Mo

6.12.

17.30

Die besten Filme des Jahres 2010
Troubled Water
Norwegen 2008, 121 Min., DF, FSK: ab 12
Regie: Erik Poppe
Buch: Harald Rosenlow-Eeg
Kamera: John Christian Rosenlund
Musik: Johan Söderqvist
Mit Pål Sverre Valheim Hagen, Ellen Dorrit Petersen, Trine Dyrholm

Troubled Water

Zu diesem atemberaubenden Seelendrama um Vergeltung, Hoffnung, Schuld und Sühne, das mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde, gibt es unzählige euphorische Pressestimmen, die an dieser Stelle den Rahmen sprengen würden, man weiß gar nicht, welche davon man zitieren soll – der Film sei eine Offenbarung, ein Meisterwerk, „benommen liegt man in seinem Kinosessel“, auch Filmschaffende wie Michael Moore und Alec Baldwin sprechen von einem der besten Filme, die sie je gesehen haben, und kaum ein anderer Film dieses Jahres hat so sehr das Recht, unsere Reihe der Kinohöhepunkte 2010 zu eröffnen: Vor acht Jahren soll Thomas als Halbwüchsiger den Tod eines Kindes verschuldet haben. Jetzt, nach Verbüßung seiner Strafe, spielt er unter neuem Namen aufwühlend Orgel in einer Kirche und verliebt sich in die Pastorin Anna. Tatsächlich bahnt sich ein geregeltes Leben nach dem Gefängnis an – bis ihn durch Zufall Agnes, die Mutter des damals gestorbenen Kindes, entdeckt. Ein großes, emotional packendes Drama, intelligent in Szene gesetzt und mit hervorragenden Darstellern!

DIF

Mo

6.12.

20.00

Fundstücke. Vergessene und übersehene Perlen des Films
In memoriam Arthur Penn
Die heiße Spur
USA 1975, 99 Min., DF, FSK: ab 18
Regie: Arthur Penn
Buch: Alan Sharp
Kamera: Bruce Surtees
Musik: Michael Small
Mit Gene Hackman, Susan Clark, Jennifer Warren, Melanie Griffith, John Crawford, James Woods

Die heiße Spur

Am 28. September verstarb Arthur Hiller Penn im Alter von 88 Jahren. Wenn man zurückblickt auf Werke wie DUELL AM MISSOURI, BONNIE UND CLYDE, LITTLE BIG MAN, ALICE´S RESTAURANT, kann man kaum verstehen, dass es der Regisseur, der heute als Schlüsselfigur des New Hollywood gilt, nicht immer leicht hatte in seiner Karriere. Einige seiner bekannten Filmtitel werden diesen Monat im Murnau-Filmtheater noch einmal gezeigt (siehe www.murnau-stiftung.de), wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, einen seine eher übersehenen Perlen der Filmgeschichte als Filmkopie für das Caligari zu bekommen, in dem Gene Hackman als Privatdetektiv Harry Moseby auf der Suche nach der entlaufenen Tochter einer Schauspielerin ist. Das Lexikon des internationalen Films urteilt: „Eine äußerst reizvolle Neubelebung klassischer Detektivfilme der 40er Jahre, akzentuiert durch Kommentare zur (damaligen) amerikanischen Gegenwart, die sich zu einem subtilen Psychogramm des Landes verdichten.“

DIF und :Ikonen: - das Kulturmagazin

Di

7.12.

18.00

100. Geburtstag Kurt Hoffmann
Taxi Kitty
Deutschland 1950, 87 Min., FSK: ab 12
Regie: Kurt Hoffmann
Buch: Kurt E. Walter, Jo Hanns Rösler, Kurt Werner
Kamera: Albert Benitz
Musik: Franz Grothe
Mit Hannelore Schroth, Carl Raddatz, Fita Benkhoff, Karl Schönböck, Clown Nuk, Inge Meysel

Taxi Kitty

Die Fortführung unserer Reihe zu einem der bedeutendsten deutschen Regisseure, der im November 100 Jahre alt geworden wäre. Wie kein anderer verstand er es, stimmungsvolle Unterhaltungsfilme für das große Publikum zu drehen, ohne je seicht zu werden. Seine Filme waren stets geschmackvoll  und besaßen bei aller komödiantischen Leichtigkeit immer eine ernste Note. Seine größten Erfolge feierte er in den 50ern mit Filmen wie DAS FLIEGENDE KLASSENZIMMER, ICH DENKE OFT AN PIROSCHKA, DREI MÄNNER IM SCHNEE, DAS WIRTSHAUS IM SPESSART und WIR WUNDERKINDER, den wir im November zeigten. Die Reihe wird fortgeführt mit dem selten gezeigten musikalischen Lustspiel TAXI-KITTY, mit dem sich Kurt Hoffmann Anfang der 50er nach einigen anderen Filmen wieder der leichten Kinounterhaltung widmete. "Taxi-Kitty", das ist Kitty Grille, die ihre Miete nicht mehr zahlen kann und nun versucht, bei der Variete-Agentur Molander unterzukommen. Ein Taxi-Fahrer will ihr dabei helfen, die Künstler-Karriere in Gang zu bringen. Und sowohl Molander wie auch der Taxi-Fahrer sind auch bald nicht nur an Kittys Karriere interessiert …
 
DIF

Di

7.12.

20.00

Die besten Filme des Jahres 2010
Troubled Water
Siehe 06.12.

Mo

13.12.

18.00

In memoriam Oswalt Kolle
Oswalt Kolle: Zum Beispiel Ehebruch
BRD 1969, 93 Min., FSK: ab 18
Regie: Alexis Neve
Buch: Oswalt Kolle
Kamera: Werner M. Lenz
Musik: Heinz Kiessling
Mit Heidrun Kussin, Kathrin Kretschmar, Bert Hochschwarzer, Anne-Marie Lebeau

Oswalt Kolle: Zum Beispiel Ehebruch
 
Er begann seine (journalistische) Karriere bei der Frankfurter Neuen Presse, schrieb u. a. für die Quick über Aufklärung, und nach Buchveröffentlichungen lag es auf der Hand, sein Thema auch in Filme umzusetzen: Oswalt Kolle, geboren am 2.10.1928 in Kiel, gestorben am 24.9. dieses Jahres in Amsterdam, war mit seinen Aufklärungfilmen, die Ende der 60er, Anfang der 70er entstanden, ungemein erfolgreich (und ungemein angefeindet). Ob nun DEIN MANN – DAS UNBEKANNTE WESEN, DAS WUNDER DER LIEBE, LIEBE ALS GESELLSCHAFTSSPIEL: von der Kritik verrissen, strömten weltweit die Zuschauer seine Filme, insgesamt über 100 Millionen. Auch bei seinem vierten Aufklärungsfilm kam der katholische Filmdienst zum Urteil „Wir raten ab!“ – denn Scheinpsychologe Kolle versuche mit Hilfe eines pseudowissenschaftlichen Selbstinterviews an zwei spielfilmhaft konstruierten Beispielen glaubhaft zu machen, dass eheliche Treue eine Überforderung bedeute. Der romantisierend-verkitschte Aufklärungsfilm erhebe den Anspruch, Lebenshilfe anzubieten und zeige seine innere Verlogenheit in der sträflichen psychologischen Simplifizierung und im krassen Widerspruch zwischen Kommentar und Bild. Ob dem so ist, oder ob es doch berechtigt war, dass so unzählige Menschen auch in diesen Film strömten, davon möge sich jede/r selbst ein Bild machen!

DIF

Mo

13.12.

20.00

Die besten Filme des Jahres 2010
Gordos – Die Gewichtigen
Spanien 2009, 110 Min., OmU, FSK: ab 12
Regie: Daniel Sánchez Arévalo
Buch: Daniel Sánchez Arévalo
Kamera: Juan Carlos Gómez
Musik: Pascal Gaigne
Mit Antonio de la Torre, Roberto Enríquez, Verónica Sánchez, Raúl Arévalo

Gordos – Die Gewichtigen

Daniel Sánchez Arévalo wird nicht ungerechtfertigt als der neue Pedro Almodovar gehandelt: wurde sein erster Film DUNKELBLAUFASTSCHWARZ noch als Versprechen angesehen, das es mit den nachfolgenden Filmen einzulösen gelte, so ist ihm nun mit GORDOS ein Meisterwerk gelungen, das keinen Vergleich mit den Werken Almodovars fürchten muss: hier fließen ebenso exzellent wie in Almodovars Melodramen urkomische und höchst dramatische Momente ineinander, hier verknüpfen sich die Schicksale und Geschichten verschiedener Menschen in einem kunstvollen Netzwerk zu einem beeindruckenden Ganzen. In einer Selbsthilfegruppe treffen sich Übergewichtige, um einen Weg zu finden, ihre Pfunde wieder los zu werden. Und nach und nach zeigt es sich, dass die unterschiedlichsten Gefühle, Ängste, Trauer, Wut oder Einsamkeit, die eigentliche Ursache über das übermäßige Essen sind. Ganz großes Kino!

DIF

Di

14.12.

15.30

Rückblende – Film ab
Das doppelte Lottchen
D 1950, 105 Min., FSK: ab 0
Regie: Josef von Baky
Buch: Erich Kästner, nach seinem Roman
Kamera: Franz Weihmayr, Walter Riml
Musik: Alois Melichar
Mit Jutta Günther, Isa Günther, Antje Weisgerber, Peter Mosbacher, Liesl Karlstadt

Das doppelte Lottchen

Unzählige Versionen von Kästners Geschichte der Zwillingsschwester, die sich nicht kennen und nichts voneinander wissen, da sich die Eltern bald nach ihrer Geburt getrennt haben, wurden schon auf die Leinwand gebracht – unter dem Originaltitel (zuletzt ein Animationsfilm) ebenso wie unter anderen Titeln, werkgetreu und in recht freien Adaptionen. Immer treffen sich die beiden in den Ferien, und irgendwie entdecken sie, wer sie sind und vertauschen die Rollen. So gut gelungen wie diese Umsetzung, für die Erich Kästner nicht nur das Drehbuch schrieb, sondern in der er auch noch als Stimme aus dem Off die Handlung kommentiert, ist das allerdings selten: zeitlose Unterhaltung für Erwachsene ebenso wie für Kinder.

Ermäßigter Eintritt von 4,50 € für alle

DIF und Seniorenbeirat in der Landeshauptstadt Wiesbaden

Di

14.12.

17.30

Die besten Filme des Jahres 2010
Gordos – Die Gewichtigen
Siehe 13.12.

Di

14.12.

20.00

GOEAST PRÄSENTIERT
Free Floating  (Svobodnoe plavanie)
Russland 2006, 101 min, OmU
Regie: Boris Khlebnikov
Buch: Alexander Rodionov
Kamera: Shandor Berkeshi
Musik: Toto Cutugno
Mit Alexander Yatsenko, Evgeniy Sitiy, Petr Zaychenko, Daria Ekamasova

Free Floating (Svobodnoe plavanie)

Der 20-jährige Lyona wohnt in einer kleinen Provinz an der Wolga. Wie in vielen anderen russischen Städten gibt es hier nur einen Kindergarten, eine Schule und eine Fabrik. Bisher haben daher immer die Umstände entschieden, was Lyona mit seinem Leben anfangen soll. Als er jedoch beginnt in der Fabrik zu arbeiten, wird sie nach kurzer Zeit bereits geschlossen. Zum ersten Mal in seinem Leben muss er selbst über seine Zukunft nachdenken. Nachdem er es mit einigen kleineren Jobs versucht hat, trifft Lyona auf Roslov. Roslov ist nicht nur der Chef einer Brigade von Straßenarbeitern, sondern darüber hinaus eine ungewöhnliche und charmante Persönlichkeit. Lyona ist beeindruckt und fängt an, für ihn zu arbeiten. Kurz darauf trifft Lyona auf eine alte Klassenkameradin, die Khryusha – „Schweinchen“ – genannt wird. Die beiden verlieben sich. Leider stellt sich schließlich aber heraus, dass Roslov in illegale Geschäfte verstrickt ist. Und wie dauerhaft ist die Liebe zwischen ihm und Khryusha?
Boris Khlebnikov greift in seinem Drama den konkreten Lebens-Alltag in der russischen Provinz auf und durchsetzt seinen Film dabei immer wieder mit leisem Humor. Sein zweiter Spielfilm FREE FLOATING wurde auf dem Filmfestival in Venedig präsentiert und mit zahlreichen Preisen auf weiteren Festivals ausgezeichnet.

Mo

20.12.

18.00

100. Geburtstag Kurt Hoffmann
Der Fall Rabanser
D 1950, 80 Min., FSK: ab 12
R: Kurt Hoffmann
Buch: Curt Johannes Braun, Kurt Werner, nach einer Vorlage von Sepp Pascher Walther
Kamera: Albert Benitz
Mit Hans Söhnker, Paul Dahlke, Carola Höhn

Der Fall Rabanser

Zum Abschluß unserer kleinen Reihe in Erinnerung an den großen deutschen Regisseur Kurt Hoffmann nochmals einer seiner unbekannteren Filme, ein Krimi von 1950. Der Redakteur Peter Rabanser will durch einen Tatsachenbericht beweisen, wie leicht es ist, einen Geldraub durchzuführen. Er freundet sich mit den beiden Kassenboten an und lockt sie schließlich in sein Atelier. Anschließend zeigt er sich selbst bei der Polizei an - doch ein unvorhergesehener Doppelmord geschieht und wirft Rätsel auf.

DIF

Mo

20.12.

20.00

Die besten Filme des Jahres 2010
Up In The Air
USA 2009, 110 Min., DF, FSK: ab 0
Regie: Jason Reitman
Buch: Jason Reitman, Sheldon Turner nach dem Roman von Walter Kim
Kamera: Eric Steelberg
Musik: Rolfe Kent
Mit George Clooney, Vera Farmiga, Anna Kendrick, Jason Bateman, Amy Morton

Up In The Air

George Clooney hatte 2010 ein großartiges Jahr in den deutschen Kinos: mit UP IN THE AIR, THE AMERICAN und MÄNNER, DIE AUF ZIEGEN STARREN starteten drei Filme, die alle zum besten zählen, was George Clooney bislang drehte, und insbesondere auch MÄNNER, DIE AUF ZIEGEN STARREN hätte ebenso gut in unserer Reihe der besten Filme von 2010 laufen können. Wir haben uns dann doch für Jason Reitmans (THANK YOU FOR SMOKING, JUNO) dritten Film entschieden, der in der Tat – wie es die Eigenwerbung des Filmverleihs so schön behauptet – schon jetzt ein moderner Klassiker ist: die Geschichte vom Vielflieger Ryan Bingham, dessen Job es ist, anstelle von Chefs, die das selbst nicht schaffen, Mitarbeitern von Firmen mitzuteilen, dass sie entlassen sind, und der die sagenumwobene 10-Millionen -Schallmauer an Flugmeilen brechen will, ist intelligentes, elegantes, großartig inszeniertes Kino in der Tradition der Filme von Capra. Eine ebenso bissige wie charmante Komödie, ein modernes Märchen eines Mannes, dessen Leben auf einmal in Frage gestellt wird, die sich ebenso perfekt in die aktuelle Zeit einpasst wie Capras Filme einst – und die ebenso zeitlos sein wird.

DIF

Di

21.12.

17.30

Die besten Filme des Jahres 2010
Up In The Air
Siehe 20.12.

Di

21.12.

20.00

Die besten Filme des Jahres 2010
Five Minutes of Heaven
GB / Irland 2009, 89 Min., OmU, FSK: ab 12
Regie: Oliver Hirschbiegel
Buch: Guy Hibbert
Kamera: Ruairi O´Brien
Musik: Leo Abrahams, David Holmes
Mit Liam Neeson, James Nesbitt, Anamaria Marcina, Niamh Cusack

Five Minutes of Heaven

In Lurgan, Nordirland, tritt 1975 der 16jährige Alistair Little dem Kampf der protestantischen Ulsver Volunteer Force gegen die katholische IRA bei, und als er den Auftrag bekommt, einen Katholiken als Warnung an die Gegenseite zu töten, zögert er keine Sekunde. Und so muss der 11jährige Joe mit ansehen, wie sein großer Bruder hingerichtet wird. 30 Jahre nach der Tat treffen die beiden vor laufender TV-Kamera aufeinander. Der geläuterte Mörder will die Gelegenheit nutzen, vor politischem Fanatismus zu warnen, sein Gegenüber hat eine Waffe dabei. Oliver Hirschbiegel kehrt wieder zur Qualität seines furiosen Debüts DAS EXPERIMENT zurück (nachdem er zwischenzeitlich u. a. DER UNTERGANG drehte). FIVE MINUTES OF HEAVEN ist ein intelligent inszenierter, hoch spannender Thriller, das nicht zuletzt aufgrund der zwei grandiosen Darsteller nicht zum gängigen Rache-Thriller verkommt, sondern ein faszinierendes Psychogramm der Kontrahenten entwirft.

DIF

Mo

27.12.

18.00

Die besten Filme des Jahres 2010
vincent will meer
D 2010, 96 Min., FSK: ab 6, FBW: besonders wertvoll
Regie: Ralf Huettner
Buch: Florian David Fitz
Kamera: Andreas Berger
Musik: Stevie B-Zet, Ralf Hildenbeutel
Mit Florian David Fitz, Karoline Herfurth, Johannes Allmayer, Heino Ferch, Katharina Müller-Elmau

vincent will meer

Sein Gesicht fängt plötzlich an zu zucken, er schneidet Grimassen, stößt seltsame Laute und obszöne Flüche aus. Vincent leidet unter dem Tourette-Syndrom, er hat „einen Clown im Kopf, der ihm ständig zwischen die Synapsen scheißt“. Als seine Mutter stirbt, bringt ihn sein Vater inst Heim. Doch Vincent will mehr. Er haut ab, zusammen mit der magersüchtigen Marie (die ihn zur Flucht überredet hat) und dem Zwangsneurotiker Alexander (der die Flucht verpetzen wollte und deshalb unfreiwillig mitkommen musste), in einem geklauten Auto. Vincent will nach Italien ans Meer … In der ersten Woche 53000 Zuschauer, in der zweiten Woche das doppelte, und auch in den folgenden Wochen jeweils 100000 weitere Zuschauer: VINCENT WILL MEER war einer der wenigen Erfolgsfilme des Kinojahres 2010, der nicht zu Beginn die Zuschauermassen angezogen hat und dann stark nachgelassen hat, sondern der aufgrund von unheimlich guter Mundpropaganda sogar zulegen konnte und dann kontinuierlich gut lief. Darum auch im Caligari zum zweiten Mal: Ein rasantes Roadmovie über drei skurrile Außenseiter, das die Ticks seiner Figuren ernst nimmt und doch mit bemerkenswerter Leichtigkeit erzählt. Was auch an den hervorragenden Darstellern liegt, die sich ihren Rollen mit spielerischer Souveränität nähern. Ein wunderbarer Film, der sowohl als originelle, sehr lakonische Komödie funktioniert wie auch auf der Gefühlsebene unglaublich gut wirkt und fesselt.

DIF

Mo

27.12.

20.00

Filmwunsch
Willkommen bei den Sch´tís
F 2008, 100 Min., DF, FSK: ab 6
Regie: Dany Boon
Buch: Dany Boon, Alexandre Charlot, Franck Magnier
Kamera: Pierre Aim
Musik: Philippe Rombi
Mit: Kad Merad, Dany Boon, Zoé Félix, Lorenzo Ausilia-Foret, Anne Marivin

Willkommen bei den Sch´tís

Der Film, der 2009 auch im Caligari immer wieder Besucherscharen anlockte, wurde so oft von unserem Publikum nochmals gewünscht, dass wir Ihnen nun zwischen den Jahren diesen Wunsch erfüllen: Der erfolgreichste französische Film aller Zeiten, der es mit weit über 20 Millionen Kinobesuchern in Frankreich geschafft hat, TITANIC von Platz 1 der All-Time-Charts zu stoßen, und den man einfach in einem großen Kino zusammen mit vielen anderen Leuten bei in der Regel großartiger Stimmung sehen muss. Denn die Komödie über einen Postdirektor, der unfreiwillig aus der Provence ganz in den Norden Frankreichs an die Grenze Belgiens versetzt wird, ist urkomisch. Die dortigen Bewohner werden die „Ch’tis“ genannt und haben in etwa den Status wie in Deutschland die Ostfriesen – in Restfrankreich werden jede Menge Witze über sie gerissen. Der Film jedoch macht seine Witze nicht über, sondern mit den „Ch’tis“. Die deutsche Synchronfassung ist ebenso wie der Film selbst ein Meisterwerk, so dass nicht nur die großartige Situationskomik, sondern auch der Dialogwitz perfekt übertragen wird. Wir wünschen viel Vergnügen bei einer genialen Komödie!

DIF

Di

28.12.

18.00

Filmwunsch
Willkommen bei den Sch´tís
Siehe 27.12.

Di

28.12.

20.00

Die besten Filme des Jahres 2010
vincent will meer
Siehe 27.12.

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