Mo

2.02.09

18.00

100. Geburtstag Karl Schönböck
Das schwarze Schaf
D 1960, 95 Min., FSK: ab 12
Regie: Helmut Ashley
Buch: Istvan Bekeffi, Hans Jacoby frei nach Gilbert K. Chesterton
Kamera: Erich Claunigk
Musik: Martin Böttcher
Mit Heinz Rühmann, Karl Schönböck, Maria Sebaldt, Fritz Rasp, Lisa Carstens, Siegfried Lowitz

Karl  Ludwig Joseph Maria Schönböck, geboren am 4.2.1909 in Wien, machte in Filmen stets eine gute Figur und wurde bevorzugt als weltläufiger Herr, charmanter Kavalier oder Aristokrat eingesetzt. Etwas anders veranlagt ist seine Rolle in DAS SCHWARZE SCHAF, einer vergnüglichen Komödie über den irischen Pater Brown (Heinz Rühmann in absoluter Höchstform), dessen Vorliebe für Kriminalgeschichten seinen Bischof nicht weiter zu beunruhigen bräuchte, wenn es Pater Brown bei der Theorie bewenden ließe. Zum Entsetzen seiner Haushälterin, Frau Smith, wagt er sich aber an Aufgaben, die eigentlich in das Ressort der Polizei fallen. Und er hat sogar Erfolg dabei. Um dieser Versuchung besser widerstehen zu können, wird der Priester in eine friedfertige Gemeinde versetzt. Aber kaum hat sich Pater Brown hier ein wenig eingewöhnt, da passiert bereits ein Mord...

DIF

Mo

2.02.09

20.00

Stummfilm mit Musik – Oscar vor 80 Jahren
Wings
USA 1927, 139 Min., engl. Zwischentitel, FSK: ungeprüft
Regie: William A. Wellman
Buch: Hope Loring, John Monk Saunders
Kamera: Harry Perry
Mit Clara ow, Charles Buddy Rogers, Richard Arlen, Gary Cooper
Live-Musik von und mit Uwe Oberg (Piano)

Wings

Gemeinsam mit Murnaus SUNRISE der erste Film, der je mit dem Oscar als „Bester Film“ ausgezeichnet wurde, und zugleich der letzte große Monumentalstummfilm mit einem für 1927 schier unglaublichen Budget von 2 Millionen Dollar – danach begann die Zeit des Tonfilms. Außerdem der erste Film mit Gary Coopers, dessen Auftritt Hysterie auslöste, das Filmstudio Paramount wurde mit Briefen überflutet, die sich nach dem Namen des Piloten, der die Schokolade isst, erkundigten. Erzählt wird die alte Geschichte von zwei jungen Männern, die sich in dasselbe Mädchen verlieben. Das aber eingebaut in einen Film, der heute noch als einer der besten, größten und spektakulärsten Flieger-Filme überhaupt gilt, Realismus und Brillanz der Luftszenen begeistern noch heute.

DIF

Di

3.02.09

17.30

Oscar vor 70 Jahren
Lebenskünstler
USA 1937, 120 Min., OF, FSK: ungeprüft
Regie: Frank Capra
Buch: Robert Riskin
Kamera: Joseph Walker
Musik: Dimitri Tiomkin
Mit Jean Arthur, Lionel Barrymore, James Stewart, Edward Arnold, Spring Byington

Von sieben Oscar-Nominierungen erhielt diese liebenswerte Gesellschaftskomödie Film zwar nur zwei, doch die beiden wichtigsten: als bester Film und für Frank Capra als besten Regisseur. In dieser ersten Zusammenarbeit mit Capra spielt James Stewart einen Millionärssohn, der sich in seine Sekretärin verliebt. Die Eltern sehen das nicht gerne, doch stimmen sie immerhin zu, die leicht verrückte, aber glückliche Kleinbürgerfamilie der Frau zu besuchen. Dabei treffen zwei so unterschiedliche Lebenswelten aufeinander, dass es unweigerlich zu Konflikten kommt. Großartige Darsteller in einer ausgezeichneten Komödie, die auch sozialkritische Aspekte mit gebührendem Ernst behandelt.

DIF

Di

3.02.09

20.00

goEast präsentiert
Die einfachen Dinge
Russland 2006, 106 Min., OmeU, FSK: ungeprüft
Regie: Aleksej Popogrebskij
Buch: Aleksej Popogrebskij
Kamera: Pavel Kostamarov
Musik: Dmitrij Kathanov
Mit Sergej Puskepalis, Leonid Bronevoj, Svetlana Kamynina, Dinara Kutueva, Ivan Osipov

Die einfachen Dinge

Den Anfang macht ein verpatzter Ampelstart: Sergej Maslov sitzt am Steuer seines Autos und lächelt sein leises Lächeln, während das Petersburger Leben um ihn herum rauscht. Seine Tochter Lena ist aus der Enge der elterlichen Wohnung zu ihrem Freund geflohen, seine Frau Katja ist überraschend schwanger geworden. Sein Gehalt als Anästhesist in einem städtischen Krankenhaus reicht gerade für ein bescheidenes Auskommen und ein zweites Kind ist ihm nicht willkommen. Sergejs Leben wird von den einfachen Dingen bestimmt: der Treue seiner Freunde, Aufrichtigkeit in seiner Ehe, Sorge für seine Patienten. Ein zwielichtiger Pflegedienst, der alternde Kranke gegen Beteiligung an ihrem Nachlass medizinisch versorgt, bietet dem Arzt überraschend ein zusätzliches Einkommen an. Aber auch durch die Aussicht, das neue Familienmitglied in großzügigere Verhältnisse aufnehmen zu können, lässt sich Sergej nur widerwillig überzeugen. Sein prätentiöser, eigenwilliger Patient, der Schauspieler Vladimir Zˇuravljov, unterbreitet ihm schon bald ein unmoralisches Angebot, das eine schnelle Lösung der Geldsorgen verheißt: Für eine üppige Entschädigung soll Sergej ihm einen zweifelhaften Dienst erweisen. Der Arzt muss sich entscheiden... Vor Beginn des diesjährigen 9. goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films (22.-29. April 2009) zeigen wir nochmals Preisträger aus dem Vorjahr. Regisseur Aleksej Popogrebskij gewann bereits mit KOKTEBEL, seinem in Kooperation mit Boris Chlebnikov entstandenen Regiedebüt, 2004 den Hauptpreis bei goEast. 2008 wurde das Schauspielensemble seines ersten Films in alleinverantwortlicher Regie bei goEast ausgezeichnet.

DIF

Mo

9.02.09

17.00

Oscar 2008
La vie en rose
F 2007, 140 Min., OmU, FSK: ab 12
Regie: Olivier Dahan
Buch: Olivier Dahan
Kamera: Tetsuo Nagata
Musik: Christopher Gunning
Mit Marion Cotillard, Sylvie Testud, Pascal Greggory, Emmanuelle Seigner, Gérard Depardieu

La vie en rose

Nachdem Hollywood-Musiker-Biopics wie RAY und WALK THE LINE große Erfolge feiern konnten, kam aus Frankreich die aufwendige Verfilmung des Lebens von Edith Piaf. In ärmsten Verhältnissen aufgewachsen, verhalt ihre Stimme ihr zu einer Weltkarriere. Doch bei allem sensationellen Erfolg und trotz ihrer steilen Karriere sollte ihr Leben dauerhaft vom Wechsel unglücklicher Schicksalsschläge und berauschender Glücksmomente geprägt sein – richtig zur Ruhe kam die Sängerin nie. Olivier Dahan schuf aus diesem melodramatischen Leben einen opulenten Film mit einer exzellenten Hauptdarstellerin und prominenten Schauspielern bis in die Nebenrollen, der episodenhaft und in Rückblenden ein vielschichtiges Porträt einer ungewöhnlichen Künstlerin entstehen läßt. Für ihre großartige Darstellung Edith Piafs wurde Marion Cotillard mit dem Oscar als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet – vor ihr gelang es nur Sophia Loren, einen Oscar als Hauptdarstellerin für eine Rolle in einem nicht-englischsprachigen Film zu erhalten.

DIF

Mo

9.02.09

20.00

Oscar vor 20 Jahren
Pelle der Eroberer
DK, SWE 1987, 150 Min., DF, FSK: ab 12
Regie: Bille August
Buch: Bille August, Per Olov Enquist, Bjarne Reuter
Kamera: Jörgen Persson
Musik: Stefan Nilsson
Mit Max von Sydow,  Pelle Hvengaard, Erik Paaske, Kristina Törnqvist

Pelle der Eroberer

Goldene Palme Cannes, Golden Globe, Europäische Filmpreise u. a. für Max von Sydow als bester Darsteller, der auch für den Oscar nominiert wurde – ausgezeichnet wurde Bille Augusts großer historischer Film bei den Oscars allerdings nur als bester ausländischer Film. Die – hochverdienten – Preise ermöglichten es dem Regisseur, Filme wie DAS GEISTERHAUS, FRÄULEIN SMILLAS GESPÜR FÜR SCHNEE und DIE BESTEN ABSICHTEN nach einem Drehbuch von Ingmar Bergman zu drehen. Den PELLE, DER EROBERER zugrunde liegenden Roman wollten schon einige Regisseure verfilmen, u. a. Carl Theodor Dreyer und Roman Polanski. Besser als Bille August hätte es wohl keiner geschafft! Gegen Ende des 19. Jahrhunderts emigrieren zahlreiche Schweden nach Dänemark. Zu ihnen gehörten auch Lasse Karlsson und sein Sohn Pelle. Zwar finden sie Arbeit auf einem Hof, doch das Leben ist mehr als hart. Während sich der Vater den Umständen anpasst, sehnt sich Pelle nach Freiheit und will rebellieren.

DIF

Di

10.02.09

15.30

Rückblende - Film ab
Johannisnacht
D 1956, 97 Min., FSK: ab 16
Regie: Dr. Harald Reinl
Buch: Ilse Lotz-Dupont, Tibor Yost, nach einer Novelle von Werner Hill
Kamera: Oskar Schnirch
Musik: Willi Mattes
Mit Willy Birgel, Hertha Feiler, Erik Schuman

Johannisnacht

„Wilderer und Rehlein, Almenrausch und Schlosspracht, Kindermund und Reitpferde, Gewalttat, schmerzliche Liebesentsagung und schmelzende Liebeserfüllung und ein ausgewählt schönes Stück Bergland, so dekorativ als möglich fotografiert...“ Der katholische Filmdienst war 1956 nicht ganz so begeistert von JOHANNISNACHT, wie es das Publikum war. Da der Film für letzteres gedacht war, tat dies dem Erfolg des Films keinen Abbruch. Die Geschichte: Vor zehn Jahren ließ sich der reiche Gutsbesitzer Christian von Hergeth von seiner Frau Martina Lynn, einer Sängerin, scheiden. Seither führt er ein zurückgezogenes Leben auf seinem Gutshof Ulmenried. Ihre mittlerweile zehnjährige Tochter Micky wächst wegen eines Lungenleidens bei der Sennerin Liesl in einer Almhütte auf. Als Martina nun ihr Kind sehen will, wird ihr dies von Christian verwehrt. Martina trifft Micky daraufhin heimlich immer öfters auf der Alm, ohne ihre Identität preiszugeben. Christian lernt indes die junge Irene kennen und verlobt sich mit ihr. Doch auf einer Feier lernt Irene Christians Sohn Lorenz kennen, der eine starke Anziehungskraft auf sie ausübt. Auch Lorenz verliebt sich in die Verlobte seines Vaters und bemüht sich, seine Gefühle im Zaum zu halten. Doch als in der Johannisnacht allerorten die Johannisfeuer brennen, ist das nicht mehr einfach...

DIF und Seniorenbeirat in der Landeshauptstadt Wiesbaden

Di

10.02.09

17.30

100. Geburtstag Joseph L. Mankiewicz
Julius Caesar
USA 1953, 117 Min., DF, FSK: ab 12
Regie: Joseph L. Makiewicz
Buch: Joseph L. Makiewicz nach dem Bühnenstück von William Shakespeare
Kamera: Joseph Ruttenberg
Musik: Miklos Rozsa
Mit Marlon Brando, James Mason, John Gielgud, Louis Calhern, Deborah Kerr

Julius Caesar

In Großbritannien sollen 20 Prozent aller weltweit exisitierenden Überwachungskameras installiert sein. Jackie sitzt in Glasgow im Kontrollraum eines privaten Überwachungsdiensets und beobachtet die Stadt, spioniert den Menschen nach. Eines Tages sieht sie ein bekanntes Gesicht, einen Ex-Häftling... In Cannes wurde Andrea Arnolds Regiedebüt gefeiert und mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet, zahlreiche weitere Preise folgten, u. a. der Hauptpreis des Internationalen Frauenfestivals Köln / Dortmund. Ein fesselnder Thriller, sehr subtil, hoch spannend und atmosphärisch dicht. Ein exzellentes Drama um Verlust und Schuld, Rache und Erlösung.

DIF

Di

10.02.09

20.00

Oscar 2008
La vie en rose
Siehe 09.02.

Mo

16.02.09

17.30

Oscar vor 20 Jahren
Rain Man
USA 1988, 133 Min., DF, FSK: ab 12
R: Barry Levinson
Buch: Barry Morrow, Ronald Bass
Kamera: John Seale
Musik: Hans Zimmer
Mit Dustin Hoffman, Tom Cruise, Valeria Golino

Rain Man

Der junge Autohändler Charlie Babbitt steht kurz vor dem Bankrott, als er vom Tode seines Vaters und von der Existenz seines autistisch behinderten Bruders Raymond erfährt. Weil Charlie Raymond bei der Testamentseröffnung braucht, sucht er seinen Bruder, um ihn aus seinem Heim auf eine Reise durch die USA zu entführen. Eine eindrucksvolle, sensible Auseinandersetzung mit einer ungewöhnlichen Behinderung, die tragikomische Momente in einem unterhaltsamen Roadmovie zutage fördert. Der Film erhielt die Oscars für den besten Film, die beste Regie, das beste Drehbuch und den besten Hauptdarsteller (Dustin Hoffman), dazu u. a. Golden Globes und den Goldenen Bär der Berlinale: RAIN MAN war sowohl bei Kritikern wie bei Publikum ein durchschlagender Erfolg (und bedeutete den Durchbruch für den deutschen Komponisten Hans Zimmer).

DIF

Mo

16.02.09

20.00

Fundstücke. Vergessene und übersehene Perlen des Films
Eraserhead
USA 1977, 90 Min., DF, FSK: ungeprüft
Regie: David Lynch
Buch: David Lynch
Kamera: Frederik Elmes, Herbert Cardwell
Musik: David Lynch
Mit John Nance, Charlotte Stewart, Allen Joseph, Jeanne Bates, Jack Fish

Eraserhead

David Lynchs Erstlingswerk verwirrte so manchen Kritiker, einige rieten sogar davon ab, den „verstörenden“ Film anzuschauen, dennoch waren sich alle einig, dass hier ein ganz besonderer Film vorlag. Das Lexikon des internationalen Films etwa urteilte „Ein surrealistischer Alptraum in faszinierend komponierten Bildern, die den Betrachter in der Ungewissheit zwischen Realität und Irrationalem lassen.“ Nun könnte man über Endzeit-Szenario oder über den Drucker Henry schreiben, dessen Ex-Freundin ein Monster-Mutanten-Baby zur Welt bringt. Doch was immer man schreibt, vorbereiten kann man auf dieses Filmerlebnis niemanden so richtig – da fiele es noch wesentlich einfacher, Bunuels ANDALUSISCHEN HUND zu beschreiben. Selbst anschauen und Lynchs Erstlingswerk für sich entdecken!

DIF und :Ikonen: - das Kulturmagazin

DIF

Di

17.02.09

18.00

100. Geburtstag Heinz Erhardt
Vater, Mutter und neun Kinder
D 1958, 95 Min., FSK: ab 12
Regie: Erich Engels
Buch: Erich Engels, Wolf Neumeister
Kamera: Albert Benitz
Musik: Heino Gaze
Mit Heinz Erhardt, Camilla Spira, Monika Ahrens, Renate Küster, Ernst Reinhold

Vater, Mutter und neun Kinder

Heiterer Familienfilm mit Heinz Erhardt: Friedrich Schiller heißt er in diesem Film, ist aber kein Dichter, sondern Bäckermeister im niedersächsischen Einbeck, braver Ehemann und Vater von gleich neun wohlgeratenen Kindern. Sein ganzer Ehrgeiz besteht darin, in den Vorstand der Handwerkskammer berufen zu werden. Da gerät er kurz vor seiner Silberhochzeit an die leichtlebige Industriellengattin Lollo. Er liest sie auf der Straße auf und bietet ihr an, sie in ihr Jagdhaus zu bringen. Zum Dank lädt sie ihn auf einen kleinen Cognac ein, und am nächsten Tag hat er zwar einen gewaltigen Kater, weiß aber von nichts mehr. Als ausgerechnet seine pfiffige Tochter Thea, die als Volontärin bei einer Tageszeitung arbeitet, eine Artikelserie über das flotte Lotterleben der Lollo schreibt, muss Schiller befürchten, dass seine Frau von dem vermeintlichen Seitensprung erfährt.
www.filmportal.de

DIF

Di

17.02.09

20.00

Oscar 2008
Die Fälscher
D / A 2006, 98 Min., FSK: ab 12
Regie: Stefan Ruzowitzky
Buch: Stefan Ruzowitzky nach dem Buch von Adolf Burger
Kamera: Benedict Neuenfels
Musik: Marius Ruhland
Mit Karl Markovics, August Diehl, Devid Striesow, Martin Brambach, August Zirner

Die Fälscher

Der Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film ging 2008 an Stefan Ruzowitzky (ANATOMIE, TEMPO, DIE SIEBTELBAUERN) für seinen beeindruckenden, auf wahren Begebenheiten beruhenden Film über die größte Geldfälschungsaktion aller Zeiten. Über 130 Millionen britische Pfund wurden dabei gedruckt. Als in den letzten Kriegsjahren die Lage zunehmend aussichtsloser wurde, beschloss die Führung des Deutschen Reichs kurzerhand, die Banknoten der wichtigsten Kriegsgegner selbst herzustellen. Mit den Blüten wollte man die feindliche Wirtschaft überschwemmen und die leeren Kriegskassen füllen. Im KZ Sachsenhausen rüstete man hierfür zwei strikt vom restlichen Lager abgeschottete Baracken in eine perfekt ausgestattete Fälscherwerkstatt um. Aus anderen Lagern wurden Häftlinge mit Fälscher-Können nach Sachsenhausen gebracht, um dort den Plan der Nazis umzusetzen. Kriminelle Meisterfälscher, professionelle Drucker, preußisch korrekte Bankbeamte und Vorstadt-Handwerker, sie alle wurden zu Mitgliedern des streng geheimen Fälscherkommandos, das sich mit der schwierigen Aufgabe und dem eigenen Gewissen auseinander setzen musste – Sabotage bedeutete den sicheren Tod. Ein packendes, noch weitgehend unbekanntes Kapitel der deutschen Geschichte, authentisch und emotional mit einem überzeugenden Darstellerensemble um Karl Markovics, August Diehl und Devid Striesow inszeniert.

Mo

23.02.09

18.00

Hitchcock
Mr. & Mrs. Smith
USA 1941, 95 Min., OV, FSK: ab 6
Regie: Alfred Hitchcock
Buch: Norman Krasna
Kamera: Harry Stradling
Musik: Edward Ward
Mit Carole Lombard, Robert Montgomery, Gene Raymond, Jack Carson

Mr. & Mrs. Smith

Mr. und Mrs. Smith sind seit drei Jahren glücklich verheiratet und haben eigenwillige Regeln für ihr Zusammenleben entwickelt. Zum Beispiel muss jeder einmal im Monat eine Frage des anderen wahrheitsgemäß beantworten. Oft streiten sie, stets versöhnen sie sich. Bis sie erfahren, dass sie aufgrund eines Formfehlers vor dem Gesetz als unverheiratet gelten. Turbulente „sophisticated“ Screwball-Comedy von Thriller-Altmeister Alfred Hitchcock, der hier beweist, dass er auch meisterhafte Komödien drehen kann.

DIF

Mo

23.02.09

20.00

Comic on Screen
Dark Knight
USA 2008, 152 Min., OF, FSK: ab 16
Regie: Christopher Nolan
Buch: Jonathan Nolan, Christopher Nolan
Kamera: Wally Pfister
Musik: James Newton Howard, Hans Zimmer
Mit Christian Bale, Heath Ledger, Michael Caine, Gary Oldman, Aaron Eckhart, Maggie Gyllenhaal, Morgan Freeman

Dark Knight

Schon mit MEMENTO sorgte Christopher Nolan für ein erstes Ausrufezeichen, hier machte sich ein außergewöhnlicher Regisseur daran, Hollywood zu erobern – und seinen Regeln zu unterwerfen. Mit seinem ersten Batman-Film BATMAN BEGINS setzte er die Welle der „Relaunches“ bekannter Serien (die u. a. auch James Bond erfasst hat) in Gang. Keinem gelang das bislang so konsequent und überzeugend wie ihm, und sein zweiter Batman-Film THE DARK KNIGHT ist ein in jeder Hinsicht herausragendes Werk des Hollywood-Action-Kinos: wie selbstverständlich wird von der ersten Sekunde großes Action-Kino mit überwältigenden Bild-Ideen geboten, und doch bietet der Film eine Tiefe und Diskussionen, die nicht nur im Hollywood-Kino selten sind. Heath Ledger in seiner letzten Rolle bietet einen zutiefst verstörenden Bösewicht und kann es als Joker problemlos mit Jack Nicholson aufnehmen.

DIF

Di

24.02.09

18.00

Filmwunsch
Hiroshima - mon amour
F / Japan 1959, 89 Min., DF, FSK: ab 12
Regie: Alain Resnais
Buch: Marguerite Duras, Gérard Jarlot
Kamera: Sacha Vierny, Takahashi Michio
Musik: Georges Delerue, Giovanni Fusco
Mit Emmanuele Riva, Eiji Okada, Stella Dassas, Pierre Barbaud, Bernard Fresson

Hiroshima - mon amour

Die erste Arbeit von Marguerite Duras für den Film, für die sie nur 9 Wochen Zeit hatte, nachdem von japanischer Seite vorgeschlagen wurde, einen Film zu drehen, der zum Teil in Japan, zum Teil in Frankreich spielt. Alain Resnais bat Marguerite Duras, dafür etwas zu schreiben - mit den Worten „Schreibe Literatur, schreibe, als ob du einen Roman schriebest. Kümmere dich nicht um mich; vergiss die Kamera.“ Sie schrieb im wesentlichen zwei Monologe, die teilweise zum Dialog werden, und Resnais gelang das Kunststück, daraus eines der großen Werke der Filmgeschichte zu erschaffen: „Die kurze Liebesbegegnung zwischen einer Französin und einem Japaner in der Stadt Hiroshima, die dabei nicht nur als Schauplatz und Kulisse dient, sondern in einer furchtbaren Bedeutung in ein differenziertes seelisches Geschehen hineinwirkt. Ein Film von bemerkenswerten psychologischen und künstlerischen Qualitäten.“ (Lexikon des Internationalen Films)

DIF

Di

24.02.09

20.00

Wiesbadener Erstaufführung
Lass uns’n Wunder sein – auf der Suche nach Rio Reiser
D 2008, 90 Min., FSK: bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt
Regie: Stefan Paul
Buch: Gerd C. Möbius, Stefan Paul
Kamera: Ludolph Weyer
Musik: Rio Reiser, Ton Steine Scherben

Lass uns’n Wunder sein – auf der Suche nach Rio Reiser

Auf seiner Suche nach dem Mythos Rio Reiser gräbt Musikfilm-Veteran Stefan Paul (BOB MARLEY, SERA POSIBLE EL SUR: MERCEDES SOSA) nie gezeigte Fotos und vergessene Konzertmitschnitte aus, lässt Mitglieder von „Ton, Steine, Scherben“ und Corny Littman (Texter des legendären Reiser-Songs „Hallo hallo, ist dort die Irrenanstalt“) zu Wort kommen, spricht mit Udo Lindenberg, Achim Reichel, Stefan Kunze, den Scorpions sowie Claudia Roth und Daniel Cohn-Bendit. In Portugal stöbert er schließlich Rio Reisers Alter Ego, den Komponisten und Gitarristen R.P.S. Lanrue auf. Dessen Andeutungen lassen ahnen, wie Rio Reiser wirklich war.

DIF