Mo

1.11.

18.00

In memoriam Claude Chabrol
Die Hölle
F 1993, 102 Min., DF, FSK: ab 16
Regie: Claude Chabrol
Buch: Claude Chabrol nach einem Originaldrehbuch von Henri-Georges Clouzot
Kamera: Bernard Zitzermann
Musik: Matthieu Chabrol
Mit Emmanuelle Beart, Francois Cluzet, Nathalie Cardone, André Wilms, Marc Lavoine

Die Hölle

Am 12. September dieses Jahres verstarb Claude Chabrol im Alter von 80 Jahren. 58 Filme drehte der unermüdliche Regisseur, der zu den Mitbegründern der Nouvelle Vague gehörte, die Erstlingswerke von Regisseuren wie Eric Rohmer und Jacques Rivette produzierte und gelegentlich auch als Schauspieler auftrat. Wir zeigen in Erinnerung an einen der großen europäischen Regisseure drei seiner Filme, zunächst DIE HÖLLE. Die Geschichte einer obsessiven Eifersucht basiert auf einem Drehbuch eines anderen großen französischen Regisseurs, Henri-Georges Clouzot, der den Film (u. a. mit Romy Schneider in der Hauptrolle) zwar begann, aber nie zu Ende brachte. Bei Chabrol ist nun Emmanuelle Beart in der Rollle einer jungen Hoteliersgattin zu sehen, die bei den Gästen sehr beliebt ist, was ihren Mann in eine immer gefährlicher werdende Eifersucht hineinsteigert.

DIF

Mo

1.11.

20.00

Fundstücke. Vergessene und übersehene Perlen des Films
Enter The Void
F / D / I / GB 2009, 154 Min., FSK: ab 18
Regie: Gaspar Noé
Buch: Gaspar Noé
Kamera: Benoît Debie
Musik: Thomas Bangalter
Mit Nathaniel Brown, Paz de la Huerta, Cyril Roy

Enter The Void

Gaspar Noé hat mit nur zwei langen Spielfilmen bewiesen, dass sich das moderne Kino noch einmal erneuern lässt: MENSCHENFEIND und IRREVERSIBEL zählen zu den filmisch radikalsten und inhaltlich schonungslosesten Werken dieser Dekade. Die Erwartungen an ein neues Werk des Transgressors waren entsprechend hoch, zumal er ankündigte, das ‚Tibetanische Totenbuch’ adaptieren zu wollen. ENTER THE VOID ist das konsequente Ergebnis: Die tragische Geschichte einer Geschwisterliebe, die sich im Tod des jüngeren Bruders vollenden kann. Zugleich aber auch: Die Odyssee einer Seele durch die Neonwelt von Tokios Rotlichtdistrikt, eine nicht endende subjektive Reise in psychedelische Sphären, wie man sie seit 2001 nicht mehr gesehen hat. Dazu entfesselt Noé die Kamera, strebt immer wieder nach dem Licht, während die Tonspur von experimentellen Bassfrequenzen und Rhythmus-Strukturen geprägt ist. Das ist visionäres Kino der entfesselten Bilder, ein Werk, das erlebt und erfahren werden will – um jeden Preis. ENTER THE VOID...

DIF und :Ikonen: - das Kulturmagazin

Di

2.11.

18.00

In memoriam Claude Chabrol
Schrei, wenn Du kannst
F 1958, 108 Min., DF, FSK: ab 18, FBW: wertvoll
Regie: Claude Chabrol
Buch: Claude Chabrol, Paul Gegauff
Kamera: Henri Decae
Musik: Paul Misraki
Mit Gérard Blain, Jean-Claude Brialy, Juliette Mayniel

Schrei, wenn Du kannst

Mit seinem zweiten Film etablierte sich Claude Chabrol mit einer Reihe junger, frisch aufspielender Schauspieler, mit technischer Raffinesse und durch eine präzise Milieustudie gleich als einer der wichtigsten französischen Regisseure. Die Geschichte einer Studentenclique im Pariser Universitätsviertel Saint-Germain-des-Prés sorgt auch heute noch für Gesprächsstoff: Hinter der Fassade von spielerischer Langeweile verbirgt sich ein tiefer Lebensüberdruss; aus harmlosen Späßen wird tödlicher Ernst.

DIF

Di

2.11.

20.00

In memoriam Claude Chabrol
Das Leben ist ein Spiel
F 1997, 106 Min., DF, FSK: ab 12, FBW: besonders wertvoll
Regie: Claude Chabrol
Buch: Claude Chabrol
Kamera: Eduardo Serra
Musik: Matthieu Chabrol
Mit Michel Serrault, Isabelle Huppert, Francois Cluzet, Jean-Francois Balmer, Jackie Berroyer

Das Leben ist ein Spiel
 
Victor und Betty sind ein ungleiches Paar: Er weit über sechzig, sie gerade mal halb so alt wie er. Doch gemeinsam sind sie unschlagbar und ergaunern sich in Hotels und Spielcasinos ihren Lebensunterhalt. Doch als sie sich in der Schweiz an einen großen Coup wagen, kommen sie dabei der Mafia ins Gehege, und auch ihr eigenartiges Verhältnis bekommt Brüche, da Victor meint, das alles wäre eine Nummer zu groß für sie. Das Lexikon des internationalen Films urteilt: „Eine als Versteckspiel um Geld, Liebe und falsche Identität inszenierte liebenswerte Fingerübung, die viele Versatzstücke des Genres zitiert, zugleich aber auch als selbstironische Replik verstanden werden kann.“

DIF

Mo

8.11.

17.30

goEast präsentiert
Zwischen uns das Paradies
Bosnien-Herzegowina / D / A / HR 2010, 103 Min., OmU, FSK: ab 6
Regie: Jasmila Zbanic
Buch: Jasmila Žbanić
Kamera: Christine A. Maier
Musik: Brano Jakubovic
Mit Zrinka Cvitesic, Leon Lucev, Ermin Bravo

Zwischen uns das Paradies

Gleich mit ihrem ersten Film ESMES GEHEIMNIS (GRAVICA) gewann Jasmila Žbanić den Goldenen Bären der Berlinale, mit ihrem zweiten Film beweist sie, dass sie zu den vielversprechendsten Filmemacherinnen der Gegenwart zählt. Nach der Premiere im Wettbewerb der diesjährigen Berlinale wurde die große Liebesgeschichte u. a. mit dem Friedenspreis des deutschen Films und dem Bernhard Wicki Filmpreis ausgezeichnet: Luna und Amar sind ein glückliches Paar. Doch von einem Job in einem Wahabiten-Camp, dem ihm ein alter Freund, ein streng gläubiger Anhänger des Islam, vermittelt hat, kehrt Amar völlig verwandelt zurück und erwartet von Luna, dass sie sich auch ändert. Mit mitreißender Erzähllust gestaltet Jasmila Žbanić zu einem intensiven Kinoerlebnis.

DIF

Mo

8.11.

20.00

Stummfilm mit Musik – Gesamtkunstwerk Expressionismus
Von morgens bis mitternachts
D 1921, 74 Min., FSK: ungeprüft
Regie: Karl Heinz Martin
Live-Musik von und mit Uwe Oberg (Piano)
Buch: Karl Heinz Martin, Herbert Juttke nach dem Drama von Georg Kaiser
Kamera: Carl Hoffmann
Mit Erna Morena, Ernst Deutsch, Hans Heinrich von Twardowski
Live-Musik von und mit Uwe Oberg (Piano)

Von morgens bis mitternachts

In Fortführung unserer Reihe begleitend zur Ausstellung „Gesamtkunstwerk Expressionismus“ zeigen wir in diesem Monat zwei weitere herausragende Filme, auf die in der Ausstellung eingegangen wird. Die Kopie von VON MORGENS BIS MITTERNACHTS wird uns vom Filmmuseum München zur Verfügung gestellt: Ein Kassierer ist von einer eleganten Dame, die einen Kredit beantragt, fasziniert. Er stiehlt eine große Summe Geldes, um mit ihr zusammen ein besseres Leben zu finden. In faszinierenden Kulissen gedreht, fand der Film in Deutschland nie einen Verleih und galt lange Jahre als verschollen.

DIF

Di

9.11.

15.30

Rückblende – Film ab
Goodbye, Lenin
D 2002, 120 Min., FSK: ab 6, FBW: wertvoll
Regie: Wolfgang Becker
Buch: Bernd Lichtenberg, Wolfgang Becker
Kamera: Martin Kukula
Mit Daniel Brühl, Katrin Saß, Chulpan Khamatova

Goodbye, Lenin

Kurz vor dem Ende der DDR ist die sich aufopfernd engagierte Sozialistin Christiane Kerner ins Koma gefallen. Als sie daraus erwacht, muss ihre fragile Gesundheit geschont werden. Da der Schock für ihr Herz zu groß wäre, nicht nur von ihrem Mann, der damals, als die Kinder noch klein waren, in den Westen flüchtete, sondern auch noch vom politischen Traum verlassen worden zu sein, hält ihre Familie den längst aufgelösten sozialistischen Staat in der Wohnung am Leben. Ihr 22-jähriger Sohn Alex beginnt, eine aufwendige, groteske Scharade zu inszenieren, die vom Austauschen der Etiketten auf Lebensmitteldosen bis zu TV-Fälschungen der „Aktuellen Stunde“ reicht. Als die „Wessis schließlich in die DDR flüchten“ wächst Alex alles über den Kopf.
Wolfgang Becker gelang eine seltene Gratwanderung: Der Film ist komisch, aber nicht albern, politisch, aber nicht missionarisch, intelligent, aber nicht intellektuell, und emotional, aber nicht sentimental.

Ermäßigter Eintritt von 4,50 € für alle

DIF und Seniorenbeirat in der Landeshauptstadt Wiesbaden

Di

9.11.

18.00

100. Geburtstag Kurt Hoffmann
Wir Wunderkinder
D 1958, 107 Min., FSK: ab 12, FBW: besonders wertvoll
Regie: Kurt Hoffmann
Buch: Heinz Pauck, Günther Neumann nach dem Roman von Hugo Hartung
Kamera: Richard Angst
Musik: Franz Grothe
Mit Johanna von Koczian, Hansjörg Felmy, Wera Frydtberg, Elisabeth Flickenschildt, Liesl Karlstadt

Wir Wunderkinder

Kurt Bertrand Paul Hoffmann, am 12.11.1910 in Freiburg im Breisgau geboren und am 25.6.2001 in München gestorben, war einer der bedeutendsten deutschen Regisseure. Wie kein anderer verstand er es, stimmungsvolle Unterhaltungsfilme für das große Publikum zu drehen, ohne je seicht zu werden. Seine Filme waren stets geschmackvoll  und besaßen bei aller komödiantischen Leichtigkeit immer eine ernste Note. Seine größten Erfolge feierte er in den 50ern mit Filmen wie DAS FLIEGENDE KLASSENZIMMER, ICH DENKE OFT AN PIROSCHKA, DREI MÄNNER IM SCHNEE, DAS WIRTSHAUS IM SPESSART und WIR WUNDERKINDER,  mit dem wir eine Reihe von Filmen anlässlich seines 100. Geburtstages eröffnen, die im Caligari und im Murnau Filmtheater (Filme dort siehe www.murnau-stiftung.de) gezeigt werden. Die urkomische Satire auf die Entwicklung Deutschlands in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verfolgt den Weg zweier Schulkameraden, der über 40 Jahre völlig gegensätzlich verläuft.

DIF

Di

9.11.

20.00

goEast präsentiert
Zwischen uns das Paradies
Siehe 8.11.

Mo

22.11.

20.00

Stummfilm mit Musik – Gesamtkunstwerk Expressionismus
Das Wachsfigurenkabinett
D 1924, 75 Min., FSK: ungeprüft
Regie: Paul Leni, Leo Birinski
Live-Musik von und mit Uwe Oberg (Piano)
Buch: Henrik Galeen
Kamera: Helmar Lerski
Mit Emil Jannings, Conrad Veidt, Werner Krauß, Wilhelm Dieterle
Live-Musik von und mit Uwe Oberg (Piano)

Das Wachsfigurenkabinett

Der letzte Höhepunkt des filmischen Expressionismus ist ein aufwändig gestalteter Episodenfilm über ein Wachsfigurenkabinett, in dem die Wachsfiguren durch die Erzählungen eines jungen Dichters zum Leben erwachen. In den verschiedenen Episoden tauchen sowohl der Dichter wie auch die von ihm verehrte Tochter des Kabinettsbesitzers in unterschiedlichen Rollen immer wieder auf. Emil Jannings als Harun al Raschid, Conrad Veidt als Iwan der Schreckliche und Werner Krauß als Jack the Ripper zeigen, warum sie als die größten deutschen Stummfilmstars gelten. Die Kopie wurde uns freundlicher Weise von der Cineteca del Comune di Bologna zur Verfügung gestellt.

DIF

Di

23.11.

18.00

Best of Werbung
Cannes-Rolle 2010
Kompiltationsfilm von in Cannes prämierten Werbefilmen aus aller Welt, ca 100 Min., FSK: ab 12

Das bedeutendste Werbefestival der Welt stellte in seiner 57. Ausgabe wieder jede Menge Rekorde bezüglich präsentierter Filme, Teilnehmer und weiterer statistischer Daten auf. Einen Rekord stellten dabei dieses Jahr deutsche Produktionsfirmen auf: sie haben dieses Jahr 56 Preise gewonnen. Wichtiger als die Quantität ist allerdings auch dieses Jahr die Qualität, und die war dieses Jahr wieder etwas besser als im Vorjahr, so dass die Auswahl der besten Filme, der Gewinner der bronzenen, silbernen und goldenen Löwen sowie des Grand Prix beste Unterhaltung verspricht. Wir wünschen viel Vergnügen mit den gelungensten, schönsten, witzigsten, interessantesten, schrillsten Werbespots aus aller Welt.

DIF

Di

23.11.

20.00

Best of Werbung
Cannes-Rolle 2010

Mo

29.11.

17.30

100. Geburtstag Rolf Meyer
Die wunderschöne Galathee
D 1950, 106 Min., FSK: ab 16
Regie: Rolf Meyer
Buch: Kurt E. Walter
Kamera: Igor Oberberg
Musik: Franz Grothe
Mit Hannelore Schroth, Viktor de Kowa, Willy Fritsch, Gisela Schmidting

Die wunderschöne Galathee

Rolf Meyer wurde am 12. November 1910 in Suderode geboren. Er begann eine Ausbildung zum Opernkapellmeister, kam dann als Cutter zum Film, schrieb Drehbücher (vorwiegend für Komödien) und drehte 1947 seinen ersten eigenen Film als Regisseur. Wir zeigen seine musikalische Komödie DIE WUNDERSCHÖNE GALATHEE: In einer kleinen Stadt um die Jahrhundertwende bearbeiten der Bildhauer Victor und der Kapellmeister Marcel das Galathee-Thema, der eine plastisch, der andere musikalisch. Als Modell für seine Galathee-Statue wählt Victor Leni, ein einfaches Mädchen aus dem Volke, das ihm wegen seiner Schönheit auffällt. Leni verliebt sich in Victor und wird damit zur Rivalin seiner Freundin, der Sängerin Victoria, an der auch Marcel interessiert ist.

DIF

Mo

29.11.

20.00

Cinema! Italia!
Eine Sache des Herzens
I 2009, 110 Min., OmU, FSK: ungeprüft
Regie: Francesca Archibugi
Buch: Francesca Archibugi, Guido Iuculano nach dem Roman von Umberto Contarello
Kamera: Fabio Zamarion
Musik: Battista Lena
Mit Kim Rossi Stuart, Antonio Albanese, Micaela Ramazzotti, Francesca Inaudi
 
Alberto, ein erfolgreicher Drehbuchautor, tüchtig, wenn auch ein wenig verrückt, und Angelo, ein junger Automechaniker, erleiden beide einen Herzinfarkt und werden in derselben Nacht ins Krankenhaus eingeliefert und im selben Zimmer untergebracht. Trotz ihrer misslichen Lage gelingt es den beiden, sich bei Laune zu halten. Nach ihrer Entlassung haben Alberto und Angelo eine neue Einstellung zum Leben, außerdem merken sie, wie wichtig sie füreinander geworden sind. So kommt es, dass Alberto, dem zwischenzeitlich seine Freundin weggelaufen ist, bei Angelo einzieht. Angelos Frau Rossana und die beiden Kinder sind zunächst wenig begeistert von dem ungebetenen Gast. Doch während sich der kontaktfreudige Alberto schnell in die Familie integriert, spürt Angelo, dass die “Sache mit dem Herz” für ihn noch keineswegs ausgestanden ist… Angesiedelt in der quirligen Atmosphäre des römischen Vororts Pigneto, erzählt Francesca Archibugis neuer Film eine Geschichte, die leichtfüßig daherkommt, aber auf vielschichtige Weise die großen Fragen des Lebens wie Liebe, Freundschaft, Krankheit und Tod anspricht. Komische, tragische und nachdenkliche Momente wechseln einander ab, und Antonio Albanese und Kim Rossi Stuart in den Hauptrollen bieten ganz großes Kino, das in Italien zum großen Publikumserfolg wurde.
Cinema! Italia!

DIF

Di

30.11.

18.00

100. Geburtstag Kurt Hoffmann
Feuerwerk
D 1954, 98 Min., FSK: ab 6, FBW: wertvoll
Regie: Kurt Hoffmann
Buch: Herbert Witt, Felix Lützkendorf, Günther Neumann
Kamera: Günther Anders, Hannes Staudinger
Musik: Paul Burkhardt
Mit Lilli Palmer, Karl Schönböck, Romy Schneider, Claus Biederstaedt, Werner Hinz

Feuerwerk

Für die junge Romy Schneider und für die Emigrantin Lilli Palmer war die heitere Komödie im Zirkus- und Kleinstadtmilieu der Start in eine deutsche Filmkarriere:
Das biedere Leben in einer kleinen Provinzstadt wird ganz schön durcheinandergewirbelt, als zum fünfzigsten Geburtstag des angesehenen Gartenzwergfabrikanten Albert Oberholzer dessen vier Brüder mit ihren Frauen eintreffen, darunter auch der vor zwanzig Jahren von zu Hause durchgebrannte Alexander, der nun Direktor eines Wanderzirkus ist. Oberholzers blutjunge Tochter Anna ist so fasziniert vom bunten Zirkusleben und von ihrem Onkel, dem Zirkusdirektor, dass sie am liebsten mit ihm durchbrennen möchte, sehr zum Missfallen dessen schöner Frau Iduna.
filmportal.de – das Internetportal des deutschen Films

DIF

Di

30.11.

20.00

Cinema! Italia!
Der Mann in schwarz
I 2009, 117 Min., OmU, FSK: ungeprüft
Regie: Sergio Rubini
Buch: Domenico Starnone, Carla Cavalluzzi, Sergio Rubini
Kamera: Fabio Cianchetti
Musik: Nicola Piovani
Mit Sergio Rubini, Valeria Golino, Riccardo Scamarcio, Fabrizio Gifuni

Gabriele fährt in sein apulisches Heimatdorf, um seinen todkranken Vater ein letztes Mal zu sehen. Die Begegnung weckt in ihm Erinnerungen an seine ebenso idyllische wie aufregende Kindheit, als er mit dem Blick des aufgeweckten Jungen das oft merkwürdige Treiben der Erwachsenen beobachtet: da war die liebevolle Mutter, die gerne Gespräche mit Verstorbenen führt, der schwärmerische Onkel Pinuccio und vor allem der Vater Ernesto - der Bahnhofsvorsteher mit einem Faible für Paul Cézanne. Doch die eigenen künstlerischen Ambitionen des Vaters erfüllen sich nicht, er wird zunehmend verbittert und entfremdet sich von seiner Familie. Umso mehr blüht die Fantasie seines Sohnes: er begegnet in Schränken versteckten Harlekins, den Geistern der Großeltern und auch einem „Mann in schwarz“, der Bonbons von einer Lokomotive wirft. Vielleicht wird Gabriele am Schluss seinen Vater besser verstehen… Schauspieler und Regisseur Sergio Rubini ist seit vielen Jahren der filmische Poet des italienischen Südens und speziell seiner Heimat Apulien. Auch in seinem neuen Film  gelingt es ihm mit ebensoviel Humor wie Zärtlichkeit, die Atmosphäre, die Farben, die Charaktere und das Lebensgefühl des Südens einzufangen.
Cinema! Italia!

DIF

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