Mo

3.01.

18.00

Fundstücke. Vergessene und übersehene Perlen des Films
THE AMERICAN (THE AMERICAN)
USA 2010, 99 Min., OmU, FSK: ab 12 Jahren
Regie: Anton Corbijn
Buch: Rowan Joffe
Kamera: Martin Ruhe
Musik: Herbert Grönemeyer
Mit George Clooney, Thekla Reuten, Violante Placido

THE AMERICAN (THE AMERICAN)

'Sad and beautiful' urteilte ein bedeutender Filmkritiker über den neuen Film von Starfotograf Anton Corbijn, der schon für seinen Erstlingsfilm CONTROL begeisterte Reaktionen von Kritik und Publikum erhielt.
George Clooney vollendete mit Corbijns neuen Film THE AMERICAN sein wohl bislang bestes Kinojahr, begeisterte er doch schon in MÄNNER, DIE AUF ZIEGEN STARREN und UP IN THE AIR. Seine beste Rolle im Kinojahr 2010 ist allerdings die des Auftragskillers Jack: ein Meister seines Fachs, präzise, misstrauisch, ruhelos.
Als dann doch einmal ein Job schief läuft, beschließt er, sich nach seinem nächsten Auftrag zur Ruhe zu setzen. In der Abgeschiedenheit eines verschlafenen italienischen Bergdorfes will er sich in aller Ruhe darauf vorbereiten – doch die malerische Idylle trügt ...

DIF und :Ikonen: - das Kulturmagazin

DIF

Mo

3.01.

20.00

Fundstücke. Vergessene und übersehene Perlen des Films
THE AMERICAN (THE AMERICAN)

Di

4.01.

17.30

Filmwunsch
MEIN LEBEN ALS HUND (MITT LIV SOM HUND)
Schweden 1985, 101 Min., DF, FSK: ab 6
Regie: Lasse Hallström
Buch: Lasse Hallström, Reidar Jönsson, Brasse Brannström, Pelle Berglund nach einem Roman von Reidar Jönsson
Kamera: Jörgen Persson
Mit: Anton Glanzelius, Manfred Serner, Melina Kinnaman

MEIN LEBEN ALS HUND (MITT LIV SOM HUND)

Nach dem Welterfolg dieses Films ging Lasse Hallström nach Hollywood, wo er sich im folgenden erstaunlich treu blieb: komödiantisch-leichte Filme in Kleinstädten und auf dem Land, die bei allen Problemen doch immer harmonisch enden - beispielsweite GILBERT GRAPE und CHOCOLAT. An die überragende Klasse seines schwedischen Meisterwerks kam er allerdings nicht wieder heran: MEIN LEBEN ALS HUND ist ein zauberhaftes Filmerlebnis der Sonderklasse.
Als seine Mutter schwer erkrankt und sein Vater in Afrika verschollen ist, wird der 12jährige Ingemar, ein fantasiebegabter und aufgeweckter Junge in den Ferien zu seinem Onkel aufs Land geschickt. Vieles hier versteht er nicht, aber das Miteinander der Menschen in der dörflichen Gemeinschaft, das so ganz anders ist als in der Stadt, die Freundschaft zu Gleichaltrigen, mit denen er sich bei Fußball und Boxen messen kann, sowie die spielerische und offene Lebenssicht sind wie ein Labsal für ihn. Der Film beginnt düster und traurig und erhellt sich allmählich. Sind zunächst alle Ereignisse, etwa Ingemars Begegnung mit Sexualität und Rivalitäten um Freundschaft, durch die Präsenz von Krankheit und Tod bestimmt, relativieren sich allmählich die Dinge. Erzählt wird diese Geschichte um die Selbstfindung eines Jungen in facettenreich aufgefächerten, kleineren und
größeren Spannungsbögen. Ein wunderschöner, traumhafter Film, einfühlsam und zartfühlend inszeniert, ohne je sentimental zu werden; ein Film zum Entspannen und Genießen - ein Film, den man spätestens dann ins Herz schließt, wenn Ingemar seinen ersten Sieg erringt und selig in den Armen seiner kleinen Freundin einschläft.

DIF

Di

4.01.

20.00

EI – MILCH – HONIG TRILOGIE
EI (YUMURTA)
Türkei 2007, 97 Min., OmU, FSK: ungeprüft
Regie: Semih Kaplanoglu
Buch: Semih Kaplanoglu, Orcun Köksal
Kamera: Özgür Eken
Mit: Nejat Isler, Saadet Aksoy, Ufuk Bayraktar, Tülin Özen #

EI (YUMURTA)

Der erste Teil von Semih Kaplanoglus Trilogie, die mit dem Berlinale-Gewinner BAL – HONIG abgeschlossen wurde, hat in Deutschland leider noch keine Filmverleih gefunden, umso mehr freut es uns, dass es uns gelungen ist, den Film nach Wiesbaden zu holen. Auch dieser Film begeistert mit betörend schönen Bildern in langen Einstellungen: Der schweigsame Dichter Yusuf hat es sich in seinem Buchladen in Istanbul angenehm und ruhig eingerichtet, wird dann aber mit seinen traditionellen Wurzeln konfrontiert, als er zur Beerdigung seiner Mutter in seine Heimat unweit der ägäischen Küste reisen muss. Auf seiner Reise durchquert er ihm vertraute Orte, an denen alte Bräuche, überlieferte Werte und das Wissen um handwerkliche Techniken lebendig sind.

DIF

Mo

10.01.

17.30

In memoriam Dino De Laurentis
LA STRADA – DAS LIED DER STRASSE (LA STRADA)
Italien 1954, 102 Min., DF, FSK: ab 16
Regie: Federico Fellini
Buch: Federico Fellini, Tullio Pinelli, Ennio Flaiano
Kamera: Otello Martelli
Musik: Nino Rota
Mit Giulietta Masina, Anthony Quinn, Richard Basehart, Aldo Silvani, Marcella Rovere, Livia Venturini

LA STRADA – DAS LIED DER STRASSE (LA STRADA)

Am 11. November 2010 verstarb in Los Angeles Dino De Laurentiis – der neben Carlo Ponti erfolgreichste italienische Filmproduzent, und nicht zuletzt aufgrund des steten Auf und Abs in seiner Karriere wohl der dem Kinobesucher bekannteste. Wir zeigen in Erinnerung an ihn zwei seiner Erfolge - zunächst Federico Fellinis Meisterwerk LA STRADA. Die Beziehung zwischen der naiven Gelsomina und dem kraftstrotzenden Zampano wurde zu einem Welterfolg und zu einem Klassiker der Filmkunst. Das Lexikon des Internationalen Films schreibt: „Ob als eine simple Geschichte über menschliche Beziehungen oder als Allegorie verstanden – der durch den Zusammenklang aller künstlerischen Faktoren erzielten Intensität wird sich kaum ein Zuschauer entziehen können.“

Mo

10.01.

20.00

Stummfilm mit Musik – Gesamtkunstwerk Expressionismus
RASKOLNIKOW
Deutschland 1923, 138 Min., FSK: ungeprüft
Regie: Robert Wiene
Live-Musik von uns mit Uwe Oberg (Piano)
Buch: Robert Wiene, nach Motiven von Dostojewskis „Schuld und Sühne“
Kamera: Willy Goldberger
Mit Grigori Chmara, Elisaweta Skulskaja, Alla Tarasova, Pawel Pawlow
Live-Musik von und mit Uwe Oberg (Piano)

RASKOLNIKOW

Der mittellose Jurastudent Rasklonikow ermordet aus Habgier die Pfandleiherin Aljona sowie deren zufällig hinzukommende Schwester. Seine Tat versucht er durch eine Theorie vom Übermenschen zu rechtfertigen. Als er sich später in die junge Sonja verliebt, verursacht ihm sein Verbrechen aber mehr und mehr Gewissensbisse. Basierend auf Fjodor M. Dostojewskis „Schuld und Sühne“ drehte Robert Wiene, Regisseur von DAS CABINET DES DR. CALIGARI, diesen Film mit Schauspielern des Moskauers Künstlertheaters MChAT in den Hauptrollen. Schon die ersten Kritiken 1923 bescheinigten dem Film eine Meisterschaft in der Darstellung der Seelenzustände. Wichtige Rollen übernehmen dabei die Architektur und die Bauten mit ihrem verwinkelten und verzerrten Dekor, wie etwa die schier endlose Treppe im Haus der Mordopfer.

DIF

Di

11.01.

15.30

Rückblende - Film ab
KLEINE FLUCHTEN (LES PETITES FUGUES)
CH/F 1979, 131 Min., DF, FSK: ab 16
Regie: Yves Yersin
Buch: Yves Yersin, Claude Muret
Kamera: Robert Alazraki
Musik: Léon Francioli, Guillermo Villegas
Mit Michel Robin, Fabienne Barraud, Fred Personne, Dore de Rosa

KLEINE FLUCHTEN (LES PETITES FUGUES)

Zum Auftakt unseres neuen Halbjahresprogramms in Kooperation mit dem Seniorenbeirat der Landeshauptstadt Wiesbaden zeigen wir einen wunderschönen, poetischen und sehr heiteren Film über eine Selbstbefreiung: Auf einem Bauernhof mit traditionellen Hierarchien, in dem die Zeit stillgestanden zu haben scheint, kauft sich der Knecht mit seiner Altersrente ein Mofa. Diese Anschaffung verändert sein Leben, er unternimmt Entdeckungsfahrten und lernt neue Leute kennen. Durch und durch originell, absolut liebenswert und glaubhaft: KLEINE FLUCHTEN ist ein wunderbares Kinoerlebnis!

Ermäßigter Eintritt von 4,50 € für alle

DIF und Seniorenbeirat in der Landeshauptstadt Wiesbaden

Di

11.01.

18.00

Filmwunsch
HIROSHIMA - MON AMOUR (HIROSHIMA, MON AMOUR)
F / Japan 1959, 89 Min., DF, FSK: ab 12
Regie: Alain Resnais
Buch: Marguerite Duras, Gérard Jarlot
Kamera: Sacha Vierny, Takahashi Michio
Musik: Georges Delerue, Giovanni Fusco
Mit Emmanuele Riva, Eiji Okada, Stella Dassas, Pierre Barbaud, Bernard Fresson

HIROSHIMA - MON AMOUR (HIROSHIMA, MON AMOUR)

Für ihre erste Arbeit für den Film hatte Marguerite Duras nur 9 Wochen Zeit, nachdem von japanischer Seite vorgeschlagen wurde, einen Film zu drehen, der zum Teil in Japan, zum Teil in Frankreich spielt, und Alain Resnais sie bat, dafür etwas zu schreiben - mit den Worten „Schreibe Literatur, schreibe, als ob du einen Roman schriebest. Kümmere dich nicht um mich; vergiß die Kamera.“ Sie schrieb im wesentlichen zwei Monologe, die teilweise zum Dialog werden, und Resnais gelang das Kunststück, daraus eines der großen Werke der Filmgeschichte zu erschaffen. Das Lexikon des Internationalen Films schrieb über den Klassiker: „Die kurze Liebesbegegnung zwischen einer Französin und einem Japaner in der Stadt Hiroshima, die dabei nicht nur als Schauplatz und Kulisse dient, sondern in einer furchtbaren Bedeutung in ein differenziertes seelisches Geschehen hineinwirkt. Ein Film von bemerkenswerten psychologischen und künstlerischen Qualitäten.“
 
DIF

Di

11.01.

20.00

goEast präsentiert
MEIN GLÜCK (SCHASTYE MOE)
D/UA/F/NL 2010, 127 Min., russ/dt OmU, FSK: ungeprüft
Regie: Sergej Loznitsa
Buch: Sergej Loznitsa
Kamera: Oleg Mutu
Mit Viktor Nemets, Vlad Ivanov, Maria Varsami, Vladimir Golovin

MEIN GLÜCK (MY JOY)

Der Fernfahrer Georgy packt das Essen zusammen, das seine Frau zubereitet hat, und macht sich auf den Weg zur Arbeit. Auf der Fahrt trifft er die verschiedensten Personen, so dass die eigentliche Routine für Georgy bald zu einer Erfahrung wird, die er sich so niemals hätte vorstellen können. Eine Spirale der Gewalt setzt sich in Bewegung.

Kann der Mensch seine Menschlichkeit erhalten, wenn er zum Kampf ums Überleben aufgefordert wird? Die Kombination aus reiner Vernunft und poetischer Absurdität, verbunden mit dem Gefühl von Hilflosigkeit, erinnert an die Werke von Franz Kafka.
Die Kameraarbeit von Oleg Mutu (4 MONATE, 3 WOCHEN UND 2 TAGE) und das bewegende Sounddesign von Vladimir Golovnitsky (HOW I ENDED THIS SUMMER) unterstützt das Gefühl der Zeitlosigkeit.
Der Film basiert auf Geschichten, die Regisseur Sergei Loznitsa während seiner Jahre auf Reisen durch Russland selbst erlebt oder von denen er gehört hat. Loznitsa gelingt damit eine eindrückliche Parabel auf die Situation des heutigen Russlands.
MEIN GLÜCK lief 2010 im Wettbewerb von Cannes.

DIF

Mo

17.01.

17.30

Filmwunsch
EIN AFFE IM WINTER (UN SINGE EN HIVER)
F 1962, 103 Min., DF, FSK: ab 16, FBW: wertvoll
Regie: Henri Verneuil
Buch: Francois Boyer, Michel Audiard nach einem Roman von Antoine Blondin
Kamera: Louis Page
Musik: Michel Magne
Mit Jean Gabin, Jean-Paul Belmondo, Paul Frankeur, Suzanne Flon

EIN AFFE IM WINTER (UN SINGE EN HIVER)

Sowohl die eingehenden E-Mails wie auch die Einträge in das Gästebuch des Kinos werden von uns regelmäßig aufmerksam studiert, und drei der ausgefalleneren Filmwünsche unseres Publikums erfüllen wir in diesem Monat. Leider ist es nicht immer möglich, auf alle Wünsche und Anregungen einzugehen, oft scheitert das schon daran, dass die Rechte für den einen oder anderen Film in Deutschland abgelaufen sind. Umso mehr freuen wir uns, auch diese turbulente Komödie mit Jean Gabin und Jean-Paul Belmondo präsentieren zu können, über den das Lexikon des internationalen Films schreibt: „Ein alter Abenteurer und ein junger Phantast, den es nach Andalusien zieht, setzen ihre Fernweh-Träume gemeinsam in alkoholisch beschwingte Streiche um, die für kurze Zeit ein normannisches Hafenstädtchen durcheinanderbringen. Der weitgehend turbulente, in seiner Haltung aber besinnlich-poetische Film lebt von einer Reihe prächtiger Einfälle und der hohen Schauspielkunst seiner Darsteller.“

DIF

Mo

17.01.

20.00

Golden Globe für das Lebenswerk
1900 – TEIL 1: GEWALT, MACHT, LEIDENSCHAFT (NOVECENTO – 1° PARTE)
D / I / F 1975/76, 162 Min., deutsche Fassung, FSK: ab 16, FBW: wertvoll
Regie: Bernardo Bertolucci
Buch: Franco Arcalli, Giuseppe Bertolucci, Bernardo Bertolucci
Kamera: Vittorio Storaro
Musik: Ennio Morricone
Mit: Gerard Depardieu, Robert De Niro, Burt Lancaster, Sterling Hayden

1900 – TEIL 1: GEWALT, MACHT, LEIDENSCHAFT (NOVECENTO – 1° PARTE)

Bei der Golden Globe Verleihung am 16. Januar wird Schauspiellegende Robert De Niro mit dem Cecile B. DeMille-Award für sein Lebenswerk ausgezeichnet – das erste Mal, dass der Oscarpreisträger auch bei den Golden Globes einen Preis erhält. Für uns ist das der Anlass, eine kleine Reihe mit Filmen De Niros zu zeigen, beginnend mit Bernardo Bertoluccis monumentaler Interpretation der italienischen Geschichte seit der Jahrhundertwende. Robert De Niro spielt darin eine der beiden Charaktere, anhand derer Lebensgeschichte dies geschieht – Alfredo Berlinghieri jr, den Sohn eines Landbesitzers. Seinen Freund und doch als Kind von Landarbeitern mit einem ganz anderen Schicksal versehen stellt Gerard Depardieu dar. Bertolucci findet für seine große Saga faszinierende, oftmals lyrische Bilder.

DIF

Di

18.01.

17.30

100. Geburtstag Kurt Maetzig
EHE IM SCHATTEN
D 1947, 105 Min., FSK: ab 16
Regie: Kurt Maetzig
Buch: Kurt Maetzig nach der Novelle “Es wird schon nicht so schlimm” von Hans Schweikart
Kamera: Friedl Behn-Grund, Eugen Klagemann
Musik: Wolfgang Zeller
Mit: Paul Klinger, Ilse Steppat, Claus Holm, Alfred Balthoff, Willy Prager, Hans Leibelt

EHE IM SCHATTEN

Am 25. Januar wird Kurt Maetzig 100 Jahre alt – der Mitbegründer der DEFA wirkte maßgeblich auf das Filmschaffen in der DDR ein. Wir zeigen zwei seiner Filme, den in der DDR nicht aufgeführten DAS KANINCHEN BIN ICH und EHE IM SCHATTEN, der als ein Höhepunkt seines Schaffens gilt und auch internationale Anerkennung gewann. Basierend auf der Novelle von Hans Schweikart, in der dieser das tragische Schicksal seines Freundes Joachim Gottschalk nachzeichnet, erzählt der Film die Geschichte eines Berliner Schauspielers, der sich im Dritten Reich nicht von seiner jüdischen Frau trennen will und deshalb zunehmend Diffamierungen ausgesetzt sieht. Der einzige DEFA-Film, der in allen vier Berliner Sektoren gleichzeitig Premiere hatte, gilt mit mehr als 12 Millionen Kinobesuchern als der erfolgreichste deutsche Film der Nachkriegszeit.

DIF

Di

18.01.

20.00

In memoriam Dino De Laurentis
BLUE VELVET (BLUE VELVET)
USA 1986, 120 Min., deutsche Fassung, FSK: ab 18
Regie: David Lynch
Buch: David Lynch
Kamera: Frederick Elmes
Mit Isabella Rossellini, Kyle MacLachlan, Dennis Hopper, Laura Dern, Dean Stockwell, Hope Lange

BLUE VELVET (BLUE VELVET)

David Lynch hat mit vielen seiner Filme eine Fangemeinde gewonnen – der Kultfilm im Schaffen des eigenwilligen Regisseurs ist aber immer noch BLUE VELVET. Kyle MacLachlan, der auch in Lynchs Kult-TV-Serie TWIN PEAKS die Hauptrolle spielte, spielt hier einen braven Bürger, der in einer Kleinstadt ein menschliches Ohr im Gras findet – und dieses selbstverständlich bei der örtlichen Polizei abgibt. Diese verweigert ihm allerdings jede weitere Information, so dass er sich selbst auf die Suche nach dem Besitzer des Ohrs und dem, was hinter seinem Fund stecken mag, begibt. Er landet in einem Nachtclub und in ungeahnten menschlichen Abgründen. Ein Meisterwerk zum wieder sehen und neu entdecken!

DIF

Mo

24.01.

18.00

Die besten Filme des Jahres 2010
SOUL KITCHEN
D 2009, 100 Min., FSK: ab 12
Regie: Fatih Akin
Buch: Fatih Akin, Adam Bousdoukos
Kamera: Rainer Klausmann
Musik: Pia Hoffmann
Mit Adam Bousdoukos, Moritz Bleibtreu, Birol Ünel, Anna Bederke, Lucas Gregorowicz, Demir Gökgöl

SOUL KITCHEN

Eigentlich ist SOUL KITCHEN in einer Reihe der besten Filme des Jahres 2010 ein klein wenig gemogelt: der Film startete in Deutschland am 25. Dezember 2009 (und gewann auch den Silbernen Löwen in Venedig 2009). Mit dem späten Dezemberstart konnte er jedoch nicht mehr in unsere Reihe der besten Filme 2009 aufgenommen werden, und Fatih Akins bislang erfolgreichster Film kam so gut beim Publikum an und wurde so oft gewünscht, dass wir ihn nun noch einmal in unser Programm genommen haben. Basierend auf den Erfahrungen seines Freundes Adam Bousdoukos mit einer Hamburger Kneipe schuf Akin eine sehr vergnügliche Komödie über einen vom Pech verfolgten Kneipenbesitzer – vom Bandscheibenvorfall über einen kriminellen Bruder bis zum Umzug seiner Freundin von Hamburg nach Shanghai bleibt ihm nichts erspart. Und auch als das „Soul Kitchen“ auf einmal zum Szenerestaurant wird, fangen damit die Probleme erst so richtig an ...

DIF

Mo

24.01.

20.00

Golden Globe für das Lebenswerk
1900 – TEIL 2: KAMPF, LIEBE, HOFFNUNG (NOVECENTO – 2 PARTE)
D / I / F 1976, 154 Min., deutsche Fassung, FSK: ab 16, FBW: wertvoll
Regie: Bernardo Bertolucci
Buch: Franco Arcalli, Giuseppe Bertolucci, Bernardo Bertolucci
Kamera: Vittorio Storaro
Musik: Ennio Morricone
Mit: Robert De Niro, Gerard Depardieu, Dominique Sanda, Donald Sutherland, Ellen Schwiers

1900 – TEIL 2: KAMPF, LIEBE, HOFFNUNG (NOVECENTO – 2 PARTE)

Der zweite Teil von Bertoluccis monumentalem Geschichtsgemälde führt über die 30er Jahre, den Faschismus, den Befreiungskampf bis hin zur Formierung der Landarbeiter als politischer Kraft. Die Chronik der Ereignisse in der Provinz Emilia Romagna streben einem dramatischen Höhepunkt zu ... Die großartige Ausstattung, Bertoluccis Lust am Erzählen und sein Mut zum Pathos, die großartigen Schauspieler: all das fügen sich in beiden Teilen zu einem wahren Meilenstein der Kinogeschichte zusammen.

DIF

Di

25.01.

17.30

100. Geburtstag Kurt Maetzig
DAS KANINCHEN BIN ICH
DDR 1964/65, 114 Min., FSK: ab 12
Regie: Kurt Maetzig
Buch: Kurt Maetzig, Manfred Bieler
Kamera: Erich Gusko
Musik: Reiner Bredemeyer, Gerhard Rosenfeld
Mit: Angelika Waller, Alfred Müller, Irma Münch, Ilse Voigt, Wolfgang Winkler, Rudolf Ulrich

DAS KANINCHEN BIN ICH

Mit diesem Film hatte Kurt Maetzig bei den politischen Gremien der DDR wesentlich weniger Erfolg als mit dem Rest seines Werkes: Im Dezember 1965 beschloss das Plenum der SED, die Aufführung der Verfilmung eines Romans von Manfred Bieler zu verbieten, erst im Januar 1990 wurde er uraufgeführt. Kein Wunder, überzeugt der Film doch nicht nur durch erstklassige Darsteller, sondern auch durch treffenden Humor und klarsichtige Gesellschaftskritik: Eine junge Frau, die in Ost-Berlin nach dem Bau der Mauer aufgrund der Verurteilung ihres Bruders wegen „staatsgefährdender Hetze“ keine Zulassung zum Studium erhält, schlägt sich als Kellnerin durch – und verliebt sich in den Richter, der ihren Bruder verurteilte ...

DIF

Di

25.01.

20.00

Die besten Filme des Jahres 2010
SOUL KITCHEN
Siehe 24.01.

Mo

31.01.

18.00

Homonale - Nachlese
SPÄTE ENTSCHEIDUNG (LA SURPRISE)
F 2007, 100 Min., OmU, FSK: ab 16, FBW: wertvoll
Regie: Alain Tasma
Buch: Dominique Garnier
Musik: Cyril Morin
Mit Mireille Perrier, Rachida Brakni, Robin Renucci

SPÄTE ENTSCHEIDUNG (LA SURPRISE)

Es ist nicht nur der wieder einmal vergessene Hochzeitstag. Nach über zwanzig Jahren Ehe hat Marion einfach keine Lust mehr auf Paul und all die schön geredeten Kompromisse. Beherzt verlässt sie ihr altes Leben samt Teenager-Tochter und startet völlig neu: Mit frischem Elan, verändertem Style – und zu ihrer eigenen großen Überraschung – mit einer unverhofften Liebe zu ihrer neu gewonnenen Freundin Claude. Die junge Antiquitätenhändlerin mit dem Faible für Flamencotanz hat sie mit ihrer feurigen Art sofort bezaubert.
Dennoch, es braucht ein paar Tage bis Marion ihre Gefühle zugeben kann. Und auch Claude wartet erst mal ab. Denn nach Spielchen und vagen Affären ist ihr im Gedenken an ihre tiefe, verflossene Liebe sicher nicht zu Mute. So müssen beide Frauen erst mit ihrer Vergangenheit aufräumen – gerade auch Marions Tochter Justine sorgt dabei für einigen Trouble – bis die zwei Verliebten Vertrauen in ihre Beziehung setzen. Doch wahre Liebe ist letztlich immer für Überraschungen gut ...

Warmherzig und mit überzeugenden Darstellerinnen zeigt der preisgekrönte Film die turbulenten Auf und Ab eines späten Coming-out mit Happyend.

DIF

Mo

31.01.

20.00

Homonale - Nachlese
PLEIN SUD – AUF DEM WEG NACH SÜDEN (PLEIN SUD)
F 2009, 90 Min., OmU, FSK: ab 16
Regie: Sébastien Lifshitz
Buch: Stéphane Bouquet, Vincent Poymiro, Sébastein Lifshitz
Kamera: Claire Mathon
Musik: John Parrish, Marie Modiano, Jocelyn Pook
Mit Yannick Renier, Léa Seydoux, Théo Frilet, Nicole Garcia, Pierre Perrier, Micheline Presle

PLEIN SUD – AUF DEM WEG NACH SÜDEN (PLEIN SUD)

Es ist Sommer. Sam, 27 Jahre alt, sitzt am Steuer seines alten Ford und ist auf dem Weg nach Süden. Auf den Rücksitzen ein Geschwister-Paar, Léa und Matthieu, die Sam als Anhalter mitgenommen hat. Léa liebt die Männer, Matthieu auch. Auf ihrer langen Reise werden sie sich kennen lernen, sich herausfordern, sich verlieben.
Aber Sam hat ein Geheimnis, eine alte Wunde, die wieder aufgerissen ist – er hat nach langer Zeit eine Nachricht von seiner Mutter erhalten, und jetzt will er sie wiedersehen.

Sébastien Lifshitzs erster Film seit WILD SIDE ist ein Road-Movie im klassischen Sinn. Ein schweigsamer junger Mann ist auf dem Weg, sich seiner Vergangenheit zu stellen. Er wird von Jugendlichen vom Weg abgebracht, die auf der Flucht sind.
Das Durchfahren der Landschaft, die Gesten und Blicke, die Ruhelosigkeit ersetzen die Psychologie, die Auseinandersetzung mit den bestehenden Verhältnissen. Die lichtdurchflutete Landschaft Südfrankreichs, die erotische Atmosphäre, die Leichtigkeit des Sommers lenken die Reisenden von ihren dunklen Geheimnissen ab.
DIF

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