernachtet dort. Am nächsten Morgen weiß er nicht mehr, wie diese Nacht endete und reist mit einem entsprechend schlechten Gewissen wieder nach Hause. Auch seine Frau hatte während seiner Abwesenheit ein harmloses Abenteuer, das sie natürlich verheimlichen will...
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DIF

 

Wenn wir alle Engel wären

           
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Di

16.12.

20.00

Stummfilm mit Musik
Das Cabinet des Dr. Caligari
Deutschland 1919, 73 Min., FSK: ab 12
Regie: Robert Wiene
Live-Musik von und mit Uwe Oberg (Piano)
Buch: Hans Janowitz, Carl Mayer
Kamera: Willy Hameister
Bauten: Walter Röhrig
Mit Conrad Veidt, Werner Krauss, Lil Dagover
Live-Musik von und mit Uwe Oberg (Piano)

Auf vielfachen Wunsch endlich wieder der Film, der Namensgeber für unser Kino bei der Wiedereröffnung 1980 war und zu den großen Klassikern der Filmgeschichte gehört. Das Lexikon des internationalen Films schrieb über den Film: "Seine Thematik der erzählerischen Vermischung von Normalität und Wahnsinn und der Folgeerscheinungen von Autorität, Macht, Tyrannei, Despotismus und Massenbeeinflussung durch Hypnose sowie seine stilistische Verbindung von moderner Kunst mit Formen des Wahnsinns lassen ihn auch heute noch aktuell und brisant erscheinen." Viel Spass beim Gruseln über Caligari im Caligari!

DIF

 

Das Cabinet des Dr. Caligari

           
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Mo

22.12.

18.00

Film Noir
Sprung in den Tod
USA 1949, 90 Min., DF, FSK: ab 16
Regie: Raoul Walsh
Buch: Ivan Goff, Ben Roberts
Kamera: Sid Hickox
Musik: Max Steiner
Mit James Cagney, Virginia Mayo, Edmond O´Brien, Steve Cochran

Ein eiskalter Polizeibeamter jagt einen brutalen und neurotischen Verbrecher mit einem krankhaften Mutterkomplex. Dazu schleicht er sich in sein Vertrauen und seine Bande ein. „Klassischer film noir aus der Nachkriegszeit; lakonisch, mit raffinierten Actionszenen und intensiver Atmosphäre. James Cagney spielt seine Rolle mit abstoßender Brillanz.“ (Lexikon des internationalen Films)

DIF

 

Sprung in den Tod

           
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Mo

22.12.

20.00

goEast präsentiert
Der Mongole
Kasachstan / Russland / D 2007, 120 Min., OmU, FSK: ab 12
Regie: Sergei Bodrov
Buch: Sergei Bodrov, Arif Aliyev
Kamera: Rogier Stoffers, Sergei Trofimov
Musik: Tuomas Kantelinen
Mit Tadanobu Asano, Sun Hong Lei, Khulan Chuluun, Aliya, Ba Sen

2008 kamen drei der fünf Filme, die für den Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film nominiert waren, aus Osteuropa – ein weiteres deutliches Zeichen dafür, dass die Qualität des Filmschaffens in den goEast-Ländern auch international mehr und mehr die verdiente Anerkennung findet. Zwei der drei oscarnominierten Filme, KATYN von Andrzej Wajda und 12 von Nikita Michalkov, waren April 2008 während des 8. goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films zu sehen, den dritten, MONGOL von Sergei Bodrov, holen wir nun nach. Dem Regisseur von GEFANGEN IM KAUKASUS ist mit seinem Porträt des legendären Mongolen-Herrschers Dschingis Khan ein aufwendiges, bildgewaltiges Epos gelungen, für das die weiten Steppen der Mongolei eine großartige Kulisse bilden. Hier versucht der junge Dschingis Khan nach Jahren der Gefangenschaft, die Stämme der Mongolen zu einen und gegen die anderen Steppenvölker zu führen.

DIF

 

m

           
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Di

23.12.

18.00

Liliput Preis 2008
Mein Bruder ist ein Einzelkind
I / F 2007, 100 Min., DF, FSK: ab 12
Regie: Daniele Luchetti
Buch: Daniele Luchetti nach dem Roman von Antonio Pennacchi
Kamera: Claudio Collepiccolo
Musik: Franco Piersanti
Mit Elio Germano, Riccardo Scamarcio, Angela Finocchiaro, Massimo Popolizio

Zum 12. Mal vergab der Bundesverband kommunaler Filmarbeit, die Dachorganisation der kommunalen Kinos, der auch die Caligari FilmBühne angehört, den Liliput – den Preis für die besten Synchronfassungen und Untertitelungen. Wir zeigen die beiden diesjährigen Preisträger für beste deutsche Synchronisation, zunächst MEIN BRUDER IST EIN EINZELKIND. Zwei ungleiche Brüder, ein charismatischer Beau und ein geborener Rebell, balgen sich mit konträren politischen Posen um eine Frau. Accio, genannt „die Giftkröte“, ist der jüngere von beiden - und aus Prinzip dagegen. Wenn sein älterer Bruder Manrico sich als Arbeiterführer bewundern lässt, dann wird Accio eben zum Entsetzen der Familie Faschist und bricht bei jeder Gelegenheit Streit vom Zaum. Bis er, der eigentlich schüchtern ist, sich in Manricos neue Freundin Francesca verliebt und an seinen politischen Freunden zu zweifeln beginnt - während Manrico immer fanatischer wird ... Zwei bewegte Jahrzehnte, die Sechziger und Siebziger, umspannt das leidenschaftliche Auf und Ab dieser Hassliebe zweier Brüder zum ironisch gebrochenen Soundtrack großer Gefühle made in Italy. Gleich fünf Donatellos (italienischer Filmpreis) sahnte der Film ab, allen voran der umwerfende Hauptdarsteller Elio Germano als das titelgebende trotzige "Einzelkind" und eine großartige Angela Finocchiaro als herbe Mamma. Die Liliput Jury urteilte: „Bei der Synchronfassungen von guten Filmen kann es nur darum gehen, dem Niveau der Originalfassung so nahe zu kommen wie nur möglich. Das haben Verleih und Synchronfirma im Fall von Luchettis Film nicht nur beherzigt, sondern in Form der hervorragenden deutschen Fassung auch erfolgreich umgesetzt: Vom Titel über die Auswahl der Sprecher, das Sprachniveau, die Lippensynchronität, die Übersetzung, die Geräusche und die Musik bis hin zur Mischung ist hier sehr sorgfältig gearbeitet worden.“

DIF

 

Mein Bruder ist ein Einzelkind

           
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Di

23.12.

20.00

Liliput Preis 2008
Persepolis
F 2007, 98 Min., DF, FSK: ab 12
Regie: Vincent Paronnaud, Marjane Satrapi
Buch: Vincent Paronnaud, Marjane Satrapi
Musik: Olivier Bernet
Sprecher: Jasmin Tabatabai, Nadja Tiller, Eva Kryll, Hanns Zischler, Marcus Off

Aus Frankreich kommen in letzter Zeit wirklich ungewöhnliche Animationsfilme, die dem Genre inhaltlich wie stilistisch neue Impulse geben - zuletzt DAS GROSSE RENNEN VON BELLEVILLE, nun PERSEPOLIS. Die Zeichentrickverfilmung der kontroversen Autobiographie der jungen Iranerin Marjane Satrapi erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Mit acht Jahren erlebte die Autorin (die auch Co-Regie beim Film führte), wie die Fundamentalisten während der Islamischen Revolution an die Macht kamen. Aus Sorge um ihre rebellische Tochter schickten ihre Eltern fünf Jahre später Marjane auf eine Schule in Österreich. Dort wurde das Mädchen jedoch wie eine Aussätzige behandelt. Trotz aller Unterdrückung kehrte sie zurück, um mit 24 Jahren ihre Hoffnung auf ein freies Leben im Iran aufzugeben und nach Frankreich zu fliehen. Die Jury der Filmbewertungsstelle lobte bei der Vergabe des Prädikats an den Film: „Die letzten 20 Jahre des Iran aus der Sicht eines Mädchens, in Cannes mit dem Preis der Jury ausgezeichnet, von der FBW-Jury völlig einstimmig mit „Besonders wertvoll“ und mit Stern, für manche Jurymitglieder gar mit soviel Sternen wie der Wüstenhimmel über Persepolis. Ein wunderschöner, tief anrührender, subtiler und fesselnder Film, auch ästhetisch ein Erlebnis, der viele Zuschauer begeistern wird.“ Dem ist hinzuzufügen, dass die deutsche Synchronfassung von der Liliput-Jury zurecht als „außergewöhnlich“ bezeichnet wurde, allen voran die erstklassigen Sprecher wie Jasmin Tabatabai, Nadja Tiller, Hanns Zischler u. a.

DIF

 

Persepolis

           
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Mo

29.12.

17.30

Filmwunsch
Mein Leben als Hund
Schweden 1985, 101 Min., FSK: ab 6
Regie: Lasse Hallström
Buch: Lasse Hallstrˆm, Reidar Jˆnsson, Brasse Brannstrˆm, Pelle Berglund nach einem Roman von Reidar
Jˆnsson
Kamera: Jˆrgen Persson
Mit Anton Glanzelius, Manfred Serner, Melina Kinnaman

Nach dem Welterfolg dieses Films ging Lasse Hallstrˆm nach Hollywood, wo er sich im folgenden erstaunlich treu blieb: komˆdiantisch-leichte Filme in Kleinstädten und auf dem Land, die bei allen Problemen doch immer harmonisch enden - beispielsweite GILBERT GRAPE und CHOCOLAT. An die ¸berragende Klasse seines schwedischen Meisterwerks kam er allerdings nicht wieder heran: MEIN LEBEN ALS HUND ist ein zauberhaftes Filmerlebnis der Sonderklasse, das wir auf vielfachen Wunsch auch dieses Jahr im Caligari zeigen.

Als seine Mutter schwer erkrankt und sein Vater in Afrika verschollen ist, wird der 12jährige Ingemar, ein fantasiebegabter und aufgeweckter Junge in den Ferien zu seinem Onkel aufs Land geschickt. Vieles hier versteht er nicht, aber das Miteinander der Menschen in der dörflichen Gemeinschaft, das so ganz anders ist als in der Stadt, die Freundschaft zu Gleichaltrigen, mit denen er sich bei Fuflball und Boxen messen kann, sowie die spielerische und offene Lebenssicht sind wie ein Labsal für ihn. Der Film beginnt düster und traurig und erhellt sich allmählich. Sind zunächst alle Ereignisse, etwa Ingemars Begegnung mit Sexualität und Rivalitäten um Freundschaft, durch die Präsenz von Krankheit und Tod bestimmt, relativieren sich allmählich die Dinge. Erzählt wird diese Geschichte um die Selbstfindung eines Jungen in facettenreich aufgefächerten, kleineren und gröfleren Spannungsbögen. Ein wunderschˆner, traumhafter Film, einfühlsam und zartfühlend inszeniert, ohne je sentimental zu werden; ein Film zum Entspannen und Genieflen - ein Film, den man spätestens dann ins Herz schlieflt, wenn Ingemar seinen ersten Sieg erringt und selig in den Armen seiner kleinen Freundin einschläft.

 

Mein Leben als Hund

           
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Mo

29.12.

20.00

Best of 2008: Romantic Comedy
Dan – Mitten im Leben
USA 2007, 98 Min., DF, FSK: ab 0
Regie: Peter Hedges
Buch: Pierce Gardner, Peter Hedges
Kamera: Lawrence Sher
Musik: Sondre Lerche
Mit Juliette Binoche, Steve Carrell, Dianne Wiest, John Mahoney, Dane Cook, Alison Pill

Unsere jährliche Reihe mit einem Rückblick auf das Beste des Kinojahres beginnen wir mit zwei zu Unrecht größtenteils übergangenen Genre-Filmen, die einerseits in der Reihe verblüffen mögen, da sie fast alle Erwartungen, die man an das Genre hat, erfüllen, und nur wenige brechen – doch dies so erfrischend und aufregend, dass man die Filme mit großem Genuss erlebt und ein durch und durch befriedigendes Kinoerlebnis hat. Den Auftakt macht – im Kino leider fast übersehen – DAN – MITTEN IM LEBEN: Juliette Binoche und US-Komiker Steve Carell (LITTLE MISS SUNSHINE) in einer hinreißend romantischen Komödie über eine aufflammende Liebe mit Hindernissen inmitten einer turbulenten Familie. Dan Burns, verwitwet, ist erfolgreicher Kolumnist - doch so begeistert die Leserschaft über seine Ratschläge zur Kindererziehung ist, so wenig sind seine drei widerspenstigen Töchter von Dans Erziehungsversuchen im realen Leben begeistert. Als die vier zum jährlichen Familientreffen der weitläufigen Sippschaft fahren, trifft Dan in einem Buchladen zufällig eine attraktive Frau, kommt mit ihr ins Gespräch - und die beiden finden sich auf Anhieb mehr als nur sympathisch. Sie tauschen ihre Telefonnummern aus - und sehen sich schneller wieder als erhofft, denn sie ist die brandneue Freundin seines Bruders. Das Wochenende nimmt einen turbulenten, für das Publikum höchst vergnüglichen Verlauf...

 

Dan – Mitten im Leben

           
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Di

30.12.

18.00

Best of 2008: Romantic Comedy
Dan – Mitten im Leben
Siehe 29.12.

 

 

           
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Di

30.12.

20.00

Best of 2008: Thriller
Tödliche Entscheidung
USA 2007, 117 Min., OmU, FSK: ab 16
Regie: Sidney Lumet
Buch: Kelly Masterson
Kamera: Ron Fortunato
Musik: Carter Burwell
Mit Philip Seymour Hoffman, Ethan Hawke, Albert Finney, Marisa Tomei, Rosemary Harris, Amy Ryan

Mit 83 Jahren hat Regielegende Sidney Lumet mit TÖDLICHE ENTSCHEIDUNG einen atemberaubenden Thriller inszeniert, der mit erstklassigen Darstellerleistungen (u. a. Philip Seymour Hoffman und Ethan Hawke) vom Auseinanderbrechen einer Familie erzählt und zum besten gehört, was Lumet (DIE 12 GESCHWORENEN, SERPICO, MORD IM ORIENT-EXPRESS, HUNDSTAGE, NETWORK...) je schuf. Zwei Brüder in Finanzproblemen beschließen, den Juwelierladen der Eltern auszurauben, wenn nur die Angestellte da ist. Doch der Überfall läuft nicht wie erwartet, und nun müssen sie versuchen, die Folgen des außer Kontrolle geratenen Raubüberalls einzudämmen. Gier, Schuld, Verrat, Rache: Sidney Lumet mixt alle Zutaten zu einem raffiniert erzähltem Hochspannungsthriller!

 

Tödliche Entscheidung

           
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DIF, 01.12.2008