Mo

1.03.

17.30

Kino Kriminal – Begleitprogramm zum FKF
Die Teuflischen
F 1954, 110 Min., deutsche Fassung, FSK: ab 18, FBW: wertvoll
Regie: Henri-Georges Clouzot
Buch: Henri-Georges Clouzot, Jérôme Géronimi, René Masson, Frédéric Grendel nach einem Roman von Thomas Narcejac und Pierre Boileau
Kamera: Armand Thirard
Musik: Georges van Parys
Mit Simone Signoret, Véra Clouzot, Paul Meurisse, Charles Vanel

Die Teuflischen

Die Ehefrau und die Geliebte eines sadistischen Direktors eines Landschulheims werden unter dem sadistischen Druck des Mannes zu Verbündeten. Sie planen, ihn zu ermorden - was zunächst zu gelingen zu scheint. Von allen Filmen Clouzots ist DIE TEUFLISCHEN der nahtloseste. Die Kamera nutzt jede Bewegung der Akteure, jeden Lichtschein auf Interieurs , um der Latenz des Schreckens etwas Dauerhaftes zu geben. Das Lexikon des Internationalen Films urteilt: "Bis zur schockierenden Schlußpointe bleibt der hervorragend inszenierte und gespielte düstere Film hintergründig, packend und präzise, ohne je zu den oberflächlichen Spannungsmitteln gängiger Krimis greifen zu müssen."

DIF

Mo

1.03.

20.00

Kino Kriminal – Begleitprogramm zum FKF
Tannöd
D 2009, 97 Min, FSK: ab 12, FBW: besonders wertvoll
Regie: Bettina Oberli
Buch: Petra Lüschow, Bettina Oberli nach dem Roman von Andrea Maria Schenkel
Kamera: Stéphane Kuthy
Musik: Johan Söderqvist
Mit Monica Bleibtreu, Julia Jentsch, Volker Bruch, Andreas Buntscheck, Janina Stopper

Tannöd

Neun großen verlagen hat Andrea Maria Schenkel ihren Roman „Tannöd“ angeboten, alle haben abgelehnt. Der kleine Hamburger Nautilus-Verlag, der pro Jahr ein bis zwei Kriminalromane veröffentlich, griff dann zu – und landete einen Glücksgriff, einen absoluten Bestseller. Basierend auf einem realen Mordfall im oberbayerischen Hinterkaifeck 1922 schuf Schenkel einen Krimi, dessen Spannung nach und nach aus präzisen Beobachtungen entsteht. Das Hörbuch las Monica Bleibtreu, und die leider viel zu früh verstorbene große Darstellerin spielt nun auch in der Verfilmung von Bettina Oberli (DIE HERBSTZEITLOSEN) neben einem weiteren großartigen Schauspielerensemble (Julia Jentsch, Brigitte Hobmeier, Volker Bruch u. a.): Ein fesselndes Drama über Schuld, menschliche Abgründe und darüber, wie Wegschauen, Lügen und Schweigen den Nährboden für das Böse in der Welt bietet.

DIF

Mo

2.03.

18.00

Kino Kriminal – Begleitprogramm zum FKF
Tannöd
Siehe 01.03.

Di

2.03.

20.00

Kino Kriminal – Begleitprogramm zum FKF
Der fremde Sohn
USA 2008, 142 Min, OmU, FSK: ab 12, FBW: besonders wertvoll
Regie: Clint Eastwood
Buch: J. Michael Straczynski
Kamera: Tom Stern
Musik: Clint Eastwood
Mit Angelina Jolie, John Malkovich, Colm Feore, Amy Ryan, Jeffrey Donovan, Michael Kelly

Der fremde Sohn

Clint Eastwood wird im Alter immer produktiver und besser - kein anderer Regisseur dreht in so schneller Folge Filme, die Publikum und Kritiker gleichermaßen begeistern. Nach seinem Kriegsfilm-Doppel FLAGS OF OUR FATHERS und LETTERS FROM IWO JIMA kamen auch 2009 zwei neue Filme unter seiner Regie in die deutschen Kinos: GRAN TORINO und DER FREMDE SOHN. Während GRAN TORINO in Programmkinos Erfolge feierte, lief DER FREMDE SOHN vor allem in Multiplex-Kinos – zu unrecht, denn auch mit dem im Jahr 1928 in Los Angeles angesiedelte Thriller, der auf einem realen Fall - den berüchtigten Wineville-Chicken Morden - basiert, ist Eastwood ein Meisterwerk gelungen, das gleichzeitig Hochspannungsthriller wie großartiges historisches Kino ist. Die Ausgangssituation ist einfach: Morgens verabschiedet sich Christine Collins von ihrem kleinen Sohn und geht zur Arbeit, als sie wieder nach Hause kommt, ist er verschwunden. Und bleibt es auch. Die Suche der Polizei nach dem verlorenen Kind bleibt ergebnislos - bis Christine nach fünf Monaten mitgeteilt bekommt, man habe ihren Sohn gefunden. Doch die Freude weicht schnell Zweifeln: Christine glaubt nicht, dass dieses Kind wirklich ihres ist - auch wenn alle anderen, einschließlich des Jungen, davon überzeugt sind. Mit ihren Forderungen, die Suche nicht aufzugeben, gerät die Frau in die gefährlichen Mühlen einer korrupten (und frauenfeindlichen) Welt.

DIF

Mo

8.03.

18.00

100. Geburtstag Akira Kurosawa
Rashomon
Japan 1950, 88 Min., OmU, FSK: ab 16, FBW: besonders wertvoll
Regie: Akira Kurosawa
Buch: Akira Kurosawa, Shigeo Nishida nach den Erzählungen „Rashoon und Yabu no naka“ von Ryonosuke Akutagawa
Kamera: Kazuo Miyagawa
Musik: Fumio Hayasaka
Mit Toshiro Mifune, Machiko Kyo, Masayuki Mori

Rashomon

Am 23. März 1910 wurde einer der größten Regisseure der Filmgeschichte geboren, der somit diesen Monat 100 Jahre alt geworden wäre. Sein Film RASHOMON, in der Heimat unterschätzt, gewann 1950 den Goldenen Löwen beim Filmfest Venedig und im Jahr darauf den Oscar – der erste japanische Film, der in der westlichen Welt große Beachtung fand. Wir eröffnen eine Reihe mit drei Kurosawa-Filmen mit dem Film, über den das Lexikon des internationalen Films schreibt: „Drei Menschen suchen vor einem Wolkenbruch in einer Tempelruine Schutz: ein Zen-Priester, ein Holzfäller und ein Knecht. Ihr Gespräch kreist um ein grausiges Verbrechen: Ein berüchtigter Bandit überfiel ein Ehepaar, tat der  Frau vor den Augen des gefesselten Mannes Gewalt an und tötete ihn dann. Der inszenatorisch wie darstellerisch fulminante Film schildert das Gewaltverbrechen aus der unterschiedlichen Perspektive von Beteiligten und Tatzeugen, wobei die Begriffe "Wahrheit" und "Wirklichkeit" kritisch hinterfragt werden. Daß die durch Rückblenden kunstvoll verknüpfte und kaleidoskopartig gebrochene Handlung ins 11. Jahrhundert zurückverlegt ist, gibt ihr einen eigenartigen Legendenglanz, nimmt ihr aber nichts von seiner zeitlos-"modernen" Grundsätzlichkeit.“

Mo

8.03.

20.00

Oscar vor 25 Jahren
Amadeus (Director´s Cut)
USA 1984 / 2001, 180 Min., DF, FSK: ab 12, FBW: besonders wertvoll
Regie: Milos Forman
Buch: Peter Shaffer
Kamera: Miroslav Ondricek
Musik: John Strauss, Wolfgang Amadeus Mozart, Antonio Salieri u. a.
Mit F. Murray Abraham, Tom Hulce, Elizabeth Berridge, Simon Callow

Amadeus (Director´s Cut)

Milos Formans (EINER FLOG ÜBERS KUCKUCKSNEST, HAIR) großartiges Biopic über Wolfgang Amadeus Mozart, erzählt aus der Sicht des Komponisten Antonio Salieri. Der gläubige, strebsame Musiker, der sich mühsam seine Stelle bei Hof erarbeitet hat, versteht nicht, warum der Lebemann Mozart mit einer Gabe beschenkt wurde, die ihm selbst verwehrt bleibt. Salieri setzt alles daran, die Karriere Mozarts zu behindern. Im Director´s Cut des 1985 mit 8 Oscars (darunter bester Film, beste Regie, bestes Drehbuch) ausgezeichneten Films wird insbesondere die Figur des Salieri noch weiter ausgeleuchtet, aber auch Mozarts Frau Konstanze kommt in dieser um 20 Minuten längeren Version besser zur Geltung. Ein immer wieder faszinierendes Kinoerlebnis! Für den Oscar des besten Hauptdarsteller waren sowohl F. Murray Abraham als Salieri wie Tom Hulce als Mozart nominiert – F. Murray Abraham hat gewonnen.

DIF

Di

9.03.

18.00

goEast präsentiert
Die Frau mit den fünf Elefanten
CH / D 2009, 93 Min., FSK: ab 6
Regie: Vadim Jendreyko
Kamera: Niels Bolbrinker, Stéphane Kuthy
Musik: Daniel Almada, Martin Iannaccone
Mit Svetlana Geier

Die Frau mit den fünf Elefanten

Seit mehr als zwanzig Jahren arbeitet Swetlana Geier an der Übersetzung der fünf großen Romane Dostojewskijs und gilt als größte Übersetzerin russischer Literatur ins Deutsche. Jeden Morgen bekommt die 86-jährige Dame Besuch von einer anderen älteren Frau, die auf einer altmodischen Schreibmaschine die Texte geräuschvoll zu Papier bringt. „Sprachen sind inkompatibel“, meint Swetlana Geier, weshalb man sich den gesamten Text verinnerlichen müsse. Und plötzlich gibt es dennoch eine Stelle, die sie schon unzählige Male gelesen hat und die ihr plötzlich in einem neuen Licht erscheint. Wenn sie heute mit ihrer Enkelin in ihrer Geburtsstadt Kiew, die sie 1943 auf der Flucht vor Stalin Richtung Deutschland verließ, die Deckenmalerei eine Kirche bestaunt, zählt auch hier das Ganze: Denn das Einzelne ist nicht zu erfassen.
In seinem bemerkenswerten Porträtfilm DIE FRAU MIT DEN 5 ELEFANTEN sucht Vadim Jendreyko ebenfalls nach einer Gesamtheit. Aus unterschiedlichen Richtungen, Zeiten und Perspektiven nähert er sich Swetlana Geiers Geschichte, ihrem disziplinierten Alltag zwischen Kochen, Bügeln und Übersetzen - und verknüpft dabei all die großen und kleinen, aber jedenfalls gleich bedeutenden Momente zu einem einzigartigen Lebensbild.
viennale.at

DIF

Di

9.03.

20.00

goEast präsentiert
Die Frau mit den fünf Elefanten

Mo

15.03.

20.00

Filmwunsch
Der blaue Engel
D 1930, 108 Min., FSK: ab 12, FBW: besonders wertvoll
Regie: Josef von Sternberg
Buch: Robert Liebmann, Josef von Sternberg nach dem Roman "Professor Unrat" von Heinrich Mann
Kamera: Günther Rittau, Hans Schneeberger
Musik: Friedrich Hollaender
Mit Emil Jannings, Marlene Dietrich, Kurt Gerron, Rosa Valetti, Hans Albers

Der blaue Engel

Am Ende des vorletzten Jahrhunderts verliebt sich ein pedantischer Gymnasiallehrer in eine Sängerin und verliert nach und nach seinen Halt im bürgerlichen Leben. Als alle Brücken in die Vergangenheit endgültig zerstört sind, muß er feststellen, dass er auch in seiner neuen Existenz auf sich alleine gestellt ist. Der Film, mit dem der unaufhaltsame Aufstieg Marlene Dietrichs zum Weltstar begonnen hat.

DIF

Mo

15.03.

20.00

Fundstücke. Vergessene und übersehene Perlen des Films
The Beyond - Über dem Jenseits
I 1980, 88 Min., DF, FSK: ab 18 Jahren
Regie: Lucio Fulci
Buch: Lucio Fulci, Dardano Sachetti, Giorgio Maruggio
Kamera: Sergio Salvati
Musik: Fabio Frizzi
Mit Catriona MacColl, David Warbeck, Cinzia Monreale, Antoine Saint-John

The Beyond

Noch immer zählt er zu den verkannten Großmeistern des Kinos: Lucio Fulci. Sein Meisterwerk THE BEYOND – ÜBER DEM JENSEITS ist ein Kinopoem zwischen T.S. Elliot und H.P. Lovecraft, ein irreales Zeit-Bild des Schreckens. „Meine Idee war es“, sagt Fulci, „einen absoluten Film zu drehen. Dies ist praktisch ein Film ohne Handlung, es gibt keine Logik, nur eine Abfolge von Bildern“. Der Film lief teilweise auch unter dem Titel DIE GEISTERSTADT DER ZOMBIES.

DIF und :Ikonen: - das Kulturmagazin

Di

16.03.

15.30

Rückblende - Film ab
Die Thuranos – Leben auf dem Drahtseil
D 2003, 93 Min., FSK: ab 0
Regie: Kerstin Stutterheim Niels Bolbrinker
Buch: Kerstin Stutterheim, Niels Bolbrinker
Kamera: Niels Bolbrinker
Musik: Stefan Warmuth
Mit Konrad Thur, Sabine Seidel, Johannes Thur, Henriette Thur, Marjolyn Thur, Bernhard Paul

Die Thuranos – Leben auf dem Drahtseil

Seit mehr als 75 Jahren schreibt die Künstlerfamilie Thurano internationale Varietégeschichte schreibt, Konrad Thurano, der 2007 im Alter von 98 verstarb und bis zuletzt auf der Bühne stand, galt lange Zeit als der älteste aktive Artist der Welt. 1927 begann er seine Karriere im Apollo-Varieté Düsseldorf, dort endete sie auch. Von Südafrika über Las Vegas bis nach Paris begeisterten Konrad und sein Sohn John als unvergessliches Vater-Sohn-Dream-Team die Zuschauer aller großen Spielstätten mit ihren spektakulären Drahtseildarbietungen und versetzten ihr Publikum abwechselnd in atemlose Stille und tosendes Gelächter. Die wunderbare Dokumentation erzählt von Familie, von Liebe und Abenteuer, Erfolg und schweren Schicksalsschlägen, zeigt Szenen aus der 2003 aktuellen „Thuranos Show“ und entführt in die glitzerne Welt des Varieté und in eine Zeit, als der Zirkus in jeder Stadt noch die größte Attraktion des Jahres war.

Ermäßigter Eintritt von 4,50 € für alle

DIF und Seniorenbeirat in der Landeshauptstadt Wiesbaden

Di

16.03.

17.30

100. Geburtstag Akira Kurosawa
Akira Kurosawas Träume
Japan / USA 1990, 119 Min., japanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln, FSK: ab 12, FBW: wertvoll
Regie: Akira Kurosawa
Buch: Akira Kurosawa
Kamera: Takao Saito, Masaharu Ueda, Kazutami Hara
Musik: Shinichiro Ikebe
Mit Akira Terao, Mitsuko Baisho, Toshie Negishi, Martin Scorsese

Akira Kurosawas Träume

Kurosawas vorletzter Film wurde sein persönlichstes und intimstes Werk: eine Folge von acht Träumen, in denen sich seine Kindheitserinnerungen, Ängste und Hoffnungen mit märchenhafter Magie zu einem intensiven, farbenprächtigen Reigen von außergewöhnlicher Poesie verbinden. Eine eindringliche Aufforderung, zu den Wurzeln des Lebens und der Schöpfung zurückzukehren und selbst hinter den Banalitäten das Geheimnis des Daseins zu entdecken. Ein poetischer Bilderbogen, der in der Kinogeschichte seinesgleichen sucht. In einer der Episoden kann man den Regisseur Martin Scorsese in der Rolle des Vincent van Gogh als Schauspieler erleben. Weitere Episoden handeln u. a. von Kindheitsträumen, einem vernichtenden Reaktorunfall, vier Bergsteiger in einem Schneesturm.

DIF

Di

16.03.

20.00

Oscar vor 5 Jahren
Ray
USA 2004, 152 Min., DF, FSK: ab 12, FBW: besonders wertvoll
Regie: Taylor Hackford
Buch: Jimmy White, Bob Eisele
Kamera: Pawel Edelman
Musik: Craig Armstrong, Ray Charles
Mit Jamie Foxx, Kerry Washington, Clifton Powell, Harry J. Lennix

Ray

Ray Charles stammt aus ärmsten Verhältnissen und erblindete im Alter von 6 Jahren. Sein Bruder stirbt bei einem Unfall, auch seine Mutter lebt nicht lange. Und doch gelang ihm eine Weltkarriere. Dieser mitreißende Film erzählt die Lebensgeschichte des Ausnahmemusikers: wie er seinen ganzen Mut zusammen nimmt und als Teenager völlig auf sich alleine gestellt in Florida einen Bus besteigt, der ihn quer durch die USA zur angesagtesten Jazz-Szene bringt, wie er seinen eigenen Musik-Stil findet und alle Widerstände überwindet - und wie bei allem Erfolg auch stets die Schattenseiten im Leben des Genies bestehen bleiben. Äußerst stimmungsvoll nimmt einen Regisseur Taylor Hackford mit in das Leben Ray Charles, für dessen Darstellung Jamie Foxx völlig zurecht im Februar 2005 den Oscar als bester Hauptdarsteller gewann.

DIF

Mo

22.03.

18.00

100. Geburtstag Ulrich Erfurth
Reifende Jugend
D 1955, 97 Min., FSK: ab 12
Regie: Ulrich Erfurth
Buch: Fritz Aeckerle, Gerhard Biller, nach dem Bühnenstück von Max Dreyer
Kamera: Ekkehard Kyrath
Musik: Hanson Milde-Meißner
Mit Matthias Wieman, Albert Lieven, Christine Keller, Maximilian Schell, Adelheid Seeck

Reifende Jugend

Der am 22. März 1910 in Elberfeld geborene Ulrich Erfurth hat sich in erster Linie im Theater einen Namen gemacht, doch hat er auch immer wieder Regie bei Filmen geführt. Unter Gustaf Gründgens war er Regieassistent von Filmen wie FRIEDEMANN BACH, später war er dessen Assistent am Schauspielhaus Hamburg. Nach einer Zwischenstation in essen wurde er 1965 bis 1968 Vizedirektor am Burgtheater in Wien, 1968 bis 1972 Generalintendant der Städtischen Bühnen Frankfurt. Von 1965 bis 1975 leitete er dazu die Bad Hersfelder Festspiele. Sowohl seine Theater- wie auch Filmarbeiten waren sehr werktreu und verzichteten größtenteils auf Experimente, das gilt auch für seine Verfilmung von Max Dreyers Bühnenstück „Die Reifeprüfung“ (mit u. a. Maximilian Schell) in dem das erotische Dreieck zwischen einem Studienrat, einer Schülerin und ihrem Klassenkameraden das seelische Gleichgewicht einer Abiturklasse in Gefahr bringt.

DIF

Mo

22.03.

20.00

Liebesgeschichten
Das gelbe Segel
USA 2008, 96 min, DF, FSK: ab 12 Jahren
Regie: Udayan Prasad
Buch: Erin Dignam
Kamera: Chris Menges
Musik: Jack Livesey
Mit: William Hurt, Kristen Stewart, Eddie Redmayne, Maria Bello

Das gelbe Segel

Ein Mann ist gestorben, und da Brett Hanson sein Leben lang gewohnt ist, die Schuld auf sich zu nehmen, widersetzt er sich auch dieses Mal nicht und geht ins Gefängnis. Nach sechs Jahren wird er entlassen. Unschlüssig, ob es für ihn noch ein altes Leben gibt, in das es sich lohnt zurückzukehren, strandet er in einer kleinen Stadt in Louisiana. Dort trifft er auf die junge, eigenwillige und gelangweilte Martine und den etwas eigenartigen jungen Indio Gordy. Gemeinsam setzen die drei einsamen Fremden ihren Weg fort, durch die einzigartige Landschaft Louisianas. Nach und nach erkennen sie, dass sie mehr gemeinsam haben, als sie zunächst glauben, und Brett beginnt sich zu öffnen und seinen jungen Begleitern seine Vergangenheit anzuvertrauen … Ein wunderbares Roadmovie, einer jener feinen kleinen Filme, die man unweigerlich ins Herz schließt. William Hurt war schon lange nicht mehr so großartig wie in diesem Film, und auch seine jungen Ko-Darsteller, TWILIGHT-Star Kristen Stewart und Eddie Redmayne (ELIZABETH, DIE SCHWESTER DER KÖNIGIN) als skurrile Teenager beweisen großes Talent.

DIF

Di

23.03.

17.30

Liebesgeschichten
Das gelbe Segel
Siehe 22.03.

Di

23.03.

20.00

Stummfilm mit Musik
Avantgarde-Stummfilme
F 1924 - 1929, 97 Min., FSK: ungeprüft
Regie: diverse

EIN ANDALUSISCHER HUND

EIN ANDALUSISCHER HUND (Un chien Andalou), F 1929, 16 Min., von Louis Buñuel und Salvador Dali
DIE MUSCHEL UND DER PRIESTER (La coquille et le clergyman), F 1927, 30 Min., von Germaine Dulac
DAS MECHANISCHE BALLETT (BALLET MECANIQUE), F 1924, 15 Min., von Fernand Léger
EMAK BAKIA, F 1926, 17 Min., von Man Ray
DER SEESTERN (L´étoile de mer), F 1928, 15 Min., von Man Ray
u. a.

Live-Musik von und mit Uwe Oberg (Piano)

Ein faszinierendes Programm mit einer Auswahl der wichtigsten surrealistischen / dadaistischen / abstrakten Stummfilme der 20er Jahre, musikalisch begleitet von unserem wunderbaren Pianisten Uwe Oberg (u. a. Preisträger des Hessischen Jazzpreis). Ein Filmabend, der höchsten Genuß für Augen und Ohren verspricht und den man nicht verpassen sollte!

DIF

Mo

29.03.

17.30

100. Geburtstag Akira Kurosawa
Uzala, der Kirgise
UdSSR / Japan 1975, 142 Min., DF, FSK: ab 6
Regie: Akira Kurosawa
Buch: Akira Kurosawa, Yuri Nagibin, nach Berichten von Wladimir K. Arsenjew
Kamera: Asakazu Nakai, Yuri Bantman, Fjodor Dobronrawow
Musik: Isaac Schwarz
Mit Yuri Salomin, Maxim Munzouk, Schemeikl Schokmorowr

Uzala, der Kirgise

Ein zaristischer Offizier befreundet sich in der feindlichen Landschaft Sibiriens mit einem Nomaden, der ihm im Überlebenskampf gegen die Naturgewalten hilft. Jahre später, als der Offizier mit einer großen Expedition wiederkehrt, bittet er den Nomaden in sein Haus, doch dieser kommt mit dem Leben zwischen den Mauern nicht zurecht. Das überwältigende Meisterwerk des großen Regisseurs Akira Kurosawa: ein zutiefst beeindruckender Film über das Aufeinandertreffen zweier Kulturen, über Freundschaft, große Triumphe und noch größeren Schmerz. Über allem aber steht die alles beherrschende Natur, die Kurosawa in diesem Film mit Bildern einfing, die man vorher und nachher im Kino nicht mehr zu sehen bekam.

DIF

Mo

29.03.

20.00

Liebesgeschichten
(500) Days of Summer
USA 2007, 97 Min., OmU, FSK: ab 0
Regie: Marc Webb
Buch: Scott Neustadter, Michael H. Weber
Kamera: Eric Steelberg
Musik: Mychael Danna, Rob Simonsen
Mit Joseph Gordon-Levitt, Zooey Deschanel, Geoffrey Arend, Chloe Moretz

(500) Days of Summer
 
Dies ist die Geschichte von einem Jungen und einem Mädchen. Aber keine Liebesgeschichte. Zumindest, wenn es nach Summer geht. Einer ganz normalen jungen Frau, die aber so normal dann doch nicht ist. Zumindest, wenn es nach Tom geht. Denn Tom liebt Summer, seine neue bezaubernde Kollegin, doch sie nicht ihn. Vermutet er, weil sie nichts Ernstes und nur etwas Spaß haben will. Sagt sie jedenfalls, aber empfindet vielleicht anders. Hofft Tom, der seine Träume mit ihren Wünschen in Einklang zu bringen versucht. Nur Freunde sollen sie also sein, weil das einfach ihre Antwort ist und er nicht weiter zu fragen wagt. Freunde, die sich aber plötzlich küssen, schließlich das Bett und große Geheimnisse miteinander teilen. Was ist das, das diese beiden verbindet? Tom, im romantischen Rausch, ist sicher: Das ist Liebe. Was aber denkt Summer, das magische Mysterium? Und noch entscheidender: Was fühlt sie...? 500 Tage Euphorie und Melancholie. Die Liebe als Tour durch Höhen und Tiefen, die vielleicht in glücklicher Gemeinsamkeit, vielleicht aber auch als trauriges Missverständnis endet. Originell und charmant spürt Marc Webb in seinem Regiedebüt dem schönsten aller Gefühle nach – ihm gelang damit im Januar 2010 das seltene Kunststück, dass eine romantische Komödie für den Golden Globe als bester Film nominiert wurde. Völlig zurecht!

DIF

Di

30.03.

18.00

Liebesgeschichten
(500) Days of Summer
Siehe 29.03.

Di

30.03.

20.00

100. Geburtstag Akira Kurosawa
Uzala, der Kirgise
Siehe 29.03.