Mo

5.01.09

18.00

Stummfilm mit Musik
Die Austernprinzessin
Deutschland 1919, 63 Min., FSK: ab 12
Regie: Ernst Lubitsch
Buch: Hanns Kräly, Ernst Lubitsch
Kamera: Theodor Sparkuhl
Mit Ossi Oswalda, Harry Liedtke, Victor Janson, Curt Bois
Live-Musik von und mit Uwe Oberg (Piano)

Die AusternprinzessinMit diesem Film etablierte Ernst Lubitsch seine eigene Form der rasanten Gesellschaftskomödie: Der schwerreiche amerikanische Geschäftsmann Quaker hat sein Vermögen mit Meeresfrüchten verdient und ist deshalb überall als Austernkönig bekannt. Seine temperamentvolle Tochter, die "Austernprinzessin", will unbedingt einen europäischen Adligen ehelichen. So gerät sie an den mittellosen Prinz Nuki, doch der schickt zunächst seinen Diener Josef vor. In der Annahme, einen echten Prinzen vor sich zu haben, heiratet die ungestüme Millionärstochter den Dienstboten bei der erstbesten Gelegenheit. Damit setzt sie eine turbulente Ereigniskette in Gang...
filmportal.de

DIF

Mo

5.01.09

20.00

Best of 2008
Neulich in Belgien
Belgien 2008, 106 Min., DF, ab 6
Regie: Christophe van Rompaey
Buch: Jean-Claude van Rijckeghem, Pat van Beirs
Kamera: Ruben Impens
Musik: Tuur Florizoone
Mit Barbara Sarafian, Jurgen Delnaet, Johan Heldenbergh, Anemone Valcke

Neulich in BelgienEin Unfall mit Blechschaden ist das Letzte, was die 41jährige Matty in ihrem ohnehin schon komplizierten Leben noch gebrauchen kann: Ihr Ehemann bekämpft seine Midlife-Crisis mit einer wesentlich jüngeren Frau, ihre drei Kinder machen gerade die Pubertät durch und ihr Job in der örtlichen Postfiliale ist auch alles andere als erfüllend. Die kleine Beule im LKW des 29jährigen Johnny hat ungeahnte Folgen. Der ungehobelte Trucker entpuppt sich als Charmeur alter Schule und setzt alles daran, Mattys Herz zu erobern. Christophe van Rompaey erzählt in seinem Regiedebüt eine ganz echte Liebesgeschichte und findet dabei genau die richtige Balance zwischen herzerfrischender Komödie und lebensnahem Drama. Der Publikumsliebling der Filmfestivals in Cannes und München begeistert mit pointierten Dialogen, liebenswerten Figuren und einer großartigen Hauptdarstellerin.

DIF

Di

6.01.09

17.30

Best of 2008
Neulich in Belgien
Siehe 05.01.

Di

6.01.09

20.00

goEast präsentiert
Time to Die (PORA UMIERAC)
Polen 2007, 104 Min., OmeU, FSK: ungeprüft
Regie: Dorata Kedzierzawska
Buch: Dorata Kedzierzawska
Kamera: Arthur Reinhart
Musik: Wlodek Pawlik
Mit Danuta Szaflarska, Krzysztof Globisz, Patrycja Swzewczyk, Kamil Bitau

Time to Die (PORA UMIERAC)Aniela ist die Besitzerin einer einst wunderschönen, nun heruntergekommenen Villa. Nach vielen, vielen Jahren erlebt sie endlich, wie ihr größter Traum wahr wird: Endlich wird sie vom letzten der Mitbewohner befreit, die ihr einst von der Kommunistischen Regierung aufgezwungen wurden. Doch dieser heißersehnte Moment entwickelt sich nicht so weiter, wie sie sich es erträumt hat: Ihr einziger Sohn will weder einziehen, noch die dringend notwendige Renovierung in Angriff nehmen. So ist ihr Hund Anielas einziger Gesprächspartner, und sie muss sich nicht nur der Gegenwart, sondern auch der Vergangenheit stellen. Für diese Paraderolle wurde die großartige Danuta Szaflarska, die zum Zeitpunkt der Dreharbeiten bereits 91 Jahre alt war und ihre ganze Erfahrung, Humor und Können ausspielt, mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielt der Film weitere Auszeichnungen, unter anderem die Publikumspreise bei diversen internationalen Filmfestivals.

DIF

Mo

12.01.09

17.30

Neu im DIF
Liebe 47
Deutschland 1949, 111 Min., FSK: ab 16
Regie: Wolfgang Liebeneiner
Buch: Wolfgang Liebeneiner nach dem Theaterstück „Draußen vor der Tür“ von Wolfgang Borchert
Kamera: Franz Weihmayr
Musik: Hans-Martin Majewski
Mit Hilde Krahl, Karl John, Dieter Horn, Helmuth Rudolph, Sylvia Schwarz

Liebe 47Das Deutsche Filminstitut - DIF übernahm im November 2008 für einen umfangreichen Bestand an Kinofilmen aus dem Rechtestock von KirchMedia die Vertriebsrechte. Insgesamt umfasst das Vertriebsmandat rund 3500 in- und ausländische Titel von der Stummfilmzeit bis heute, von mehr als 110 Titeln wurden Kinokopien zudem in das DIF- Verleihprogramm aufgenommen, die nun auch unser Programm in der Caligari FilmBühne bereichern werden – wir werden sowohl bekanntere Perlen des Filmstocks wie auch eher unbekanntere Filmjuwelen daraus in den nächsten Wochen präsentieren, zum Auftakt Wolfgang Liebeneiners Verfilmung des Theaterstücks „Draußen vor der Tür“ von Wolfgang Borchert. Ein aus dem Zweiten Weltkrieg heimkehrender Soldat, der seine Familie verloren hat und von schuldgefühlen und religiösen Zweifeln gepeinigt wird, begegnet einer Frau, die ihrerseits durch ein tragisches Kriegsschicksal vreeinsamt ist. Ein bewegendes Drama.

DIF

Mo

12.01.09

20.00

Fundstücke. Vergessene und übersehene Perlen des Films
La Bête
F 1975, 94 Min., FSK: ab 18
Regie: Walerian Borowczyk
Buch: Walerian Borowczyk
Kamera: Marcel Grignon, Bernard Daillencourt
Musik: Domenico Scarlatti
Mit Sirpa Lane, Lisbeth Hummel, Elisabeth Kaza, Pierre Benedetti

Walerian Borowczyk (1923-2006) war einer der umstrittensten Filmemacher seiner Zeit. Zunächst arbeitete er als Maler und Grafiker, verließ in den 60ern Polen und drehte in Frankreich zunächst Trickfilme, bevor er zum Spielfilm überging. Borowczyk erhielt viele Auszeichnungen, u. a. auf der Berlinale und in Locarno, fand mit seinen radikalen Arbeiten aber auch immer zahlreiche Gegner. Über LA BETA schreibt das Lexikon des internationalen Films: „Eine junge Engländerin muss feststellen, dass ihr Bräutigam, ein französischer Graf, sich in ein Monster verwandelt. Variation des mythischen Märchenstoffs, den Cocteau schon 1946 filmisch bearbeitete (ES WAR EINMAL). Der Exil-Pole Borowczyk bringt jedoch die latente Erotik der Geschichte radikal an die Oberfläche: Ein hintergründiger Horrorfilm, zugleich eine provokative Studie über die nicht bezähmbare Macht animalischer Sexualität, spektakulär und drastisch inszeniert.“

DIF und :Ikonen: - das Kulturmagazin

Di

13.01.09

15.30

Rückblende - Film ab
Sein oder nicht sein
USA 1942, 98 Min., DF, FSK: ab 12
Regie: Ernst Lubitsch
Buch: Edwin Justus Mayer, nach Melchior Lengyel
Kamera: Rudolph Maté
Musik: Werner R. Heymann
Mit Carole Lombard, Jack Benny, Robert Stack, Stanley Ridges

Sein oder nicht seinWarschau im Jahre 1939: Die Menschen drehen sich erschreckt um, als ein Mann mit berühmtem Schnauzbart vor einem Delikatessenladen stehen bleibt – aber es ist nicht der Diktator, sondern nur ein als Hitler verkleideter Schauspieler. Das Warschauer Theater studiert gerade ein Anti-Nazi-Stück ein, doch die polnische Regierung verbietet die Aufführung – man will Hitler nicht provozieren. Dafür kommt wieder „Hamlet“ auf den Spielplan. Jedesmal, wenn Joseph Tura in der Titelrolle zu seinem Monolog „Sein oder Nichtsein“ ansetzt, erhebt sich ein junger Mann in einer der vordersten Reihen und verläßt den Raum, um sich in der Zwischenzeit mit dessen Frau zu treffen. Das Lexikon des internationalen Films schreibt: „Der Komik mit Grauen stilvoll verquickende Film ist eine immer noch nützliche Abrechnung mit dem Führerkult und seinen Begleiterscheinungen. Einer der besten Filme von Ernst Lubitsch, der als ätzende Satire die Schergen des Nationalsozialismus als Schmierendarsteller beschreibt und die Schauspielertruppe als tragikomische Helden ehrt...

DIF und Seniorenbeirat in der Landeshauptstadt Wiesbaden

Di

13.01.09

18.00

Neu im DIF
Alraune
Deutschland 1952, 92 Min., FSK: ab 18
Regie: Arthur Maria Rabenalt
Buch: Kurt Heuser, nach dem gleichnamigen Roman von Hanns Heinz Ewers
Kamera: Friedl Behn-Grund
Musik: Werner R. Heymann
Mit Hildegard Knef, Erich von Stroheim, Karlheinz Böhm, Harry Halm, Harry Meyen, Trude Hesterberg, Julia Koschka

Alraune"Die Übernahme von Verleihkopien und Vertriebsrechten aus dem Rechtestock von KirchMedia trägt dazu bei, Film als bedeutendes Kulturgut zu sichern und öffentlich zugänglich zu machen", sagte Claudia Dillmann, Direktorin des Deutschen Filminstituts, anläßlich der Aufnahme von über 110 Kinokopien in das DIF-Verleihprogramm. Unabhängig von der kommerziellen Verwertbarkeit einzelner Produktionen müsse das deutsche ebenso wie das internationale Filmerbe geschützt und für heutige und künftige Generationen verfügbar gemacht werden. ALRAUNE von Arthur Maria Rabenalt, mit Hildegard Knef, Erich von Stroheim, Karlheinz Böhm u. a., ist dafür ein prominentes Beispiel – eine beeindruckende Verfilmung des phantastisch-erotischen Kolportage, Romans, der bereits 1919 und 1927 auf die Leinwand gebracht wurde: Infolge eines zynischen Experiments, bei dem eine Dirne mit dem Samen eines gehenkten Mörders künstlich befruchtet wird, kommt Alraune auf die Welt – eine betörende Frau von destruktiver Gefühllosigkeit...

DIF

Di

13.01.09

20.00

Best of 2008
Red Road
GB / DK 2006, 114 Min., OmU, FSK: ab 16
Regie: Andrea Arnold
Buch: Andrea Arnold
Kamera: Robbie Ryan
Mit Kate Dickie, Tony Curran, Nathalie Press, Martin Compston, Andrew Armour, Paul Higgins

Red Road In Großbritannien sollen 20 Prozent aller weltweit exisitierenden Überwachungskameras installiert sein. Jackie sitzt in Glasgow im Kontrollraum eines privaten Überwachungsdiensets und beobachtet die Stadt, spioniert den Menschen nach. Eines Tages sieht sie ein bekanntes Gesicht, einen Ex-Häftling... In Cannes wurde Andrea Arnolds Regiedebüt gefeiert und mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet, zahlreiche weitere Preise folgten, u. a. der Hauptpreis des Internationalen Frauenfestivals Köln / Dortmund. Ein fesselnder Thriller, sehr subtil, hoch spannend und atmosphärisch dicht. Ein exzellentes Drama um Verlust und Schuld, Rache und Erlösung.

DIF

Mo

19.01.09

18.00

Homonale-Nachlese
East/West – Sex & Politics
D 2008, 97 Min., Russisch/englisch/deutsche OF mit deutschen Untertiteln, FSK: ungeprüft
R: Jochen Hick
Buch: Jochen Hick
Kamera: Jochen Hick
Musik: Matthias Köninger, Stefan Kuschner

East/West – Sex & Politics16 Jahre nach dem Ende der Sowjetunion befindet sich Russland mit seiner Hauptstadt und Megapolis Moskau auf einer rasanten Fahrt in den Kapitalismus. „Russia is a country of business. We make money!“ - sagt ein bekannter DJ. Dies bedeutet Geld, Schönheit, Prunk, Erdöl und Gas, nicht aber Demokratie und Menschenrechte. Die westliche Perspektive beurteilt den Stand einer Demokratie gern am Umgang einer Bevölkerung mit ihren Minderheiten. EAST/WEST gibt Einblick in das Verhältnis der Moskauer Mehrheitsbevölkerung und ihrer lesbischen, schwulen, bisexuellen und transidenten Bevölkerung 15 Jahre nach Abschaffung des Art. 121, der einvernehmliche homosexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe stellte. Ein Film, der dem privaten russischen Leben sehr nahe kommt.
„Wer bisher vielleicht dachte, filmisch aufbereitete Gender-Fragen sind etwas für urbane Insider mit Filmstudium, liegt völlig falsch. Die Gefährdung ganz grundsätzlicher Rechte für alle ... fällt eben besonders dort ins Auge, wo Schwule, Lesben und Frauen diese Rechte einzufordern wagen. Dass dies mitten in Europa und in direkter Nachbarschaft zur EU mehr als problematisch ist, zeigen Dokumentarfilme wie Jochen Hicks EAST/WEST – SEX & POLITICS...“ (Die Welt)

DIF

Mo

19.01.09

20.00

Homonale-Nachlese / Wiesbadener Geschichte
Von heute an – Anke Schäfer, die Frauenbewegung und die Lesben
D 2007, 70 Min., FSK: ungeprüft
Regie: Ulrike Bez
Kamera: Meike Birck

Ein faszinierender Dokumentarfilm über die 1938 in Berlin geborene Anke Schäfer, die u. a. den Wiesbadener Frauenbuchladen gründete – und als Bücherfrau, Verlegerin und Aktivistin zahlreiche weitere Gruppen, Projekte, feministische Betriebe gründete. Sie brachte die erste deutschsprachige Frauenliteraturkritik auf den Weg ("Virginia") und gestaltete viele Jahre lang den szenebekannten Lesbenkalender. Vorausschauend gab sie, die auf internationalen feministischen Buchmessen agiert, den Anstoß für ein deutschlandweites Netzwerk für ältere Lesben ("Safia e.V."). In Interviews, Zeitdokumenten und Spielszenen würdigt Ulrike Bez in ihrem Film den Lebensweg der 1998 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichneten Anke Schäfer und zeichnet Stationen in der Neuen Frauenbewegung von den späten 60er Jahren bis heute auf unterhaltsame Weise nach. Neben Anke Schäfer kommen Weggefährtinnen und prominente Mitstreiterinnen zu Wort, darunter Carolina Brauckmann, Pionierin des lesbischen Chansons. Sowohl Anke Schäfer wie Regisseurin Ulrike Bez werden zu der Veranstaltung im Caligari anwesend sein!
In Anwesenheit von Anke Schäfer und Regisseurin Ulrike Bez

DIF

Di

20.01.09

18.00

Neu im DIF
John Glückstadt
D 1974, 94 Min., FSK: ab 12
Regie: Ulf Miehe
Buch: Ulf Miehe, Walter Fritzsche, nach der  Novelle „Ein Doppelgänger“ von Theodor Storm
Kamera: Jürgen Jürgens
Musik: Eberhard Schoener
Mit Dieter Laser, Marie-Christine Barrault, Johannes Schaaf, Tilli Breidenbach, Dan von Husen

John GlückstadtUnter den vom Deutschen Filminstitut – DIF übernommenen Filmen von KirchMedia mag dieser zu den unbekannteren zählen, die Vorlage hingegen ist es nicht: Aus Theodor Storms Novelle „Ein Doppelgänger“ entwirft Ulf Miehe in seinem Regiedebüt das Bild einer Kleinstadt-Idyllle um die Mitte des 19. Jahrhunderts – mit all seinen Schattenseiten: soziale Mißstände, Vorurteile u nd den Bürgerhochmut. Diese werden zu einer unüberwindbaren Schranke für einen Strafentlassenen und seine Familie. Resozialisierung und Existenzsicherung werden zu einem aussichtlos scheinendem Kampf. Das Lexikon des internationalen Films urteilt: „Der Film besticht durch Stilsicherheit, Eindringlichkeit und vorzügliche Interpreten.“

DIF

Di

20.01.09

20.00

Hitchcock
Frenzy
GB 1971, 116 Min., DF, FSK: ab 16
Regie: Alfred Hitchcock
Buch: Sergei Bodrov, Arif Aliyev
Kamera: Rogier Stoffers, Sergei Trofimov
Musik: Tuomas Kantelinen
Mit Tadanobu Asano, Sun Hong Lei, Khulan Chuluun, Aliya, Ba Sen

FrenzyAnlässlich der Aufführungen von „39 Stufen“ des Staatstheaters Wiesbaden in der Wartburg und eines Filmwissenschafts-Seminars zu Alfred Hitchcock an der Universität Mainz starten wir eine Hitchcock-Reihe, die sich – ebenso wie die Theater-Aufführungen von „39 Stufen“, zu denen es auf www.staatstheater-wiesbaden.de mehr Informationen gibt – über einige Zeit verteilen wird. Den Auftakt macht in diesem Monat einer der späteren Filme des Meisterregisseurs, ein absolut perfekt inszenierter Thriller mit einigen makaberen Details, in dem Hitchcock seiner Vorliebe für Ironie freien Lauf lässt: Ein angeblicher Frauenmörder befreit sich durch einen Trick aus der Haft, um sich auf die Spur des wirklichen Verbrechers zu heften.

DIF

Mo

26.01.09

18.00

Neu im DIF
Ganovenehre
D 1965/66, 94 Min., FSK: ab 12
Regie: Wolfgang Staudte
Buch: Curth Flatow, Hans Wilhelm, nach einem Thaterstück von Charles Rudolph
Kamera: Friedl Behn-Grund
Musik: Hans-Martin Majewski
Mit Gert Fröbe, Mario Adorf, Curt Bois, Karin Baal, Helen Vita

GanovenehreGert Fröbe, Mario Adorf, Curt Bois, Karin Baal in einem Film von Wolfgang Staudte: Der aus dem Zuchthaus entlassene Geldschrankknacker Artisten-Orje wird durch seine Braut Nelly, eine Prostituierte, in einen Berliner "Sparverein" aufgenommen, hinter dem sich nichts anderes als eine Zuhälter-Organisation verbirgt. Soviel Müßiggang ist Orje nicht gewohnt, und so fällt er den Verführungskünsten von Nellys Chefin Olga zum Opfer. Die Komplikationen folgen auf dem Fuße: Ein „Ehrengericht“ tagt, und Olga und Nelly werden aus dem Verein ausgestoßen. Orje nimmt jedoch Partei für die Damen, und so beschließen die anderen Herren, schleunigst seine Liquidierung in die Wege zu leiten.
filmportal.de

DIF

Mo

26.01.09

20.00

Comic on Screen
American Splendor
USA 2003, 101 Min., OmU, FSK: ab 6
Regie: Shari Springer Berman, Robert Pulcini
Buch: Shari Springer Berman, Robert Pulcini
Kamera: Terry Stacey
Musik: Mark Suozzo
Mit Paul Giamatti, Hope Davis, Harvey Pekar, Joyce Brabner

American SplendorDie dritte Auflage unserer Reihe mit Comicverfilmungen, beginnen wir mit einem Film über einen der bekanntesten Comiczeichner der USA, Harvey Pekar. Dieser arbeitet anfangs als Aktensortierer in der Verwaltung des Krankenhauses von Cleveland, Ohio, sieht sich gerne als Opfer widriger Umstände, und sammelt Platten und Comics. Eines Tages trifft er auf einem Flohmarkt den legendären Robert Crumb („Fritz the Cat“ u. a.). und zeigt diesem seine Strichmännchencomics. Crumb ist begeistert, die Reihe „American Splendor“ mit Pekars Geschichten und Crumbs Illustrationen ist geboren. Doch trotz seines Erfolgs bleibt Pekar ein typischer Anti-Held... Ein formal vielschichtiges Biopic, das dem Genre ganz neue Ideen abgewinnt, läßt den Zuschauer in das exzentrische Universum Pekars eintauchen und verfolgt mit beeindruckender Originalität dessen Lebensweg. Manchmal urkomisch, dann wieder tief bewegend, erlebt man, wie ein sozialer Aussenseiter durch seine Passion für Comics die Liebe findet, zu einer Familie kommt, zum kreativen Künstler wird. Der großartige Film gewann ungefähr 30 internationale Preise, darunter in Cannes sowie die wichtigsten Preise der Kritikerverbände, so wurde er u. a. beim Natinal Society of Film Critics Award der USA als bester Film und für das beste Drehbuch ausgezeichnet. 

DIF

Di

27.01.09

18.00

Neu im DIF
Herzlich Willkommen im Kittchen
GB 1958, 75 Min., DF, FSK: ab 6
Regie: Charles Crichton
Buch: T. E. B. Clarke, Patrick Campbell, Vivienne Knight
Kamera: Ray Sturges
Musik: Humphrey Searle
Mit Michael Redgrave, Robert Morley, Ronald Squire, Elizabeth Sellars, Joan Hickson, Jeremy Burnham

Herzlich Willkommen im KittchenAus internationale Filme sind im vom DIF übernommenen Bestand an Kinofilmen aus dem Rechtestock von KirchMedia zahlreich enthalten, zunächst zeigen wir diese Komödie, über die das „Lexikon des internationalen Films“ urteilte: „...bietet charmante Unterhaltung zum Schmunzeln voll trockenem britischem Humor“. Die einfallsreiche Komödie erzählt die Geschichte eines Gauners, der immer wieder rückfällig wird und dies vor seinem Sohn – einem Juristen – zu verbergen sucht. Als der Sohn zum Hilfsrichter in einem Verfahren ernannt wird, in dem der Vater angeklagt werden soll, werden die Dinge verwickelt...

DIF

Di

27.01.09

20.00

Best of 2008
Die Geschwister Savage
USA 2007, 113 Min., OmU, FSK: ab 12
Regie: Tamara Jenkins
Buch: Tamara Jenkins
Kamera: Mott Hupfel
Musik: Stephen Trask
Mit Laura linney, Philip Seymour Hoffman, Philip Bosco, Peter Friedman

Die Geschwister SavageMit Krankheit, Alter, Sterben setzten sich 2008 viele Filme auseinander, erinnert sei an SCHMETTERLING UND TAUCHERGLOCKE und HANAMI – KIRSCHBLÜTEN. Dabei ging ein Film leider fast ganz unter, der nicht mit spektakulären realen Biographien oder mit exotischen Schauplätzen aufwartet, der ganz tief ins reale Leben hineingeht, und der doch umso mehr fesselt – und dessen sensationelle Schauspielerleistungen durch Laura Linney und Philip Seymour Hoffman umso bedeutender sind, als sie hier „ganz normale Menschen“ spielen – ein Geschwisterpaar, das sich seit Jahren aus den Augen verloren hat und erst anlässlich fortschreitender Gesundheitsprobleme ihres Vaters wieder Gedanken an die „Familie“ (und deren Vergangenheit) aufbringt. Sie suchen ein Pflegeheim, finden einen tristen Kompromiss. Manche Wunden verheilen, andere brechen neu auf. Nicht jede Distanz wird überwunden, aber in der gewonnenen Nähe findet sich Trost für die Zukunft. Dabei gelingt es der Regisseurin ausgezeichnet, das Komische mit dem Tragischen zu verbinden, unangenehme Fragen zum Umgang mit dem Sterben zu stellen, aber auch wichtige Antworten zum Leben zu geben. So sehr der Film von Distanz erzählt, so nahe kommt er seinen Figuren und lässt ganz tiefe Gefühle (und filigranen Humor) zu.

DIF