Di

1.06.

17.30

Neu im DIF
Kleine Fluchten
CH/F 1979, 131 Min., OmU, FSK: ab 16
Regie: Yves Yersin
Buch: Yves Yersin, Claude Muret
Kamera: Robert Alazraki
Musik: Léon Francioli, Guillermo Villegas
Mit Michel Robin, Fabienne Barraud, Fred Personne, Dore de Rosa

Kleine Fluchten

In diesem  Programm präsentieren wir wieder einige Filme, von denen das Deutsche Filminstitut – DIF seit diesem Jahr 35mm Kinokopien in seinem Filmarchiv in Wiesbaden hat, und die wir auch für Kinoveranstaltungen verleihen, darunter einige wunderbare Filmperlen, die wir von Prokino erhalten haben. Den Auftakt macht ein wunderschöner, poetischer und sehr heiterer Film über eine Selbstbefreiung: Auf einem Bauernhof mit traditionellen Hierarchien, in dem die Zeit stillgestanden zu haben scheint, kauft sich der Knecht mit seiner Altersrente ein Mofa. Diese Anschaffung verändert sein Leben, er unternimmt Entdeckungsfahrten und lernt neue Leute kennen. Durch und durch originell, absolut liebenswert und glaubhaft: KLEINE FLUCHTEN ist ein wunderbares Kinoerlebnis!

DIF

Di

1.06.

20.00

80. Geburtstag Clint Eastwood
Gran Torino
USA 2008, 116 Min., OmU, FSK: ab 12
Regie: Clint Eastwood
Buch: Nick Schenk
Kamera: Tom Stern
Musik: Kyle Eastwood, Michael Stevens
Mit Clint Eastwood, Bee Vang, Ahney Her, Christopher Carley

Gran Torino

In der Rolle des Rentners, der nach Jahren in der Autofabrik mit seinem Leben und seiner Umwelt nichts mehr anfangen kann und Vorurteile gegenüber den asiatischen Nachbarn hat, greift Eastwood Stereotypen aus seiner DIRTY HARRY Zeit auf und arbeitet sie zu einem seiner besten Filme seit langem um - ganz großes Schauspielerkino mit ganz großen Emotionen! Der Film wurde mit dem Liliput für die beste Untertitelung 2009 ausgezeichnet. Die Begründung der Jury: „Die Untertitelung von GRAN TORINO zeugt von einem tiefen Verständnis des Stoffes. Es gelingt der Untertitelung die verschiedenen Sprachen - Englisch und die Sprache der asiatischen Einwanderer, der Hmong - sowie das Aufeinandertreffen dieser beiden Sprachebenen für den Zuschauer jederzeit verständlich abzubilden und in Momenten der Verständnislosigkeit innezuhalten. ... GRAN TORINO ist ein herausragendes Beispiel für eine gute, aber dennoch kompakte Untertitelung, die dem Betrachter genügend Raum für die Visualität des Filmes lässt.“

DIF

Mo

7.06.

17.30

In memoriam Werner Schroeter
Der Tag der Idioten
BRD 1981, 110 Min., FSK: ab 18
Regie: Werner Schroeter
Buch: Dana Horaková, Werner Schroeter
Kamera: Ivan Slapeta
Musik: Peer Raben
Mit Carole Bouquet, Ida di Benedetto, Ingrid Caven, Christine Kaufmann, Magdalena Montezuma

Der Tag der Idioten

Eine junge Frau provoziert ihre Einweisung in eine Nervenheilanstalt, um der eigenen Verstörung in einer vermeintlich „normalen“ Alltagswelt zu entkommen. Die Begegnung mit den Insassen einer Frauenstation und mit den makabren Ritualen der psychiatrischen „Resozialisierung“ festigt die Gewissheit, dass sich die Formen des Wahnsinns innerhalb und außerhalb der Anstaltsmauern nur graduell unterscheiden. Werner Schroeter verlässt bewusst die Ebene der realistischen oder sozialkritischen Studie und zeigt in opernhaft stilisierten Bild- und Figurenarrangements die Bruchstellen zwischen Utopie und Wirklichkeit, Selbstbestimmung und Anpassung.

DIF

Mo

7.06.

20.00

Neu im DIF
Station Agent
USA 2003, 90 Min., OmU, FSK: o. A.
Regie: Thomas McCarthy
Buch: Thomas McCarthy
Kamera: Oliver Bokelberg
Musik: Stephen Trask
Mit Peter Dinklage, Patricia Clarkson, Bobby Cannavale, Michelle Williams

Station Agent

Einer der schönsten Filme der letzten 10 Jahre endlich wieder auf unserer Kinoleinwand: Ein kleinwüchsiger Mann mit einer Liebe für Züge und Vorbehalten gegenüber Menschen erbt ein Zugdepot in einem kleinen Ort in New Jersey. Dort in der Provinz hofft er auf ein abgeschiedenes Leben ohne Aufmerksamkeit zu erregen. Doch in seine selbst gewählte Einsamkeit brechen drei Menschen ein: der kubanische Imbissbetreiber Joe, der seinen Stand ausgerechnet vor dem Zugdepot aufschlägt, ein kleines Mädchen und eine Frau, die nicht über den Tod ihres Kindes wegkommt. Urkomisch, zutiefst sympathisch, unglaublich ergreifend: ein funkelndes Kinojuwel, mit dem man die eigene Liebe zum Kino wieder entdecken kann.

DIF

Di

8.06.

15.30

Rückblende - Film ab
Die Frau des Leuchtturmwärters
F 2004, 104 Min., DF, FSK: ab 6
Regie: Philippe Lioret
Buch: Philippe Lioret, Emmanuel Courcol, Christian Sinniger
Kamera: Patrick Blossier
Musik: Nicola Piovani
Mit Sandrine Bonnaire, Philippe Torreton, Grégori Derangère, Émilie Dequenne, Martine Sarcey, Anne Consigny

Die Frau des Leuchtturmwärters

Camille kehrt nach Ouessant, ihre Heimatinsel vor der bretonischen Küste, zurück. Sie will ihr Geburtshaus verkaufen. Beim Aufräumen fällt ihr ein Buch in die Hände, das den Leuchtturm zeigt, auf dem ihr Vater gearbeitet hat. Fasziniert versinkt sie in eine Geschichte aus dem Jahr 1963, als ein geheimnisvoller Fremder mit verkrüppelter Hand überraschend im Dorf eintrifft: Antoine, der aus dem Algerien-Krieg kommt und nun die Stelle des Leuchtturmwärters annimmt. Das gefällt den Bewohnern des Ortes nicht, die Männer schneiden den Fremden ohne passende Ausbildung, doch die Frauen umschwärmen ihn. Eine verbotene Liebe entwickelt sich - eine ans Herz gehende Lovestory in berauschend schönen Bildern der bretonischen Landschaft (der Film wurde tatsächlich am Leuchtturm "La Jument" gedreht), bei dem man als Zuschauer zwischen dem Wunsch, den Liebenden möge ihre Leidenschaft gestattet sein, und dem Bangen, was alles unheilvolles heraufziehen mag, schwankt. Großes Gefühlskino des Regisseurs von WELCOME mit erstklassigen Darstellern!

Ermäßigter Eintritt von 4,50 € für alle

DIF und Seniorenbeirat in der Landeshauptstadt Wiesbaden

Di

8.06.

18.00

Neu im DIF
Das Zimmer meines Sohnes
I 2001, 99 Min., DF, FSK: ab 12
Regie: Nanni Moretti
Buch: Heidrun Schleef, Nanni Moretti, Linda Ferri
Kamera: Giuseppe Lanci
Musik: Nicola Piovani
Mit Nanni Moretti, Laura Morante, Jasmine Trinca, Giuseppe Sanfelice

Das Zimmer meines Sohnes

2001 gewann Nanni Moretti für dieses ergreifende Drama die goldene Palme von Cannes. Der Regisseur und Co-Autor selbst hat auch die Hauptrolle des Psychoanalytikers Giovanni, der ein relativ sorgenfreies und harmonisches Familienleben führt – bis zu dem Tag, an dem sein Sohn Andrea mit Freunden zum Tauchen fährt und nicht mehr zurück kehrt.  Sehr sensibel zeigt der Film, welche Auswirkungen das auf das Familien- ebenso wie auf das Berufsleben Giovannis hat: Nanni Moretti gelang einer der wichtigsten Filme über den Umgang mit Trauer – bzw über die Unfähigkeit, mit dem Gefühl der Trauer zurechtzukommen. Neben der Goldenen Palme wurde der Film mit zahlreichen weiteren Preisen ausgezeichnet.

DIF

Di

8.06.

20.00

80. Geburtstag Clint Eastwood
Die Brücken am Fluss
USA 1995, 135 Min., DF, FSK: ab 12
Regie: Clint Eastwood
Buch: Richard LaGravenese nach dem Roman von Robert James Waller
Kamera: Jack N. Green
Musik: Lennie Niehaus, Clint Eastwood
Mit Clint Eastwood, Meryl Streep

Die Brücken am Fluss

Clint Eastwood als Fotograf, der für "National Geographic" um die Welt reist, Meryl Streep als einfache Farmersfrau: Das sind die Charaktere einer der schönsten Romanzen der Kinogeschichte, mit der sich Eastwood endgültig als genialer Regisseur etablierte und die beiden Schauspielerstars zu sensationeller Form auflaufen. Die beiden treffen aufeinander, als er auf der Suche nach Brücken ist, die er fotografieren soll, und ihre Familie gerade für ein paar Tage nicht zu Hause ist. Vier Tage lang zeigt sie ihm die Gegend, und die beiden unterschiedlichen Menschen kommen sich näher und erleben die Liebe ihres Lebens - und müssen sich in einem kurzen Augenblick entscheiden, wie es weitergehen soll …

DIF

Mo

14.06.

17.30

Neu im DIF
Cache
Österreich/F/D/I 2005, 119 Min., OmU, FSK: ab 12
Regie: Michael Haneke
Buch: Michael Haneke
Kamera: Christian Berger
Mit Juliette Binoche, Daniel Auteuil, Annie Girardot, Maurice Bénichou

Cache

Für DAS WEISSE BAND ebenso wie für CACHE gewann Michael Haneke den europäischen Filmpreis für den besten Film und als bester Regisseur, beide Filme gewannen in Cannes drei Preise (dabei jeweils eine Palme und den FIPRESCI Preis der internationalen Filmkritik), beide Filme wurden von dem hervorragenden Kameramann Christian Berger großartig bebildert – und mit beiden Filmen etablierte sich Haneke endgültig als einer der wichtigsten europäischen Regisseure der Gegenwart. CACHE erzählt die Geschichte eines erfolgreichen TV-Moderators, dessen Leben aus der Bahn geworfen wird, als per Post anonym Videoaufzeichnungen zugestellt werden, die sein Leben dokumentieren. Die Polizei sieht keinen Grund zu handeln, solange nichts wirklich Bedrohliches geschehen ist. Doch das Gefühl der Beklemmung für den TV-Moderator und seine Familie wird stärker und stärker.  Mit Daniel Auteuil und Juliette Binoche erstklassig besetzt!

DIF

Mo

14.06.

20.00

Fundstücke. Vergessene und übersehene Perlen des Films
Running Scared – Renn oder stirb
USA 2006, 122 Min., OmU, FSK: ab 16 Jahren
Regie: Wayne Kramer
Buch: Wayne Kramer
Kamera: Jim Whitaker
Musik: Mark Isham
Mit Paul Walker, Cameron Bright, Vera Farmiga, Chazz Palminteri

Running Scared – Renn oder stirb

Als kleiner Mafia-Handlanger ist Joey Gazelle dafür zuständig, besonders heiße Waffen nach Gebrauch verschwinden zu lassen. Ausgerechnet der Revolver, mit dem ein Polizist ermordet wurde, gerät in die Hände des Nachbarjungen Oleg, der mit der Waffe verschwindet. RUNNING SCARED ist ein ballistisches Märchen für Erwachsene, mit einer Pistole, die zum Heiligen Gral wird. Dazu gibt es eine böse Hexe, ein Lebkuchenhaus, eine blaue Fee, einen verrückten Hutmacher und einen Eispalast. Der Film ist gewidmet Sam Peckinpah und Walter Hill, aber er atmet auch den Geist von Bud Pollard und Victor Fleming, George Cukor und Jim Henson.

DIF und :Ikonen: - das Kulturmagazin

Di

15.06.

18.00

Stummfilm mit Musik
S 1
D 1913, 61 Min., FSK: ungeprüft
Regie: Urban Gad
Live-Musik von uns mit Uwe Oberg (Piano)
Buch: Urban Gad
Kamera: Axel Graatkjaer, Karl Freund
Mit Asta Nielsen, Siegwart Gruder, Charly Berger, Paul Meffert, Mary Scheller
Live-Musik von und mit Uwe Oberg (Piano)

S 1

Vor wenigen Tagen erst hat General von Hessendorf mit seiner Tochter Gertrud an einem Probeflug mit dem neu gebauten Luftkreuzer der deutschen Armee teilgenommen – ein voller Erfolg. Doch nun liegen die Trümmer des Prototypen auf dem Flugplatz, nachdem ein katastrophaler Unfall passiert ist und die Hoffnungen der Armee auf eine schlagkräftige Luftabwehr zerstört sind. So bitter der Rückschlag auch ist, so wenig lassen sich die Ingenieure von ihrem Vorhaben abbringen, weitere Prototypen zu entwerfen. Besonderes Interesse weckt bei den Sachverständigen der Entwurf des jungen Dänen Johnson. Von Hessendorf wird nach Kopenhagen entsendet, um die Verhandlungen mit Johnson aufzunehmen. Durch Spionage haben jedoch auch feindliche Geheimdienste von den Entwürfen Johnsons erfahren. Graf Baldini, ein Handlanger des Agentenrings, wird beauftragt, die Pläne um jeden Preis an sich zu bringen. Als von Hessendorf wenig später gemeinsam mit Gertrud die Reise nach Kopenhagen antritt, macht sich auch der verschlagene, intrigante Baldini auf den Weg nach Dänemark ... www.filmportal.de - Das Internetportal des deutschen Films

DIF

Di

15.06.

20.00

Wiesbadener Erstaufführung
Der Tag des Spatzen
D 2010, 104 Min., FSK: ab 0
Regie: Philip Scheffner
Buch: Merle Kröger, Philip Scheffner
Kamera: Bernd Meiners

Der Tag des Spatzen

Am 14. November 2005 wird im holländischen Leeuwarden ein Spatz erschossen, nachdem er 23.000 Dominosteine umgeworfen hat. In Kabul stirbt ein deutscher Soldat in Folge eines Selbstmordattentates. Das Nebeneinander der Schlagzeilen wird zum Anlass für Regisseur Philip Scheffner, sich mit den Methoden der Ornithologie auf die Suche nach dem Krieg zu machen. In Deutschland, nicht in Afghanistan. Denn hier stellt sich die Frage: Leben wir im Frieden oder im Krieg? DER TAG DES SPATZEN ist ein politischer Naturfilm. Er handelt von einem Land, in dem die Grenze zwischen Krieg und Frieden verschwindet.

"Scheffner bringt eine Militarisierung zum Vorschein, die für gewöhnlich verborgen bleibt. Und er umkreist hartnäckig die Frage, ob Deutschland Krieg führt, ohne sich auf eine Antwort festzulegen. Was ihm gelingt, ist eine Menge: Man blickt auf die vertrauten Landschaften und sieht darin etwas Fremdes, nämlich den Krieg, in einer sehr greifbaren, konkreten Gestalt. Und mehr noch: Man wird sich der schmerzhaften Dialektik bewusst, dass das Fremde zu einem selbst gehört." taz

DIF

Mo

21.06.

18.00

Auteurs des phantastischen Films
Beetlejuice
USA 1988, 92 Min., DF, FSK: ab 12
Regie: Tim Burton
Buch: Michael McDowell, Warren Skaaren
Kamera: Thomas E. Ackerman
Musik: Danny Elfman
Mit Alec Baldwin, Geena Davis, Michael Keaton, Winona Ryder, Catherine O´Hara

Beetlejuice

Mit seiner zweiten Regiearbeit demonstrierte Tim Burton bereits kurz vor seinem internationalen Durchbruch mit dem Comic-Blockbuster BATMAN (USA 1989) sein ausgeprägtes Gespür für ausgefallene Architektur, eine ebenso detaillierte wie verspielte Ausstattung und makabren Humor.
Ein unscheinbares Ehepaar (Alec Baldwin und Geena Davis) muss nach seinem plötzlichen Ableben bei einem Autounfall feststellen, dass sie dazu verdammt sind als Geister in ihrem beschaulichen Eigenheim zu spuken. Keine leichte Aufgabe angesichts der starren Bürokratie im Jenseits und der neuen Hauseigentümer, die sich in ihrer Selbstbezogenheit durch nichts und schon gar nicht durch altmodische Spukaktivitäten aus der Ruhe bringen lassen. In ihrer Verzweiflung wenden sich die gequälten Geister an den extravaganten Bio-Exorzisten Beetlejuice (Michael Keaton). 

DIF und Institut für Filmwissenschaft Uni Mainz

Mo

21.06.

20.00

Auteurs des phantastischen Films
Mars Attacks!
USA 1996, 106 Min., OmU, FSK: ab 12
Regie: Tim Burton
Buch: Jonathan Gems
Kamera: Peter Suschitzky
Musik: Danny Elfman
Mit Jack Nicholson, Glenn Close, Annette Bening, Pierce Brosnan, Danny DeVito, Natalie Portman, Rod Steiger, Sarah Jessica Parker, Michael J. Fox

Mars Attacks!

1996 holte Roland Emmerich in INDEPENDENCE DAY den Angriff fliegender Untertassen mit Pauken und Trompeten aus der Mottenkiste des Science-Fiction-Films. Ein halbes Jahr später beförderte Tim Burton zu den beswingten Klängen von Tom Jones und mit Unterstützung eines prominent besetzten Ensembles um Jack Nicholson, Sarah Jessica Parker, Natalie Portman und Pierce Brosnan diese zurück auf den Schrotthaufen der Filmgeschichte.  Inspiriert von einer Kaugummi-Sammelkarten-Serie aus den 1950er Jahren demontieren Burton und die anarchischen Marsianer genüsslich sämtliche Standardsituationen des UFO-Invasionsfilms. Als Geheimwaffe gegen die Angreifer aus dem All erweisen sich in MARS ATTACKS nicht martialische Ansprachen und Durchhalteparolen, sondern die Country-Songs eines jodelnden Cowboys. Ein Ensemble-Katastrophenfilm, der die Lektionen des berüchtigten Trash-Regisseurs und Burton-Favoriten Ed Wood effektvoll aktualisiert.      

DIF und Institut für Filmwissenschaft Uni Mainz

Di

22.06.

18.00

Neu im DIF
Eine Schwalbe macht den Sommer
F 2004, 103 Min., OmU, FSK: ab 6
Regie: Christian Carion
Buch: Eric Assous, Christian Carion
Kamera: Antoine Héberlé
Musik: Philippe Rombi
Mit Michel Serrault, Mathilde Seigner, Jean-Paul Roussillon, Frédéric Pierrot

Eine Schwalbe macht den Sommer

Michel Serrault in einer Paraderolle als griesgrämiger Bauer, der im Alter merkt, dass er seinen Hof nicht mehr auf ewig alleine führen kann - und ihn darum verkauft, an eine junge Aussteigerin aus der Stadt. Sandrine ist eine Computerspezialistin, die ein neues Leben anfangen will, eine Ausbildung zur Landwirtin abschloss und nun dem alten Bauern vorführt, wie sie mit neuen Ideen den Hof auf Vordermann bringt. Das passt ihm nun gar nicht - da er schon misstrauisch war, gehörte zu den Verkaufsklauseln, dass er noch ein Jahr lang im Nebenhaus wohnen bleiben kann und alle Vorgänge beobachtet. Nun versucht er, der jungen Frau alle möglichen Steine in den Weg zu legen, um selbst nicht schlecht dazustehen. Eine ganz einfache Geschichte mit liebenswerten Charakteren, die sich misstrauen, bekriegen, einander näher kommen: diese Komödie voll trockenem Humor, großartigen Naturaufnahmen und mit zwei erstklassigen Darstellern wurde in Frankreich ein Überraschungserfolg.

DIF

Di

22.06.

20.00

Eastwood / Lehane
Mystic River
USA 2003, 138 Min., DF, FSK: ab 16
Regie: Clint Eastwood
Buch: Brian Helgeland nach dem Roman von Dennis Lehane
Kamera: Tom Stern
Musik: Clint Eastwood
Mit: Sean Penn, Tim Robbins, Kevin Bacon, Lawrence Fishburne, Marcia Gay Harden, Laura Linney

Mystic River

Eastwoods geniale Romanverfilmung war 2003 der Auftakt: seither schuf die Kino-Ikone im fast jährlichen Rhythmus als Regisseur Meisterwerke wie GRAN TORINO und MILLION DOLLAR BABY. MYSTIC RIVER ist und bleibt einer seiner besten Filme, und mit diesem Meisterwerk beschließen wir die kleine Reihe mit Filmen Eastwoods anlässlich seines 80. Geburtstages.
30 Jahre nachdem der kleine Dave vor den Augen seiner damaligen Freunde Jimmy und Sean von Kinderschändern entführt wurde, kreuzen sich ihre Wege erneut durch eine tragische Gewalttat. Dave, obwohl nun glücklich verheiratet und Vater eines Sohnes, hat immer noch schwer mit den Dämonen von damals zu kämpfen. Jimmy wurde nach 2-jährigem Knastaufenthalt zu einem harten Knochen, doch mit seiner Frau und seinen Kindern hat er einen eigenen Laden aufbauen können. Sean ist mittlerweile Polizist und tritt wieder ins Leben der beiden, als Jimmys 19-jährige Tochter brutal ermordet aufgefunden wird. Parallel zur Polizei leitet Jimmy zusammen mit einigen undurchsichtigen Gestalten seine eigenen Ermittlungen ein und setzt damit eine Tragödie in Gang.

DIF

Mo

28.06.

18.00

Neu im DIF
Verlorene Liebesmüh
GB / USA 2000, 93 Min., OmU, FSK: ab 6
Regie: Kenneth Branagh
Buch: Kenneth Branagh nach dem Bühnenstück von William Shakespeare
Kamera: Alex Thomson
Musik: Patrick Doyle
Mit Kenneth Branagh, Alessandro Nivola, Alicia Silverstone, Natascha McElhone, Matthew Lillard

Verlorene Liebesmüh

Mit Filmen wie HENRY V, VIEL LÄRM UM NICHTS und HAMLET bewies Kenneth Branagh, dass er wie kein anderer versteht, Shakespeares Werke so für die Leinwand umzusetzen, dass sie der Vorlage treu bleiben und das Publikum begeistern. VERLORENE LIEBESMÜH ist da keine Ausnahme: Die turbulente Liebeskomödie aus dem 16. Jahrhundert versetzt Branagh in das Jahr 1939, der König von Navarra und seine drei besten Freunde kehren heim und schwören, eine gewisse Zeit auf Liebesbeziehungen zu verzichten und sich stattdessen den Künsten zu widmen. Doch selbstverständlich tauchen vier wunderschöne Frauen auf … Mit wunderbarer Leichtigkeit, romantischer Stimmung und viel Humor zaubert Branagh eine weitere Shakespeare-Komödie in begeisternde Filmform.

DIF

Mo

28.06.

20.00

Scorsese / Lehane
Shutter Island
USA 2009, 138 min, DF, FSK: ab 16 Jahren
Regie: Martin Scorsese
Buch: Laeta Kalogridis nach dem Roman von Dennis Lehane
Kamera: Robert Richardson
Mit Leonardo DiCaprio, Mark Ruffalo, Ben Kingsley, Michelle Williams, Emily Mortimer, Max von Sydow, Patricia Clarkson

Shutter Island

SHUTTER ISLAND ist nach MYSTIC RIVER und GONE BABY GONE die dritte Verfilmung eines Thrillers von Bestseller-Autor Dennis Lehane – alle drei Filme sind geniale Umsetzungen der höchst spannenden Vorlagen. Raffiniert zieht Martin Scorsese die Zuschauer in einen Strudel erschreckender Ereignisse und unerwarteter Wendungen, während zwei US-Marshals in Shutter Island klären sollen, wie es einer brillanten mehrfachen Mörderin gelingen konnte, aus einem abgeschlossenen Zimmer des eigentlich absolut fluchtsicheren Ahsecliffe Hospital zu entkommen und spurlos zu verschwinden. Auf der abgelegenen, vom Wind gepeitschten Insel, umgeben von Psychiatern und gefährlichen psychopathischen Patienten herrscht eine unheimliche, explosive Atmosphäre – kaum etwas ist hier so, wie es auf den ersten Blick scheint …

DIF

Di

29.06.

17.30

Scorsese / Lehane
Shutter Island
Siehe 28.06.

Di

29.06.

20.00

Scorsese / Lehane
Shutter Island
Siehe 28.06.

Mo

5.07.

17.30

Neu im DIF
L´america
I 1994, 115 min, OmU, FSK: ab 12
Regie: Gianni Amelio
Buch: Gianni Amelio, Andrea Porporati, Alessandro Sermoneta
Kamera: Luca Bigazzi
Musik: Franco Piersanti
Mit Enrico Lo Verso, Carmelo di Mazzarelli, Michele Placido, Piro Milkani, Elida Janushi

L´america

Europäischer Filmpreis, vier Preise beim Filmfest in Venedig und zahlreiche weitere Auszeichnungen: Völlig zurecht zählte LAMERICA im Jahr 1994 zu den großen Gewinnern, verbinden der Film doch episches großes Kino mit einem realitätsnahen Roadmovie, fließen poetische und emotional intensive realistische Momente nahtlos ineinander. Zwei Italiener wittern im maroden Albanien der postkommuistischen Ära die Gelegenheit, groß abzusahnen. Doch für den ausgeheckten Subventionsbetrug brauchen sie einen albanischen Strohmann. Diesen finden sie in einem alten Mann in einem Arbeitslager - doch als er eingetragen ist, verschwindet er. Nun müssen die Möchtegern-Geschäftsmänner auf einer Odyssee durch das Land den Verschwundenen suchen, und lernen Albanien auf eine ganz neue Weise kennen. Ein Film, den man nicht so schnell vergisst!

DIF

Mo

5.07.

20.00

Alfred Hitchcock
Die Vögel
USA 1963, 119 Min., OF, FSK: ab 16
Regie: Alfred Hitchcock
Buch: Evan Hunter nach der Erzählung von Daphne du Maurier
Kamera: Robert Burks
Musik: Bernhard Herllrmann, Remi Gassmann, Oskar Sala
Mit Rod Taylor, Tippi Hedren, Jessica Tandy, Suzanne Pleshette, Veronica Carlwright

Die Vögel

Anlässlich des 100. Geburtstags von Oskar Sala, des am 18.7.1910 in Greiz geborenen deutschen Komponisten und Physikers, zeigen wir in unserer Alfred Hitchcock Reihe einen der populärsten Filme des Meisters der Hochspannung, in dem eine Kleinstadt an der kalifornischen Küste von Vögeln bedroht wird. Die Novelle von Daphne du Maurier wurde von Hitchcock zu einer hintergründigen Vision von Weltuntergangsstimmung ausgeweitet und lebt stark von den angsterregenden Vogelschreien, die Musikpionier Oskar Sala mit seinem Trautonium schuf.

DIF

Di

6.07.

18.00

Neu im DIF
Die Einsamkeit der Krokodile
D 2000, 96 min, FSK: ab 12
Regie: Jobst Oetzmann
Buch: Jobst Oetzmann nach dem Roman von Dirk Kurbjuweit
Kamera: Hanno Lentz
Musik: Dieter Schleip
Mit Janek Rieke, Thomas Schmauser, Julia Jäger, Rosemarie Fendel, Renate Krößner, Dynelle Rhodes

Die Einsamkeit der Krokodile

Günther, studierter Fleischersohn aus Ostwestfalen, gilt in seinem Heimatdorf nicht nur wegen seiner musischen Begabung als Sonderling. Er bringt seine Eltern gegen sich auf, weil er nachts mit den Schweinen des Bauern spazieren geht, um ihnen etwas anderes zu zeigen als die Schlachtbank, und er reizt seine Altersgenossen zum Spott, weil er sich nicht für die Mädchen im Dorf interessiert. Doch ist diese sanfte, schüchterne Schrulligkeit wirklich Grund genug, um freiwillig aus dem Leben zu scheiden? Dem jungen Hamburger Journalisten Elias erscheint der angebliche Freitod seines entfernten Cousins als allzu glattes Ende eines skurrilen Einzelgängers. Deshalb begibt er sich vor Ort, um zu recherchieren. Als ausgerechnet seine Wirtin Heike, die schönste Frau im Dorf, ihm ihre Sympathien schenkt, hat er gleich alle Männer gegen sich und findet sich selbst in der Rolle des beargwöhnten Außenseiters wieder. Das Lexikon des internationalen Films urteilt: „Ein facettenreich zwischen schwarz-humoriger Posse und tieftrauriger Tragödie angesiedelter Film, der ebenso spielerisch wie raffiniert menschliche Befindlichkeiten zwischen utopischer Aufbruchsstimmung und resignativer Anpassung auslotet.“

DIF

Di

6.07.

20.00

Neu im DIF
Tanguy
F 2001, 108 min, OmU, FSK: ab
Regie: Etienne Chatiliez
Buch: Laurent Chouchan, Etienne Chatiliez
Kamera: Philippe Welt
Musik: Pascal Andreacchio
Mit: Sabine Azéma, André Dussollier, Eric Berger, Hélène Duc

Tanguy

Etienne Chatiliez dreht bitterböse Komödien wie DAS LEBEN IST EIN LANGER, RUHIGER FLUSS, TANTE DANIELLE und DAS GLÜCK LIEGT IN DER WIESE. Sein größter Wurf allerdings blieb bislang TANGUY – eine ungheimlich witzige Komödie über einen 29jährigen brillanten Studenten, der nebenbei den französischen Präsidenten berät und höchst erfolgreich bei den Frauen ist, die er stets mit zu sich nach Hause bringt, was auch heißt: zu Mama und Papa. Denn Tanguy wohnt noch bei seinen Eltern. Irgendwann wird es diesen zu viel, doch sie trauen sich nicht, dies dem Sohn zu sagen. Also versuchen sie, ihn zu vergraulen - angefangen mit harmlosen Dingen wie Geruchsbelästigung und Nägeln, die auf einmal aus dem Boden ragen. Doch bei Tanguy müssen schon härtere Geschütze aufgefahren werden …

DIF

       
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