Mo

4.10.

18.00

Neu im DIF
Schwedisch für Fortgeschrittene
Schweden 2006, 102 Min., DF, FSK: ab 12
Regie: Colin Nutley
Buch: Colin Nutley, Helena Bergström
Kamera: Olof Johnson
Musik: Per Andréasson
Mit Helena Bergström, Maria Lundqvist, Claes Månsson, Johan Rabaeus, Erica Braun, Marie Robertson, Christoffer Svensson, Niki Gunke Stangertz

Schwedisch für Fortgeschrittene

Auch im Juli dieses Jahres hat das DIF-Filmarchiv weiteren Zuwachs bekommen, unter anderem haben wir einige weitere Filmkopien von Prokino erhalten, die wir unserem Caligari-Publikum natürlich nicht vorenthalten wollen. Zunächst eine erfrischend überdrehte und berührend authentische Komödie über die Lust auf das Leben, deren Drehbuch Komödienexperte Colin Nutley im Dialog mit seiner Ehefrau, der Schauspielerin, Drehbuchautorin und Regisseurin Helena Bergström schrieb, die den Part der Elisabeth im Film übernahm. Elisabeth, eine temperamentvolle Gynäkologin Elisabeth, und die spröde Politesse Gudrun treten gemeinsam den Beweis an, dass das Leben nach Ehefrust und Männerverdruss erst richtig losgeht. Mit dabei in dieser mitreißend turbulenten frechen Komödie: Abgelegte Ehemänner, durchtanzte Nächte, Vibratoren, jede Menge Tequila, irritierte Töchter und spießige Söhne, attraktive Flirtpartner, überraschte Polizisten und ein beneidenswert positives Lebensgefühl. Mit Komik, Selbstironie und Lebenshunger sind die beiden Frauen auf dem Weg in die bessere Halbzeit ihres Lebens – nie um eine Antwort verlegen.

DIF

Mo

4.10.

20.00

Fundstücke. Vergessene und übersehene Perlen des Films
Ghosted
D / Taiwan 2009, 89 Min., FSK: ab 0, FBW: wertvoll
Regie: Monika Treut
Buch: Astrid Ströher, Monika Treut
Kamera: Bernd Meiners
Musik: Uwe Haas
Mit Inga Busch, Huan-Ru Ke, Ting-Ting Hu

Ghosted

Gaspar Noé hat mit nur zwei langen Spielfilmen bewiesen, dass sich das moderne Kino noch einmal erneuern lässt: MENSCHENFEIND und IRREVERSIBEL zählen zu den filmisch radikalsten und inhaltlich schonungslosesten Werken dieser Dekade. Die Erwartungen an ein neues Werk des Transgressors waren entsprechend hoch, zumal er ankündigte, das ‚Tibetanische Totenbuch’ adaptieren zu wollen. ENTER THE VOID ist das konsequente Ergebnis: Die tragische Geschichte einer Geschwisterliebe, die sich im Tod des jüngeren Bruders vollenden kann. Zugleich aber auch: Die Odyssee einer Seele durch die Neonwelt von Tokios Rotlichtdistrikt, eine nicht endende subjektive Reise in psychedelische Sphären, wie man sie seit 2001 nicht mehr gesehen hat. Dazu entfesselt Noé die Kamera, strebt immer wieder nach dem Licht, während die Tonspur von experimentellen Bassfrequenzen und Rhythmus-Strukturen geprägt ist. Das ist visionäres Kino der entfesselten Bilder, ein Werk, das erlebt und erfahren werden will – um jeden Preis. ENTER THE VOID...

DIF und :Ikonen: - das Kulturmagazin

Di

5.10.

18.00

Neu im DIF
Die Geschichte vom weinenden Kamel
Deutschland 2003, 91 Min, OmU, FSK: ab 0, FBW: besonders wertvoll
Regie: Byambasuren Davaa, Luigi Falorni
Buch: Byambasuren Davaa, Batbayar Davgadorj, Luigi Falorni
Kamera: Luigi Falorni, Juliane Gregor
Musik: Marcel Leniz, Marc Riedinger, Choigiw Sangidorj
Mit Janchiv Ayurzana, Chimed Ohin, Amgaabazar Gonson, Zeveljamz Nyam, Odgerel Ayusch

Die Geschichte vom weinenden Kamel

Einer der erfolgreichsten und schönsten deutschen Dokumentarfilme der letzten Jahre wurde von Studenten der HFF München gedreht, der Mongolin Byambasuren Davaa und dem Italiener Luigi Falorni. Im weiten Süden der Mongolei, in der unwirklichen Landschaft der Wüste Gobi, kommt ein kleines, weißes Kamel zur Welt. Die Mutter, geschwächt und verstört von der schmerzhaften Geburt, verstößt ihr Junges. Ohne die nahrhafte Muttermilch scheint das Kalb, das sich seiner Mutter immer wieder verzweifelt nähert, dem Tod geweiht. In ihrer Not erinnern sich die Hirtennomaden an ein uraltes Ritual: Ein Musiker aus der fernen Stadt soll mit den magisch-himmlischen Klängen seiner Geige die Kamelmutter zum Weinen bringen und so ihr Herz erweichen. Das Wunder geschieht: Die Mutter bricht in Tränen aus, ihr Junges darf säugen und ist gerettet. Dieser fein beobachtende Film voller fremdländischer Mysterien erzählt nicht nur die Geschichte einer Kamelmutter und ihres Jungen, sondern lässt auch erahnen, wie universell der große Wunsch nach Liebe und Geborgenheit ist.
 
DIF

Di

5.10.

20.00

Neu im DIF
In The Mood For Love
Hongkong 2000, 94 Min., OmU, FSK: ab 6
Regie: Wong Kar-wai
Buch: Wong Kar-wai
Kamera: Christopher Doyle, Kwan Pung-leung, Mark Lee Ping-bin
Musik: Michael Galasso, Shigeru Umebayashi
Mit Maggie Cheung Man-yuk, Tony Leung Chiu-wai, Rebecca Pan, Lai Chen, Siu Ping-lam, Paulyn Sun

In The Mood For Love
 
Wong Kar-wai hat viele wunderbare Filme gedreht, von CHUNGKING EXPRESS und FALLEN ANGELS bis zu MY BLUEBERRY NIGHTS. Sein unübertroffenes Meisterwerk ist jedoch immer noch IN THE MOOD FOR LOVE: unendlich schöne Bilder erzählen eine unglaublich schöne Liebesgeschichte – ein Traum von einem Film, angesiedelt 1962 in Hongkong: Der Journalist Chow Mo-wan und die Sekretärin Su Li-zhen ziehen am selben Tag in zwei benachbarte Wohnungen ein. Sie werden Freunde, doch eines Tages stellen sie fest, dass ihre Ehepartner eine Affäre miteinander haben. Gemeinsam versuchen sie zu verstehen, was passiert ist. Ausgezeichnet mit unzähligen Preisen, u. a. zwei beim Festival in Cannes (darunter bester Darsteller), dem deutschen Filmpreis für den besten ausländischen Film, dem europäischen Filmpreis für den besten nicht-europäischen Film. Endlich wieder auf der Caligari-Leinwand!

DIF

Mo

11.10.

17.00

Filmwunsch
Das weiße Band
D / A / F 2009, 145 Min., FSK: ab 12, FBW: besonders wertvoll
Regie: Michael Haneke
Buch: Michael Haneke
Kamera: Christian Berger
Mit Ulrich Tukur, Burghart Klaußner, Josef Bierbichler, Susanne Lothar

Das weiße Band

Unzählige Preise hat Michael Hanekes Meisterwerk gewonnen, unter anderem den Europäischen Filmpreis für den besten Film, die beste Regie und das beste Drehbuch, die Goldene Palme (und zwei weitere Preise) in Cannes, den Golden Globe, zwei Oscarnominierungen, beim Deutschen Filmpreis gewann er gleich in 10  Kategorien. Hanekes mit Abstand erfolgreichster Film unterscheidet sich in vielem von seinen bisherigen Werken - war bisher oft handfeste Gewalt im Bild zu sehen, so geschieht hier zwar eine ganze Reihe von Gewalttaten, die ein kleines norddeutsches Dorf kurz vor dem Ersten Weltkrieg erschüttern, die Gewalt spielt sich jedoch nicht bildlich auf der Leinwand ab. Und während er sonst bewusst auf eine Erklärung der Gewalt verzichtet, untersucht er dieses Mal deren Ursprung. Ein faszinierendes Meisterwerk, dass sich mit den Ursachen von Faschismus und Gewalt auseinandersetzt und eine unglaubliche Atmosphäre und Faszination entwickelt, der man sich schwer entziehen kann und die dem Kinopublikum eine der spannendsten Auseinandersetzungen mit dem Gesehenen seit langem vermittelt.

DIF

Mo

11.10.

20.00

Filmwunsch
Das weiße Band

Di

12.10.

15.30

Rückblende – Film ab
... denn sie wissen nicht, was sie tun
USA 1955, 111 Min., FSK: ab 12, FBW: wertvoll
Regie: Nicholas Ray
Buch: Stewart Stern
Kamera: Ernest Haller
Musik: Leonard Rosenman
Mit James Dean, Natalie Wood, Sal Mineo, Jim Backus, Corey Allen, Dennis Hopper

... denn sie wissen nicht, was sie tun 

Vier Wochen nachdem James Dean am 30. September 1955 hinter dem Lenkrad seines Porsche Spyder 550 gestorben war, startete ...DENN SIE WISSEN NICHT, WAS SIE TUN in den amerikanischen Kinos. Zwei Jugendliche rasen in zwei Autos nebeneinander auf eine Klippe zu. Bei dieser Mutprobe verliert, wer als erster aus dem Wagen springt. Im Film gelingt es James Dean, rechtzeitig aus dem Wagen zu springen, aber das machte seinen Tod nur umso tragischer.
Regisseur Nicholas Ray entwirft das Portrait einer Generation, die in den wohlhabenden Vorstädten Amerikas aufwächst und dennoch unglücklich und enttäuscht ist. Jim Stark, bereits mehrfach von verschiedenen Schulen geflogen, ist mit seinen Eltern nach Los Angeles gezogen. Seinen Vater als Schwächling verachtend, ist es ihm umso wichtiger, sich als der Neue gegen die Clique von Buzz zu behaupten und zu zeigen, dass er kein Feigling ist. Einer der größten Filmklassiker Hollywoods, „herausragend in Story, Regie, Darstellung und Farbdramaturgie“ (Lexikon des internationalen Films).

Ermäßigter Eintritt von 4,50 € für alle

DIF und Seniorenbeirat in der Landeshauptstadt Wiesbaden

Di

12.10.

18.00

Neu im DIF
Zaina – Königin der Pferde
D / F 2005, 100 Min., DF, FSK: ab 6, FBW: besonders wertvoll
Regie: Bourlem Guerdjou
Buch: Bourlem Guerdjou, Juliette Sales
Kamera: Rudolf Presber
Musik: Cyril Morin
Mit Aziza Nadir, Sami Bouajila, Simon Abkarian, Michel Favory

Zaina – Königin der Pferde

Feurige Araberpferde, die unendlichen Weiten des marokkanischen Atlasgebirges, stolze Reiter und ein mutiges Mädchen: Die berührende Geschichte der zwölfjährigen Zaïna und ihres Pferdes Zingal entführt in eine fremde Welt. Zaïna muss nach dem Tod ihrer Mutter lernen, den Nomaden Mustapha als ihren Vater zu akzeptieren. Vor dem Hintergrund des berühmtesten Pferderennens von Marokko behauptet sich das Mädchen in einer Männergesellschaft und gegen eine wilde, oft unbarmherzige Natur. Grandiose Cinemascope-Bilder vereinen sich mit einer zeitlosen, universellen Geschichte über die Liebe zwischen Vater und Tochter.

DIF

Di

12.10.

20.00

Filmwunsch
Das weiße Band
Siehe 11.10.

Mo

18.10.

17.00

goEast präsentiert
Das Konzert
F / B / I / Rumänien 2009, 122 Min., französisch / russische Originalfassung mit deutschen Untertiteln, FSK: ab 0
Regie: Radu Mihaileanu
Buch: Radu Mihaileanu, Alain Michel Blanc, Matthew Robbins
Kamera: Laurent Dailland
Musik: Armand Amar
Mit Alexei Guskow, Dimitri Nazarov, Melanie Laurent, Francois Berléand, Miou-Miou, Valeri Barinov

Das Konzert

Andrei Filipov galt einst als Wunderkind und war Dirigent des weltberühmten Bolschoi-Orchesters in Moskau. Doch da er in den 80er Jahren jüdische Musiker nicht aus dem Orchester werfen wollte, fiel er in Ungnade und wurde zum Hausmeister degradiert. Eines Tages fällt ihm, während er das Büro des Direktors reinigt, zufällig ein Fax des Pariser "Theatre du Châtelet" in die Hände. Der dortige Direktor lädt das Bolschoi-Orchester zu einem Konzert ein. Spontan steckt Andrei das Fax ein und löscht die dazugehörige e-Mail. Er entschließt sich, das Orchester in seiner alten Besetzung wieder aufleben zu lassen und anstelle des jetzigen in Paris zu spielen. Kein leichtes Unterfangen, denn die alten Kollegen arbeiten mittlerweile als Umzugshilfen, Taxifahrer, Straßenmusiker oder Handyverkäufer. In Paris bereitet man sich unterdessen darauf vor, das legendäre Orchester zu empfangen, denn Andrei stellt für den Auftritt eine Bedingung: Die junge französische Geigerin Anne-Marie Jacquet soll ein Solo beim Auftritt des Orchesters spielen. Die wilde Truppe begibt sich auf eine turbulente Reise in den Westen, deren Ausgang schnell ungewiss scheint ... Radu Mihaileanu beweist wie schon in ZUG DES LEBENS und GEH UND LEBE sein Geschick dafür, historische Begebenheiten in großes, unterhaltsames Gefühlskino zu verpacken.

Eine amüsante Tour de Force ebenso aberwitziger wie sentimentaler Situationen.
Der Spiegel

Wunderbares, großes Gefühlskino.
Brigitte

DIF

Mo

18.10.

20.00

goEast präsentiert
Das Konzert

Di

19.10.

18.00

Neu im DIF
My Blueberry Nights
USA / Hongkong / China 2007, 95 Min., FSK: ab 6
Regie: Wong Kar-wai
Buch: Rainer Werner Fassbinder
Kamera: Darius Khondji, Kwan Pung-leung
Musik: Ry Cooder
Mit Norah Jones, Jude Law, Rachel Weisz, Natalie Portman, David Strathairn, Chan Marshall, Tim Roth, Ed Harris, Benjamin Kanes, Geoff Falk, Bill Hollis, Arnita Williams

My Blueberry Nights

Alles beginnt mit einem Blaubeerkuchen: Der Genuss des ersten Stücks in einem kleinen verwunschenen Café auf Coney Island ist gleichzeitig der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Elizabeth hat ihre Liebe verloren und Jeremy, der Café-Besitzer, ist für mehrere Nächte ihr verständnisvoller Zuhörer. Eines Tages ist Elizabeth verschwunden, auf einen Abenteuertrip quer durch Amerika, einfach um zu vergessen. Jeremy überlegt nicht lange und macht sich auf die Suche nach ihr. MY BLUEBERRY NIGHTS handelt von nichts weniger als der Suche einer jungen Frau nach der wahren Liebe. Eine große romantische Liebesgeschichte, in der ein Kuss ein ganzes Leben verändert. Wong Kar-wais erste amerikanische Produktion ist hochkarätig besetzt: In der Hauptrolle gibt die Sängerin und fünffache Grammy-Gewinnerin Norah Jones ihr Leinwanddebüt, daneben sind u. a. Jude Law, Rachel Weisz, Natalie Portman, Tim Roth und Ed Harris zu sehen.

DIF

Di

19.10.

20.00

goEast präsentiert
Das Konzert
Siehe 18.10.

Mo

25.10.

17.30

Neu im DIF
Chanson d´Amour
F 2006, 118 min, OmU, FSK: ab 0
Regie: Xavier Giannoli
Buch: Xavier Giannoli
Kamera: Yorick Le Saux
Musik: Alexandre Desplat
Mit Gérard Depardieu, Cécile De France,  Mathieu AMalric, Christine Citti, Patrick Pineau

Chanson d´Amour

Gérard Depardieu in einer seiner besten Rollen - so gut war er seit CYRANO DE BERGERAC nur noch selten. Als alternder Chansonsänger in der französischen Provinz sorgt er Tag für Tag, Abend für Abend für Stimmung. Eines Tages trifft er auf eine junge Immobilienmaklerin (ebenso brillant: Cécile De France) - und stellt fest, wie leer sein rastloses Leben als umjubelter lokaler Star ist. Er verliebt sich in die junge Frau. Um ihr nahe zu sein, läßt er sich eine Wohnung nach der anderen zeigen... Ein wenig kitischig, ein wenig altmodisch, verträumt schön, mit erstklassigen Darstellern, die einem die Gefühle des Films, Hoffnung, Glück, Melancholie, Poesie sehr nahe bringen: CHANSON D´AMOUR ist einer jener Filme, nach denen man das Kino mit einem Glücksgefühl verlässt, dass auch noch einige Zeit in das eigene Alltagsleben hineinreicht.

DIF

Mo

25.10.

20.00

Stummfilm mit Musik – Gesamtkunstwerk Expressionismus
Der Golem, wie er in die Welt kam
D 1920, 80 Min., FSK: o. A.
Regie: Paul Wegener
Live-Musik von und mit Uwe Oberg (Piano)
Buch: Paul Wegener, Henrik Galeen
Kamera: Karl Freund
Mit Paul Wegener, Albert Steinrück, Lyda Salmonova, Ernst Deutsch, Otto Gebühr
Live-Musik von und mit Uwe Oberg (Piano)

Der Golem, wie er in die Welt kam

Am 24. Oktober wird in Darmstadt die Ausstellung „Gesamtkunstwerk Expressionismus“ eröffnet. Begleitend dazu zeigen einige Kinos im Rhein-Main-Gebiet Filme, die den filmischen Expressionismus veranschaulichen (und die großenteils in der Ausstellung thematisiert werden). In den fünf Monaten der Ausstellung präsentieren wir im Caligari fünf Meisterwerke des Expressionismus, jeweils live von Uwe Oberg am Flügel begleitet, zum Auftakt Paul Wegeners DER GOLEM, WIE ER IN DIE WELT KAM: Als ein Edikt des Kaisers die Juden zum Verlassen der Ghettostadt auffordert, ist für Rabbi Löw die Zeit gekommen, nach Regeln magischer Überlieferungen aus Lehm die Gestalt des Golem zu formen, der zum Retter der Juden werden soll. Während Rabbi Löw zur Audienz am Hofe ist, verliebt sich der kaiserliche Bote, Graf Florian, in Löws Tochter. Aus Eifersucht setzt Famulus den Golem zu finsteren Zwecken ein.. Faszinierend an Wegeners Film sind vor allem auch die Bauten, über die der Regisseur selbst sagt: „Es ist nicht Prag, was mein Freund, der Architekt Poelzig, aufgebaut hat. Sondern es ist eine Stadt-Dichtung, ein Traum, eine architektonische Paraphrase zu dem Thema Golem. Diese Gassen und Plätze sollen an nichts Wirkliches erinnern; sie sollen die Atmosphäre schaffen, in der der Golem atmet.“

DIF

Di

26.10.

17.30

Neu im DIF
Golden Door
I / F 2006, 118 Min., OmU, FSK: ab 12
Regie: Emanuele Crialese
Buch: Emanuele Crialese
Kamera: Agnès Godard
Musik: Antonio Castrigano
Mit Charlotte Gainsbourg, Vincenzo Amato, Aurora Quattrocchi, Francesco Casisa, Filippo Pucillo, Federica De Cola, Isabella Ragonese, Vincent Schiavelli

Golden Door
 
Eine Bauernfamilie in Sizilien träumt vom gelobten Land: Äpfel größer als Wagenräder, Seen aus Milch, auf den Bäumen wachsen Münzen. Obwohl es einen Bruch mit vielerlei Traditionen verlangt und der Bund der Familie in Gefahr gerät, machen sie sich auf den Weg und fahren in einem überfüllten Dampfer übers Meer. Auf dem Schiff machen sie unter anderem die Bekanntschaft einer attraktiven jungen Dame (Charlotte Gainsbourg), die ein Problem hat: Sie darf nur in die USA einreisen, wenn sie verheiratet ist – was viele Interessenten auf den Plan ruft. Doch auch für die anderen sind die Einreisebestimmungen in die USA mit Fragen und Prüfungen verbunden, die in ihrer Absurdität Parallelen zu manch heutigen Prozeduren haben. Emanuele Crialese ist ein Film gelungen, dem die Kombination seltener Qualitäten gelingt: zum einen großes, episches Abenteuerkino mit opulenter Ausstattung und Massenszenen, zum anderen anspruchvolles Programmkino mit surrealen Bildideen und ganz eigenem Stil. Was oft ein schwierige Gratwanderung ist – erreicht man damit beide Publikumsschichten oder schreckt man beide ab – ist hier eindrucksvoll gelungen und hat ein zahlreiches Publikum verdient.

DIF

Di

26.10.

20.00

Neu im DIF
Keine Sorge, mir geht’s gut
F 2006, 96 Min., OmU, FSK: ab 6
Regie: Philippe Lioret
Buch: Rudi Strahl, Hans-Joachim Kasprzik
Kamera: Lothar Gerber
Musik: Günter Hauk
Mit Mélanie Laurent, Kad Merad, Julien Boisselier, Isabelle Renauld, Aïssa Maïga, Simon Buret, Christophe Rossignon, Eric Herson-Macarel

Keine Sorge, mir geht’s gut
 
Nach ihrer Rückkehr aus den Sommerferien erfährt Lili, dass ihr Zwillingsbruder nach einem heftigen Streit mit dem Vater das Elternhaus verlassen hat. Wochen vergehen ohne ein Lebenszeichen von Loïc. Lili befürchtet das Schlimmste. Nach Monaten erhält sie überraschend eine Ansichtskarte von ihrem Bruder, bald darauf eine weitere, dann noch eine. Lili begibt sich auf die Suche nach dem Verschwundenen und kommt dabei einem Familiengeheimnis auf die Spur... Im Zentrum von KEINE SORGE, MIR GEHT'S GUT steht ein rätselhaftes Familiengeheimnis, das auf den ersten Blick recht harmlos erscheint, aber im Laufe des Films erschreckende Dimensionen annimmt. Treffend im Ton und voller Emotion erzählt der Film von Zusammenhalt, Vertrauen, Schutz und Intimität innerhalb der Familie. Die außergewöhnliche Familiengeschichte von Philippe Lioret (DIE FRAU DES LEUCHTTURMWÄRTERS, WELCOME) lockte in Frankreich über eine Million Besucher in die Kinos.

DIF

       
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