Di

1.12.

17.30

Die besten Filme des Jahres 2009
Gran Torino
USA 2008, 116 Min., DF, FSK: ab 12
Regie: Clint Eastwood
Buch: Nick Schenk
Kamera: Tom Stern
Musik: Kyle Eastwood, Michael Stevens
Mit Clint Eastwood, Bee Vang, Ahney Her, Christopher Carley

Gran Torino

In diesem Jahr zeigen wir in unserer Reihe mit Höhepunkten des Filmjahres erstmals auch Filme, die wir bereits im Caligari gezeigt haben - Meisterwerke wie diesem Film von Clint Eastwood kann man mit gutem Gewissen auch mehrfach zeigen (und immer wieder mit Begeisterung sehen!). Die Ikone des US-Kinos, die im Alter ein Meisterwerk nach dem nächsten dreht, hat wieder einmal sowohl die Rolle des Regisseur und als Darstellers. Bemerkenswert ist, wie er in der Rolle des Rentners, der nach Jahren in der Autofabrik mit seinem Leben und seiner Umwelt nichts mehr anfangen kann und Vorurteile gegenüber den asiatischen Nachbarn hat, Stereotypen aus seiner DIRTY HARRY Zeit aufgreift und zu einem seiner besten Filme seit langem umarbeitet, in dem ein Mann in hohem Alter beginnt, das Leben noch einmal neu zu begreifen. Ganz großes Schauspielerkino und ganz große Emotionen!

DIF

Di

1.12.

20.00

goEast präsentiert
Tulpan
D / CH / Kasachstan / Russland / PL, 100 Min., FSK: bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt
Regie: Sergey Dvortsevoy
Buch: Sergey Dvortsevoy, Gennadij Ostrowskij
Kamera: Jotanta Dylewska
Musik: Peter Brr
Mit Askat Kuchinchirekov, Tulepbergen Baisakalov, Ondasyn Besikbasov

Tulpan

Nach langer Zeit als Matrose auf hoher See kehrt Asa in die Steppe zurück und will Schafhirte werden. Er bekommt allerdings nur als verheirateter Mann eine Schafsherde – und Tulpan, die einzige mögliche Frau weit und breit, hat ihren eigenen Kopf und mag Asas abstehende Ohren nicht. TULPAN erhielt 13 bedeutende Preise auf vier Kontinenten, darunter drei Auszeichnungen beim Festival Cannes 2008: ein sehr humorvolles, zwischen Spiel- und Dokumentarfilm angesiedeltes Meisterwerk mit großartigen Bildern. Wir freuen uns sehr, dass wir den Film zwei Tage vor dem offiziellen Deutschlandstart als Vorpremiere präsentieren können.. Wer URGA, DIE GESCHICHTE VOM WEINENDEN KAMEL, TUYAS HOCHZEIT oder MONGOLIAN PING PONG mochte, wird von TULPAN begeistert sein!

„Witzig und herzerwärmend!“ Los Angeles Times
Eine zarte, unvergessliche Komödie über eine verschwindende Lebensweise.“ San Francisco Chronicle
„Ein hypnotisierendes Kinoerlebnis!“ All the movies, Australien
„TULPAN ist ein solcher Mikrokosmos, der seine sinnliche Fülle in jeder Einstellung vor dem Zuschauer entfaltet.“ Schnitt

Mo

7.12.

17.30

100. Geburtstag Sybille Schmitz
Die Sehnsucht der Veronika Voss
D 1982, 104 Min., FSK: ab 16
Regie: Rainer Werner Fassbinder
Buch: Peter Märthesheimer, Pea Fröhlich
Kamera: Xaver Schwarzenberger
Musik: Peer Raben
Mit Rosel Zech, Hilmar Thate, Annemarie Düringer, Armin Mueller-Stahl, Cornelia Froboess, Rudolf Platte, Peter Berling, Günther Kaufmann

Die Sehnsucht der Veronika Voss

Am 2. Dezember 1909 wurde Sybille Schmitz in Düren geboren, und schon früh wusste sie, dass sie einmal Schauspielerin werden wollte. Wir zeigen aus diesem Anlass in Kooperation mit dem Murnau Filmtheater (gegenüber dem Schlachthof Wiesbaden, Programm unter www.murnau-stiftung.de und in der Auslage im Caligari) eine Reihe mit Filmen der Schauspielerin, den Auftakt im Caligari macht jedoch ein Film, für den ihre letzten, tragischen Lebensjahre die Grundlage bildeten: Mit hochkarätiger Besetzung erzählt Rainer Werner Fassbinder in DIE SEHNSUCHT DER VERONIKA VOSS, wie eine ehemalige UFA-Filmdiva von einer verbrecherischen Ärztin zugrunde gerichtet wird.

DIF

Mo

7.12.

20.00

Die besten Filme des Jahres 2009
Slumdog Millionär
GB / USA 2008, 120  Min, DF, FSK: ab 12
Regie: Danny Boyle
Buch: Simon Beaufoy, Vikas Swarup
Kamera: Anthony Dod Mantle
Musik: A. R. Rahman
Mit Dev Patel, Freida Pinto, Saurabh Shukla, Anil Kapoor

Slumdog Millionär

Weltweit über 90 Auszeichnungen, darunter 8 Oscars inklusive Bester Film und Beste Regie: Mit SLUMDOG MILLIONÄR ist Kultregisseur Danny Boyle (TRAINSPOTTING) ein ganz großer Wurf gelungen - eine Vermischung von epischem Abenteuer, romantischer Liebesgeschichte und Gangsterfilm. Erzählt wird die Lebens- und Liebesgeschichte von Jamal, der in den Slums von Mumbai aufgewachsen ist, bei Rassenunruhen seine Mutter verloren hat und bei einer Bande, die Kinder als Bettler und Diebe anlernt, die Liebe seines Lebens trifft. Als er bei der indischen Version von "Wer wird Millionär?" als Kandidat ange-nommen wird, ist das die Chance seines Lebens. Und er kommt auch erstaunlich weit in den Fragerunden, so dass der Moderator und die Polizei misstrauisch werden und der mittellose Youngster aus den Slums vor der finalen Runde verhaftet wird: Ist sein Erfolg Betrug, Wissen oder einfach Schicksal? Das Verhör beginnt – und der Kinobesucher erlebt einen jener außergewöhnlichen Filme, die einen das Kino und die Lust am Film immer wieder neu entdecken lassen.

Di

8.12.

15.30

Rückblende - Film ab
Die Geschichte vom kleinen Muck
DDR 1953, 110 Min., FSK: ab 6
Regie: Wolfgang Staudte
Buch: Peter Podehl, Wolfgang Staudte nach Wilhelm Hauff
Kamera: Robert Baberske
Musik: Ernst Roters
Mit Thomas Schmidt, Johannes Maus, Silja Lesny, Trude Hesterberg

Die Geschichte vom kleinen Muck

In einer Stadt im alten Orient lebt der kleinwüchsige Mukrah, von allen nur „der kleine Muck“ genannt. Von den Kindern gehänselt und gejagt, zieht er sie eines Tages mit einer Geschichte in seinen Bann: Ein kleiner Junge, Muck genannt, wird nach dem Tode seines Vaters von bösen Verwandten aus dem Haus gejagt. Er zieht los, um den Kaufmann zu suchen, der das Glück verkauft... Wolfgang Staudtes (DIE MÖRDER SIND UNTER UNS) phantasievolle Verfilmung von Hauffs Märchen vom kleinen Muck setzte neue Maßstäbe im deutschen Kinderfilm.

Ermäßigter Eintritt von 4,50 € für alle

DIF und Seniorenbeirat in der Landeshauptstadt Wiesbaden

Mo

8.12.

17.30

Die besten Filme des Jahres 2009
Slumdog Millionär
Siehe 07.12.

Di

8.12.

20.00

Alfred Hitchcock
Der Mann, der zu viel wusste (1934)
GB 1934, 75 Min., OmU, FSK: ungeprüft
Regie: Alfred Hitchcock
Mit Bob Lawrence, Jill Lawrence, Peter Lorre, Frank Vosper, Hugh Wakefield, Pierre Fresnay

Der Mann, der zu viel wusste (1934)

THE MAN WHO KNEW TO MUCH verfilmte Hitchcock zweimal – 1934 und 1956. Beide Versionen haben ihre Stärken: während die spätere mit James Stewart und Doris Day als das Paar aufwartet, dessen Kind entführt wird, damit sie geheime Informationen, an die sie zufällig gekommen sind, nicht weiter geben, brilliert in der ersten Version vor allem Peter Lorre in der Rolle des Bösewichts. Wir zeigen in unserer Hitchcock-Reihe (die aufgrund einer verschobenen Lesung zwei Monate Pause machte, jetzt aber weitergeführt wird) zunächst die Verfilmung von 1934, die all die Hochspannung aufweist, die man von einem Hitchcock-Film erwartet.
 
DIF

Mo

14.12.

18.00

100. Geburtstag Sybille Schmitz
Fährmann Maria
D 1936, 83 Min., FSK: ungeprüft
Regie: Franz Wisbar
Buch: Hans Jürgen Nierentz, Frank Wisbar
Kamera: Franz Weihmayr
Musik: Herbert Windt
Mit Sybille Schmitz, Aribert Mog, Peter Voß, Carl de Vogt, Karl Platen

Fährmann Maria

Seit der alte Fährmann bei einer Überfahrt tot zusammengesunken ist, ranken sich seltsame Gerüchte um Fluß und Fähre. Obwohl die Fähre für den Verkehr mit dem anderen Ufer dringend gebraucht wird, will keiner die Nachfolge des toten Fährmanns antreten. Eines Tages kommt Maria auf Arbeitssuche in das Dorf. Sie übernimmt den freien Posten. Schon in der ersten Nacht wird sie an das andere Ufer gerufen; dort findet sie einen verwundeten Soldaten, den sie in ihre Fährhütte aufnimmt, um ihn vor seinen Verfolgern zu retten. Diesen verweigert sie die Überfahrt. Doch in der nächsten Nacht taucht ein finsterer Fremder auf, der den Verwundeten in das Reich der Toten holen will. Maria, die sich mittlerweile in den verletzten Soldaten verliebt hat, stellt sich dem Kampf auf ihre Weise.

DIF

Mo

14.12.

20.00

Die besten Filme des Jahres 2009
Tropa de Elite
Brasilien / NL / USA 2007, 115 Min., DF, FSK: ab 18
Regie: José Padilha
Buch: John Kaylin, Bráulio Mantovani, José Padilha, Rodrigo Pimentel
Kamera: Lula Carvalho
Musik: Pedro Bromfman
Mit Wagner Moura, André Ramiro, Caio Junqueira, Maria Ribeiro, Fernanda Machado

Tropa de Elite

Es dauerte 16 Monate, bis der Gewinnerfilm der Berlinale 2008 in den deutschen Kinos startete - und mitten im Hochsommer leider unterging. Zu unrecht - der kontrovers diskutierte Thriller über die BOPA, eine Eliteeinheit der Militärpolizei in Rio de Janeiro, ist ein mitreißendes, spannendes und schockierendes Sozialdrama, das die Sympathien keineswegs einseitig verteilt. Eingepackt in die Geschichte von Captain Nascimento, Chef der BOPA, der sich aus familiären Gründen zurückziehen will und einen Nachfolger sucht, scheut der Film vor heißen Eisen der brasilianischen Gesellschaft nicht zurück. Auf CITY OF GOD folgten zahlreiche in den Favelas angesiedelte Filme, die den Erfolg zu kopieren versuchten. Mit TROPA DE ELITE ist ein gleichwertiger Nachfolger gefunden, der alles andere als kopiert, sondern seine ganz eigene Geschichte erzählt.

DIF

Di

15.12.

17.30

Die besten Filme des Jahres 2009
Tropa de Elite
Siehe 14.12.

Di

15.12.

20.00

Stummfilm mit Musik - 100. Geburtstag Sybille Schmitz
Tagebuch einer Verlorenen
D 1929, 94 Min., FSK: ungeprüft
Regie: Georg Wilhelm Pabst
Live-Musik von uns mit Uwe Oberg (Piano)
Buch: Rudolf Leonhardt, nach einem Roman von Margarete Böhme
Kamera: Sepp Allgeier
Mit Louise Brooks, Fritz Rasp, Sybille Schmitz, Josef Rovensky, Kurt Gerron
Live-Musik von und mit Uwe Oberg (Piano)

Tagebuch einer Verlorenen

Georg Wilhelm Pabsts letzter Stummfilm, den er mit herausragenden Hauptdarstellern besetzte, wurde wegen entsittlichender Wirkung verboten. Die Filmwoche 41 schrieb am 9.10.1929: „Thymian, die Tochter eines Apothekers, die von dem Provisor ihres Vaters verführt wurde, schenkt einem Kind das Leben. Ihre Verwandten bringen sie in das Erziehungsheim für gefallene Mädchen, aus dem sie bald mit ihrer Freundin Erika entflieht. Die beide Mädchen geraten in eine sogenannte Pension, in der es wüst zugeht...“Um ca. zehn Minuten gekürzt wurde TAGEBUCH EINER VERLORENEN im September 1929 für Erwachsene zugelassen. Doch eine öffentliche Kampagne erzwang eine erneute Zensurprüfung, die in ein Verbot des Films mündete. Im Januar 1930 wurde eine stark gekürzte Version erneut mit Jugendverbot belegt. Wir zeigen den Film, in dem Sybille Schmitz neben der sensationellen Louise Brooks eine wichtige Nebenrolle hat, in der restaurierten Fassung von 1996/97.

DIF

Mo

21.12.

18.00

Liliput Preis 2009
Willkommen bei den Sch´tís
F 2008, 100 Min., DF, FSK: ab 6
Regie: Dany Boon
Buch: Dany Boon, Alexandre Charlot, Franck Magnier
Kamera: Pierre Aim
Musik: Philippe Rombi
Mit: Kad Merad, Dany Boon, Zoé Félix, Lorenzo Ausilia-Foret, Anne Marivin

Willkommen bei den Sch´tís

Am 16.10.2009 verlieh der Bundesverband kommunale Filmarbeit, in dem auch das Caligari Mitglied ist, zum 13. Mal den „Liliput“, den Preis für die beste Synchronisierung. Und welcher andere Film hätte in diesem Jahr gewinnen können als der erfolgreichste französische Film aller Zeiten, der es mit weit über 20 Millionen Kinobesuchern in Frankreich geschafft hat, TITANIC von Platz 1 der All-Time-Charts zu stoßen? Die Komödie über einen Postdirektor, der unfreiwillig aus der Provence ganz in den Norden Frankreichs an die Grenze Belgiens versetzt wird, ist urkomisch. Die dortigen Bewohner werden die „Ch’tis“ genannt und haben in etwa den Status wie in Deutschland die Ostfriesen – in Restfrankreich werden jede Menge Witze über sie gerissen. Der Film jedoch macht seine Witze nicht über, sondern mit den „Ch’tis“. Die deutsche Synchronfassung ist ebenso wie der Film selbst ein Meisterwerk, so dass nicht nur die großartige Situationskomik, sondern auch der Dialogwitz perfekt übertragen wird. Wir wünschen viel Vergnügen bei einer genialen Komödie!

DIF

Mo

21.12.

20.00

Die besten Filme des Jahres 2009
The Good, the Bad, the Weird
Südkorea 2008, 130 Min., DF. FSK: ab 16
Regie: Kim Ji-woon
Buch: Ji-woon Kim, Min-suk Kim
Kamera: Mo-gae Lee, Seung-Chul Oh
Musik: Dalparan, Yeong-gyu Jang
Mit Woo-sung Jung, Byung-hun Lee, Kang-ho Song, Seung-su Ryu, Young-chang Song

The Good, the Bad, the Weird
 
In der Reihe der Kinohöhepunkte des Jahres fällt dieser rasante koreanische Western sicherlich aus dem Rahmen - ein packender Actionfilm, durchaus blutig, Genrekino vom feinsten. Die Hommage an Sergio Leones ZWEI GLORREICHE HALUNKEN wartet mit zahlreichen, hervorragend choreografierten Kämpfen auf Pferden und Zügen quer durch die Wüste der Mandschurei auf - nicht zwei, sondern gleich drei Meisterschützen treten hier gegeneinander an: der eine hat eine Schatzkarte gestohlen, der zweite soll sie zurückholen, der dritte ist ein Kopfjäger, der die anderen beiden jagt. Die besten südkoreanischen Schauspieler in einem atemlosen Meisterwerk mit furiosen Kamerafahrten - die Wochenzeitung ZEIT urteilte über den Film: "Der Actionfilm dieses Sommers... Mehr noch als Sergio Leones Original legt der Film großen Wert darauf, dass wir es mit drei völlig verschiedenen Prinzipien zu tun haben, die sich als gleich schlau, fähig, berechtigt erweisen. ... Übertrifft Post-Western-Abenteuerfilm-Serien von Mad Max bis zu Indiana Jones an Dynamik, Witz und filmischer Genauigkeit weit. ... Auch fantastisch, obwohl nahe an dem übrigens die ganz Zeit nicht sehr fernen Tarantino-Geschmack, ist der großzügige Einsatz eines der erhabensten Urlaubs-Trash-Disco-Klassikers der 70er. ... Verwirrende, überschnelle Bewegungen und zugleich eine Kamera, die immer wieder den Blick des Zuschauers stabilisiert. Dabei gelingt ein atemberaubender Austausch zwischen überwältigender Verwirrung und Nachvollziehbarkeit der Perspektive. ... Wer diesen Sommer nur einen Actionfilm sehen will..."

DIF

Di

22.12.

18.00

100. Geburtstag Sybille Schmitz
Illusion in Moll
D 1952, 90 Min., FSK: ab 16
Regie: Rudolf Jugert
Buch: Fritz Rotter
Kamera: Vaclav Vich
Musik: Friedrich Meyer
Mit Hildegard Knef, Sybille Schmitz, Hardy Krüger, Maurice Teynac, Albrecht Schoenhals

Illusion in Moll

Die wohlhabende, allein stehende Maria Alsbacher (Sybille Schmitz) verliebt sich in einen charmanten Bandleader (Maurice Teynac), ohne zu realisieren, dass er lediglich hinter ihrem Geld her ist. Als sie beschließt, den Mann zu heiraten, setzen ihr Sohn (Hardy Krüger) und dessen schwer kranke Frau (Hildegard Knef) alles daran, Maria von der Eheschließung abzuhalten.
www.filmportal.de - Das Internetportal des deutschen Films

DIF

Di

22.12.

20.00

Liliput Preis 2009
Willkommen bei den Sch´tís
Siehe 21.12.

Mo

28.12.

17.30

Die besten Filme des Jahres 2009
Schande
Australien / Südafrika 2008, 118 Min., OmU, FSK: ab 16
Regie: Steve Jacobs
Buch: Anna Maria Monticelli nach dem Roman von J. M. Coetzee
Kamera: Tom Stern
Musik: Kyle Eastwood, Michael Stevens
Mit John Malkovich, Jessica Haines, Eriq Ebouaney, Fiona Press

Schande

Eine gemischrassige Beziehung zwischen einem 52jährigen Literaturprofessor und einer jungen Studentin ist in Kapstadt kurz nach Ende der Apartheid in Südafrika nicht gerne gesehen, und so zieht der Professor zu seiner Tochter aufs Land. Seine Sorgen darüber, dass sie ganz alleine eine Farm betreibt, erweisen sich bald als berechtigt, als die beiden von drei jugendlichen Schwarzen brutal überfallen werden. Die großartige Umsetzung von J. M. Coetzees Weltbestseller zeigt, wie tief die gesellschaftlichen Gräben ins Herz Südafrikas vorgedrungen sind, auch nachdem die Apartheid offiziell abgeschafft wurde: Auf der einen Seite gibt es noch weiße Männer in Machtpositionen, die diese auch ausnutzen, andernorts leben Weiße in höchster Gefahr. Der Film schafft es, sein Publikum von Anfang bis Ende zu fesseln und in der Ungewissheit zu lassen, wie das Ende aussehen wird, während man sich gleichzeitig fragt, welches Ende man selbst denn gerne hätte. Die kongeniale Umsetzung des Buches kann zudem mit begeisternden Landschaftsaufnahmen und einem John Malkovich, für den die Rolle des alternden Literaturprofessors aufwarten

DIF

Mo

28.12.

20.00

Die besten Filme des Jahres 2009
Oben
USA 2009, 96 Min., DF, FSK: ab 12
Regie: Pete Docter, Bob Peterson
Buch: Pete Docter, Bob Peterson
Musik: Michael Giacchino
Deutsche Sprecher: Fred Maire, Karlheinz Böhm, Maximilian Belle, Dirk Bach

Oben

Pixar schafft es immer wieder! Nach Meisterwerken wie RATATOUILLE und WALL-E kommt jetzt mit OBEN der nächste Geniestreich. Die Geschichte eines alten Mannes, der am Ende seines Lebens angekommen scheint und in einem letzten Aufbegehren gegen Immobilienspekulanten sein Haus an Heliumballons entschweben lässt und damit in ein ungeahnt großes Abenteuer gerät, bei dem er völlig neue Lebensfreude und Energie gewinnt, ist humorvoll, spannend, anrührend - großartiges Kino vom Feinsten. Noch besser sind die ersten 15 Minuten des Films, in denen die Lebensgeschichte des Mannes bis zu seinem Aufbruch erzählt wird - eine nicht nur in der Geschichte des Animationsfilms einzigartige Filmsequenz, die zum Bewegendsten gehört, das man je auf der Leinwand gesehen hat, und die Filmgeschichte schreibt. (Der kurze, urkomische Vorfilm ist wie immer bei Pixar eine Klasse für sich.)

DIF

Di

29.12.

18.00

Die besten Filme des Jahres 2009
Oben
Siehe 28.12.

Di

29.12.

20.00

Die besten Filme des Jahres 2009
Schande
Siehe 28.12.