Mo

5.10.

18.00

Filmwunsch
Spielverderber
D 2008, 89 Min., FSK: ab 0
Regie: Georg Nonnenmacher, Henning Drechsler
Kamera: Henning Drechsler
Musik: Michael Emanuel Bauer, Georg Karger, Peter Holzapfel
Mit Herbert Fandel, Kevin Prösdorf, Oreste Steiner

Spielverderber

Sie werden ausgebuht, angefeindet und attackiert. Von Fans, Spielern, Trainern und Journalisten. Sie stehen im Zentrum der Emotionen und dürfen selbst keine zeigen: Über 80.000 Fußballschiedsrichter gibt es alleine in Deutschland. Drei von ihnen begleitet dieser vielschichtige Film, berichtet über ihr Leben, ihre Tätigkeit und die Motivation, diese verantwortungsvolle, konfliktträchtige Aufgabe zu übernehmen: den 14jährigen Schiri-Anwrter Kevin Prösdorf, den Schweizer Senior-Schiedsrichter Oreste Steiner und den Bundesliga- und Fifa-Referee Herbert Fandel. Die Jury des Hessischen Filmpreis, die SPIELVERDERBER als besten Dokumentarfilm auszeichnete, urteilte: "Die faszinierende Dokumentation ist ein sensibler und humorvoller, ein sehr menschlicher Film, der auch für die wenigen interessant ist, die seltsamerweise dem Fußball nichts abgewinnen können."

DIF

Mo

5.10.

20.00

Fundstücke. Vergessene und übersehene Perlen des Films
Crazies
USA 1973, 103 Min., englische Originalfassung, FSK: ab 18
Regie: George A Romero
Buch: George A Romero
Kamera: S. William Hinzman
Musik: Bruce Roberts
Mit Lane Carroll, W. G. McMillan, Harold Wayne Jones

Crazies

Ein US-Militärflugzeug stürzt ab. An Bord war ein bakteriologischer Kampfstoff, der ins Trinkwasser gerät - und kurz darauf bricht in der nahe gelegenen Kleinstadt eine Seuche aus, die entweder mit dem Tod oder mit dem Verlust des Verstandes endet. Der Versuch der Behörden, die Angelegenheit zu vertuschen, verwandelt die ganze Region mitten in den USA in ein riesiges Schlachtfeld... Nächstes Jahr wird ein Remake von Romeros virtuos inszenierten Horrorfilm in die Kinos kommen - an das Original wird er wohl kaum heran reichen, wurde es doch vom Kultregisseur des Genres in seiner Glanzzeit brillant als Unterhaltung und Warnung gleichzeitig inszeniert.

DIF und :Ikonen: - das Kulturmagazin

Di

6.10.

15.30

Rückblende – Film ab
M - Eine Stadt sucht einen Mörder
D 1931, 108 Min., FSK: ab 16
Regie: Fritz Lang
Buch: Thea von Harbou, Fritz Lang
Kamera: Fritz Arno Wagner
Mit Peter Lorre, Ellen Widmann, Inge Landgut, Gustaf Gründgens, Otto Wernicke

M - Eine Stadt sucht einen Mörder
© Horst von Harbou - Deutsche Kinemathek

M - EINE STADT SUCHT EINEN MÖRDER wurde im Anschluss an einen ähnlichen Kriminalfall und in Anlehnung an die Zeitungsreportage "Der Vampyr von Düsseldorf" gedreht. Der in der Übergangszeit vom Stummfilm zum Tonfilm entstandene Film schildert, wie ein Kindermörder von einer ganzen Stadt und sogar von der Unterwelt gejagt wird. Der düstere gesellschaftskritische Film ist bemerkenswert wegen der Meisterschaft, mit der hier sichtbare Bewegung, Ton und symbolische Details vereint wurden. Thematisch steht im Hintergrund das Problem, welches das gesamte Tonfilmschaffen Langs bestimmt - die Frage der Schuld. Der Film löste in Deutschland eine erbitterte Diskussion um die Todesstrafe aus. Fritz Langs erster Tonfilm wurde 1931 zwar zugelassen, doch für Jugendliche unter 18 Jahre untersagt. Im Juli 1934 wurde er ganz verboten.
1995 wurde der Film dann als wichtigster deutscher Film des 20. Jahrhunderts gewählt.

Ermäßigter Eintritt von 4,50 € für alle

DIF und Seniorenbeirat in der Landeshauptstadt Wiesbaden

Di

6.10.

18.00

Stummfilm mit Musik
Dornröschen
Deutschland 1917, 64 Min, FSK: ab 6
Regie: Paul Leni
Live-Musik von und mit Uwe Oberg (Piano)
Kamera: Rudolf Presber
Mit Harry Liedtke, Mabel Kaul, Käthe Dorsch, Paul Biensfeldt, Victor Janson, Hermann Picha
Live-Musik von und mit Uwe Oberg (Piano)

Dornröschen

Aufwendiger Ausstattungsfilm nach dem bekannten Märchen von der Prinzessin, die nach ihrer Geburt von einer Hexe verflucht wird. An einer Spindel soll sie sich stechen und von immer einschlafen. Eine gute Fee mildert den Fluch jedoch ab. Eine der schönsten Verfilmungen aus dem reichen Märchenvorrat der Brüder Grimm, über das die Berliner Zeitung am 23.12.1917 schrieb:

"Mit stilechten, mittelalterlichen Trachten, romantischen Schauplätzen und Überraschungen aller Art wurde im Unionpalast am Kurfürstendamm ein großer Märchenfilm DORNRÖSCHEN gegeben, für den Paul Leni die Gewänder und Einrichtungen entworfen und Rudolf Presber die Zwischentexte in Form einer gereimten Erzählung des uralten Stoffes geschrieben hat. An Pracht, Stilechtheit, Spiel und Bildstellung ist hier sehr Schönes und Wirkungsvolles geleistet worden. Namentlich die Szenen, in denen der Zauber zu wirken beginnt, die Schlossbewohner in tiefen Schlaf fallen und dann nach der Lösung des Bannes wieder erwachen, sind ungemein reizvoll und von feinem Humor."
 
DIF

Di

6.10.

20.00

goEast präsentiert
Der Dorflehrer
Tschechische Republik / Deutschland / Frankreich 2008, 110 Min., tschechische Originalfassung mit deutschen Untertiteln, FSK: ab 12
Regie: Bohdan Sláma
Buch: Bohdan Sláma
Kamera: Divis Marek
Musik: Vladimir Godár
Mit: Pavel Liska, Zuzana Bydzovska, Ladislav Sedivy, Marek Daniel

Der Dorflehrer

Der junge Petr kehrt der Großstadt den Rücken, um auf dem Land eine Stelle als Dorflehrer anzunehmen. Im idyllisch gelegenen Dorf lernt er Marie kennen, die zusammen mit ihrem Sohn einen Bauernhof bewirtschaftet. In den sonnenüberfluteten Feldern Böhmens entwickelt sich eine tiefe Freundschaft zwischen ihnen. Sie akzeptieren einander mit all ihren Zweifeln, Hoffnungen und ihrer Sehnsucht nach Liebe. Doch während Marie sich von dieser Freundschaft bald mehr erhofft, reagiert der Lehrer zurückhaltend. Seinen Schülern lehrt Petr, nur wer die Natur versteht, könne auch sich selbst verstehen. Bohdan Sláma gelang eine wunderschön gefilmte, beeindruckend gespielte und tief bewegende Geschichte über zwei Menschen, die sich innig nach Liebe sehnen und doch nicht zusammen kommen können. DER DORFLEHRER ist fesselndes Kino über Verlangen, Verantwortung und Vergebung. In grandiosen Bildern fängt der international renommierte Regisseur Bohdan Sláma zwei verletzliche, melancholische Charaktere und die warmherzige Geschichte ihrer romantischen Freundschaft ein. Ausgezeichnet mit dem Publikumspreis beim Festival des osteuropäischen Films Cottbus 2008, für die beste Darstellerin und das beste Drehbuch beim tschechischen Filmpreis sowie weitere Preise.

DIF

Mo

19.10.

17.30

Culture Clash
Angst essen Seele auf
D 1973, 93 Min., FSK: ab 12
Regie: Rainer Werner Fassbinder
Buch: Rainer Werner Fassbinder
Kamera: Jürgen Jürges
Mit: Brigitte Mira, El Hedi, Ben Salem, Barbara Valentin, Marquard Bohm

Angst essen Seele auf

Das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen wird heutzutage oft als Komödie auf die Kinoleinwand gebracht, die "Culture Clash Komödie" ist fast schon ein eigenen Genre, eine der ersten deutschen war etwa KEBAB CONNECTION. Regisseure wie Fatih Akin drehen aber auch in der Gegenwart ernsthafte Dramen zum Thema. Geht man in der deutschen Filmgeschichte etwas zurück, so stammt ein Meisterwerk hierzu von Rainer Werner Fassbinder: Sein Film über die Beziehung einer Witwe und einem 20 Jahre jüngeren marokkanischen Gastarbeiter, die sich an ihrer Einsamkeit und gesellschaftlichen Isolierung entzündet und ihre wahre Belastungsprobe erst erlebt, als sie vom Umfeld anscheinend akzeptiert wird und in Form einer bürgerlichen Ehe institutionalisiert werden soll, ist ein brillantes Melodram über die Mißachtung von Minderheiten und die Mechanismen sozialer Unterdrückung. Einer der Fassbinder-Filme, die ein großes Publikum gesucht und gefunden haben, dabei aber nichts an kritischer Schärfe verloren hat.

DIF

Mo

19.10.

20.00

Neues Deutsches Kino - Culture Clash
Salami Aleikum
D 2008, 106 Min., FSK: ab 0
Regie: Ali Samadi Ahadi
Buch: Ali Samadi Ahadi, Arne Nolting
Kamera: Bernhard Jasper
Musik: Ali N. Askin
Mit: Navid Akhavan, Anna Böger, Wolfgang Stumph, Michael Niavarani

Salami Aleikum

Ein strickender Metzgersohn trifft auf eine früher gedopte Ex-Kugelstoßerin. Er ist Deutsch-Iraner, kann kein Blut sehen und hat es schwer bei seiner Familie. Bis er sich aufmacht, die elterliche Metzgerei in Köln zu retten und bei der Suche nach Hilfe in der tiefen ostdeutschen Provinz landet. Dort bekommt er in der Dorfkneipe nichts zu essen, trifft aber die Frau seines Lebens - eine Vegetarierin. Um bei ihr nicht gleich verspielt zu haben, gibt er sich als Textilhändler aus. Und nun erwartet das ganze Dorf, dass er für den finanziellen Aufschwung sorgt. Eine äußerst vergnügliche Komödie, die nicht nur mit viel Witz und Einfällen unterhält, sondern die sich keine stilistischen Grenzen setzt: Ob Animations- oder orientalische Musik- und Tanzeinlage, ob Klamauk, Dialogwitz oder Slapstick, ob Anlehnungen an Bollywood oder sozialistische Propagandafilme: in diesem Film muss man immer auf eine Überraschung gefasst sein. Wir wünschen viel Vergnügen!

DIF

Di

20.10.

17.30

Neues Deutsches Kino - Culture Clash
Salami Aleikum
Siehe 19.10.

Di

20.10.

20.00

Neues Deutsches Kino - Culture Clash
Salami Aleikum
Siehe 19.10.

Mo

26.10.

17.30

Neues Deutsches Kino - Culture Clash
Maria, ihm schmeckts nicht
D / I 2009, 92 Min., FSK: ab 0
Regie: Neele Leana Vollmar
Buch: Daniel Speck, Jan Weiler
Kamera: Torsten Breuer
Musik: Niki Reiser
Mit: Lino Banfi, Christian Ulmen, Mina Tander, Sergio Rubini, Maren Kroymann

Maria, ihm schmeckts nicht

Seit ihrem brillanten Kurzfilm MEINE ELTERN haben wir im Caligari auch alle Langfilme von Neele Leana Vollmar gezeigt (URLAUB VOM LEBEN und FRIEDLICHE ZEITEN) - die Regisseurin ist eine der vielversprechendsten deutschen Filmemacherinnen. Mit ihrer Bestsellerverfilmung von Jan Weilers MARIA, IHM SCHMECKT´S NICHT! hat sie nun erstmals auch einen großen Publikumserfolg - völlig zu recht, denn an dieser herzerfrischenden Culture-Clash-Komödie stimmt einfach alles. Die Geschichte ist schnell erzählt: Jan (großartig: Christian Ulmen) möchte die Deutsch-Italienerin Sara heiraten. Geplant ist das ganze völlig unspektakulär, rein standesamtlich. Doch da spielt der Schwiegervater nicht mit - er besteht auf einer Hochzeit in Süditalien. Und dort wird Jan mit südländischem Temperament, apulischer Küche, weichen Betten und harter Bürokratie konfrontiert... Eine turbulente Komödie, die Jan Weilers herrlich komische Anekdoten über seine italienische Verwandtschaft genussvoll umsetzt und dem Zuschauer Kinounterhaltung vom feinsten bietet!

DIF

Mo

26.10.

20.00

Neues Deutsches Kino - Culture Clash
Maria, ihm schmeckts nicht
Siehe 26.10.

Di

27.10.

18.00

Aktionstag der Kommunalen Kinos
Hände hoch oder ich schieße
DDR 1966, 78 Min., FSK: ab 0
Regie: Hans-Joachim Kasprzik
Buch: Rudi Strahl, Hans-Joachim Kasprzik
Kamera: Lothar Gerber
Musik: Günter Hauk
Mit Rolf Herricht, Evelyn Cron, Zdenek Stepánek, Herbert Köfer

Hände hoch oder ich schieße

Die DEFA-Produktion HÄNDE HOCH ODER ICH SCHIESSE ist der letzte Baustein zur DEFA-Verbotsgeschichte 1965/66: ein heiteres Intermezzo, das ursprünglich zwischen den ungleich schwergewichtigeren Filmen DAS KANINCHEN BIN ICH und SPUR DER STEINE nach der Wende uraufgeführt werden sollte. Erst 2008 konnte die DEFA-Stiftung gemeinsam mit dem Bundesarchiv-Filmarchiv die überlieferten Negativ- und Positivmaterialien sichern und eine Kinofassung auf der Grundlage des Drehbuchs anfertigen. In der Gangsterkomödie verzweifelt Holms, ein hoch motivierter Volkspolizist, gespielt vom DEFA-Komödianten Rolf Herricht, an seinem verbrecherlosen idyllischen Dorf namens Wolkenheim, das von allen Städten der DDR die niedrigste Kriminalitätsrate hat. Während er seine Depression von einem Psychiater behandeln lässt, versucht sein guter Freund und Ex-Ganove Pinkas mit anderen Mitteln dem gelangweilten Kriminalinspektor zu helfen. Gemeinsam mit seinen Gaunerfreunden täuscht er einen Raub des wertvollen Denkmals vom Marktplatz vor und verschafft Holms endlich den Fall seines Lebens und eine turbulente Verfolgungsjagd...

DIF

Di

27.10.

20.00

Neues Deutsches Kino - Culture Clash
Maria, ihm schmeckts nicht
Siehe 26.10.

       
      Download "Programm Oktober 2009" (PDF, 44 KB)