Programm der Caligari-FilmBühne: November 2008
Filmbühne Caligari

Hier ist das Programm des DIF aufgeführt. Das Gesamtprogramm erfahren Sie unter der Homepage der Caligari-FilmBühne.

Das Programm in der Caligari-FilmBühne:

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Mo

3.11.

18.00

Hitchcock
39 Stufen
GB 1935, 86 Min., DF, FSK: ab 16
Regie: Alfred Hitchcock
Buch: Charles Bennett, Alma Reville, nach dem Roman von John Buchan
Kamera: Bernard Knowles
Musik: Louis Levy
Mit Robert Donat, Madeleine Carroll, Godfrey Tearle, Peggy Ashcroft

In London wird eine Agentin in der Wohnung eines ahnungslosen Kanadiers ermordet, der damit zwischen alle Fronten gerät – die Polizei verdächtigt ihn des Mordes, der Spionagering will verhindern, dass er die Mission der Ermordeten zu Ende bringt. Eine atemberaubende Verfolgungsjagd durch Schottland beginnt, auf der der Flüchtige auch noch eine ebenso atemberaubende Blondine davon überzeugen muß, dass er kein Verbrecher ist. Hitchcocks raffinierter Agententhriller, wie immer mit virtuosen filmischen Mitteln umgesetzt, verbindet höchste Spannung und absurden Witz. Zweimal wurden Remakes gedreht, die jedoch an das Vorbild des großen Meisters nicht heran kamen. Bevor am 9.11. eine Inszenierung des Stoffes unter der Regie von Caroline Stolz Premiere am Staatstheater Wiesbaden feiert, geben wir die Gelegenheit, Hitchcocks Filmversion noch einmal auf der Caligari-Leinwand zu sehen.

DIF

MO 03.11. 18.00 UHR

 

39 Stufen

           
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Mo

3.11.

20.00

Fundstücke. Vergessene und übersehene Perlen des Films
Angst
Österreich 1983, 94 Min., FSK: ab 18
Regie: Gerald Kargl
Buch: Gerald Kargl, Zbigniew Rybczynski
Kamera: Zbigniew Rybczynski
Musik: Klaus Schulze
Mit Erwin Leder, Robert Hunger-Bühler, Silvia Rabenreither, Karin Springer, Edith Rosset

Basierend auf dem realen Fall des Serienmörders Werner Kniesek schuf Gerald Kargl einen zutiefst verstörenden Thriller, der zu unrecht kaum gezeigt wurde und das europäische Gegenstück zum (3 Jahre später gedrehten) HENRY: PORTRAIT OF A SERIAL KILLER darstellt. Der Film folgt dem gerade aus dem Gefängnis Entlassenen (wo er Jahre wegen Mordes saß), der bald wieder das Verlangen zu Töten verspürt und in einem ländlich gelegenen Haus drei Menschen findet, die sich kaum wehren können... Ein zutiefst verstörender Film mit außergewöhnlicher Kamera: Jede/r könnte das nächste Opfer dieses Täters sein, niemand kann sich sicher fühlen.

DIF und :Ikonen: - das Kulturmagazin

MO 03.11. 20.00 UHR

 

Angst

           
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Di

4.11.

17.30

In memoriam Youssef Chahine
Das Schicksal
Ägypten 1997, 135 Min., OmU, FSK: ungeprüft
Regie: Youssef Chahine
Buch: Youssef Chahine, Khaled Youssef
Kamera: Mohsen Nasr
Musik: Kamal el-Tawil, Yehia El Mougy
Mit Nour el-Chérif, Safia el-Emary, Mahmoud Hémida, Mohamed Mounir

Szenen aus dem Leben des großen maurischen Übersetzers, Rechtsgelehrten und Philosophen Ibn Rushd bzw. Averroes (in latinisierter Form), der im ausgehenden 12. Jahrhundert die Blütezeit einer kurzen islamischen Aufklärung verkörperte. Nachdem der Kalif von Córdoba den Gelehrten zunächst förderte und achtete, geriet er mehr und mehr unter den Einfluss von Fundamentalisten, ließ schließlich dessen Bücher verbrennen und ihn selbst nach Marrakesch verbannen. Da Kopien der Werke nach Kairo in Sicherheit gebracht worden waren, konnten diese die Jahrhunderte überleben. Eine mutige Parabel auf die Erosion von Toleranz und Aufklärung durch den Vormarsch fundamentalistischer Ideen.

DIF

DI 04.11. 17.30 UHR

 

Das Schicksal

           
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Di

4.11.

20.00

goEast präsentiert
33 Szenen aus dem Leben
D / P 2008, 96 Min., DF, FSK: bei Redaktionsschluß noch nicht geprüft
Regie: Malgorzata Szumowska
(Regisseurin angefragt)
Buch: Malgorzata Szumowska
Kamera: Michal Englert
Musik: Pawel Mykietyn
Mit Peter Gantzler, Malgorzata Hajewska, Julia Jentsch, Andrzej Hudziak, Maciej Stuhr

Die junge polnische Regisseurin Malgorzata Szumowska gewann 2005 mit ihrem Film ONO den Regiepreis beim 5. goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films. Ihr neuer Film feierte im August Premiere in Locarno und wurde dort mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet, auch in Toronto und Gdynia wurde der Film gefeiert, in Gdynia erhielt der Film weitere Auszeichnungen.  Wir zeigen den Film eine Woche vor Bundesstart als Vorpremiere, die Regisseurin wurde von uns angefragt, bis zum Redaktionsschluss dieses Programms lag noch keine endgültige Zusage für ihre Anwesenheit in Wiesbaden zur Filmvorführung vor.

 Julia (Julia Jentsch) ist eine junge Frau aus behütetem Elternhaus. Ihre Mutter ist Schriftstellerin und ihr Vater ein anerkannter Filmemacher, dessen Ruhm allerdings noch aus den Zeiten des Kommunismus in Polen stammt. Julia ist Künstlerin und bereitet eine große Ausstellung vor, ihr Mann ist Komponist und arbeitet oft im Ausland. Im Laufe eines Jahres verändert sich diese Welt für Julia vollständig und verlangt von ihr eine völlig neue Selbstbehauptung im Leben. Sie verliert kurz nacheinander ihre Mutter und ihren Vater. Ihre Beziehung zu Piotrek, ihrem Mann, leidet unter seiner häufigen Abwesenheit. Er ist keine Stütze bei den plötzlichen Schicksalsschlägen in Julias Familie und nur Adrian, der wortkarge Assistent und Freund der Familie ist immer für sie da. Julia muss sich neu orientieren in der Welt, auch wenn dies mit exzentrischen Ausbrüchen und Galgenhumor verbunden ist. Der Film beleuchtet eine kurze, intensive Lebensphase einer jungen Frau, die durch den Generationenwechsel den Weg zum Erwachsenwerden weist.

DIF

DI 04.11. 20.00 UHR

 

33 Szenen aus dem Leben

           
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Mo

10.11.

17.30

Filmwunsch
Mamma Mia!
USA / GB 2008, 109 Min., DF (Songs OmU), FSK: ab 0
Regie: Phyllida Lloyd
Buch: Catherine Johnson
Kamera: Haris Zamgbarloukos
Musik: Benny Andersson, Björn Ulvaeus
Mit Meryl Streep, Pierce Brosnan, Colin Firth, Stellan Skarsgard, Julie Walters, Amanda Seyfried

Endlich mal wieder ein Film, der nicht in drei Wochen 80 Prozent seines Umsatzes einspielte, sondern der sich über Wochen konstant auf den Spitzenplätzen der Kinohitliste hält – Grund dafür sind drei Dinge: Hier wird ein Kinopublikum angesprochen, das nicht auf die neueste Sensation und Aktualität, sondern auf Qualität setzt, der Film hat eine unglaublich gute Mundpropaganda – und vor allem verbreitet er so gute Laune, dass zahlreiche Zuschauer den Film nicht nur einmal angeschaut haben. Allen Erstmals- und Nochmalssehern bieten wir nun auf vielfachen Wunsch die Gelegenheit, das Gute-Laune-Musical mit der Musik von ABBA auf der Leinwand in der Caligari FilmBühne Wiesbaden zu sehen und mitzufühlen, wenn Sophie vor ihrer Hochzeit die drei Männer, die als ihr Vater in Frage kommen, in das kleine Hotel ihrer Mutter auf einer griechischen Insel einlädt – schließlich will sie die Frage, wer denn nun ihr Vater ist, klären, bevor sie zum Altar schreitet. Das Kinovergnügen des Jahres!

DIF

MO 10.11. 17.30 UHR
MO 10.11. 20.00 UHR
DI 11.11. 20.00 UHR

 

Mamma Mia!

           
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Mo

10.11.

20.00

Filmwunsch
Mamma Mia!
Siehe 10.11.

 

 

           
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Di

11.11.

15.30

Rückblende – Film ab
Ein Amerikaner in Paris
USA 1951, 114 Min., DF, FSK: ab 12
Regie: Vincente Minnelli
Buch: Alan Jay Lerner
Kamera: Alfred Gilks, John Alton
Musik: George Gershwin, Johnny Green, Saul Chaplin
Mit Gene Kelly, Leslie Caron, Oscar Lavant, Georges Guétary, Nina Voch

Im Oktober ging es in unserer Filmreihe RÜCKBLENDE – FILM AB erstmals ins europäische Ausland, nun folgt einer der großen Hollywood-Klassiker, in dem die Protagonisten allerdings in Europa singen und tanzen. Die Geschichte eines amerikanischen Soldaten, der nach dem Krieg in Paris bleibt, Maler wird und zunächst dem Charme der Stadt, anschließend dem einer zauberhaften Französin erliegt, lebt vor allem von drei großartigen Künstlern: dem Komponisten von George Gershwin, dessen zauberhafte Melodien für Stimmung sorgen, dem genialen Darsteller und Tänzer Gene Kelly und Regisseur Vincente Minnelli (dem wir u. a. auch CABARET zu verdanken haben). Das Lexikon des internationalen Films urteilt: „Vielfach preisgekrönte Tanzdichtung, die in einem großartigen Ballett nach Gershwins Melodien gipfelt. Aus dem harmonischen Zusammenklang von phantasievoller Inszenierung und brillanter Choreografie ist eines der schönsten Filmmusicals entstanden, das überzeugend das Flair von Paris einfängt.“

DIF und Seniorenbeirat in der Landeshauptstadt Wiesbaden

DI 11.11. 15.30 UHR

 

Ein Amerikaner in Paris

           
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Di

11.11.

18.00

In memoriam Youssef Chahine
Der Andere
Ägypten 1999, 105 Min., OmU, FSK: ungeprüft
Regie: Youssef Chahine
Buch: Youssef Chahine, Khaled Youssef
Kamera: Mohsen Nasr
Musik: Yehia el-Mougy
Mit Nabila Ebeid, Mahmoud Hemeida, Hanan Tork, Hani Salam

Am 27. Juli verstarb Youssef Chahine, der als wichtigster Regisseur des ägyptischen Kinos galt. Die Filme des am 25. Januar 1926 in Alexandria geborenen Filmkünstlers, der u. a. Omar Sharif seine erste Rolle gab und zahlreiche Preise gewann, feierten auf der ganzen Welt Erfolge und waren nicht nur künstlerische Erfolge, sondern auch mutige politische Stellungsnahmen, die keine Konfrontation scheuten. Auch DER ANDERE, ein grellbuntes ägyptisches Romeo-und-Julia-Musical, war eine ungezügelte Attacke auf „Globalisierung“, die Bereicherung der Reichen, Matriarchat und Fanatismus. Ein hemmungsloses Melodram voller Action, Eifersucht, Haß und ewiger Liebe.

DIF

DI 11.11. 18.00 UHR

 

Der Andere

           
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Di

11.11.

20.00

Filmwunsch
Mamma Mia!
Siehe 10.11.

 

 

           
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Mo

24.11.

20.00

Preisgekrönte Werbefilme
Cannes Rolle 2008
Kompilationsfilm, ca 90 Min., FSK: ab 12
Regie: diverse

Zum 55. mal fand die alljährliche Verleihung der goldenen, silbernen und bronzenen Löwen in Cannes statt, bei der die gelungensten, schönsten, interessantesten, schrillsten Werbespots aus aller Welt prämiert werden. Die CANNES-ROLLE, bestehend aus den Preisträgerfilmen, ist dem Caligari-Publikum eine längst lieb gewonnene, bekannte Konstante im Programm und bedarf nicht vieler Worte. Über 28284 Bewerbungen aus 85 Ländern mussten die Jurys des International Advertising Festivals Cannes in diesem Jahr entscheiden, darunter waren 4626 Werbefilme (eine neue Rekordanzahl an Filmeinreichungen) in einem laut Jury hervorragenden Jahr – viel Vergnügen beim Betrachten der Besten der Besten!

DIF

MO 24.11. 20.00 UHR
DI 25.11. 17.30 UHR

 

Cannes Rolle 2008

           
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Di

25.11.

17.30

Preisgekrönte Werbefilme
Cannes Rolle 2008
Siehe 24.11.

 

 

           
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Di

25.11.

20.00

Stummfilm mit Musik – Lehre & Co
Schuhpalast Pinkus
Deutschland 1916, 60 Min., keine FSK
R: Ernst Lubitsch
Live-Musik von und mit Uwe Oberg (Piano)
Buch: Hanns Kräly, Erich Schönfelder
Mit Ossi Oswalda, Ernst Lubitsch, Guido Herzfeld, Else Kenter, Hanns Kräly, Fritz Rasp, Erich Schönfelder
Live-Musik von und mit Uwe Oberg (Piano)

Eine äußerst vergnügliche, großartige frühe Komödie von Ernst Lubitsch: Sally Pinkus ist ein fauler Schüler, der lieber den Mädchen nachschaut als seine Hausaufgaben zu machen. Er fliegt von der Schule und beginnt eine Lehre in einem Schuhgeschäft. Doch dem Inhaber gefällt die Beziehung, die Sally sofort zu dessen Tochter knüpft, nicht. Also muß sich Sally einen neuen Job suchen. Lubitschs populäre Komödie wurde oft mit den frühen Marx-Brother-Filmen verglichen. Seine Art, den frivolen Witz so geschickt anzubringen, dass er das Publikum angenehm schockierte und nie beleidigte wurde als der „Lubitsch Touch“ bekannt und übte großen Einfluß auf die Entwicklung der amerikanischen Komödie aus. SCHUHPALAST PINKUS zählt dabei zu den Höhepunkten im frühen Schaffen Lubitschs.

„Einen wirklich lustigen Film brachten in dieser Woche die Uniontheater heraus. … Der Film ist von Anfang bis Ende voll Humor und enthält eine Fülle von Szenen, über die man vorbehaltlos lachen kann. Hans Kräly und Ernst Schönfelder, die als Verfasser zeichnen, haben da für Lubitsch eine Bombenrolle geschrieben, der er in allen Szenen in drolligster Weise gerecht wird. Auch der Regisseur Lubitsch verdient Lob.“ Der Film, 17.6.1916

DIF

DI 25.11. 20.00 UHR

 

Schuhpalast Pinkus

           
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DIF, 01.10.2008