Programm der Caligari-FilmBühne: Februar 2008
Filmbühne Caligari

Hier ist das Programm des DIF aufgeführt. Das Gesamtprogramm erfahren Sie unter der Homepage der Caligari-FilmBühne.

Das Programm in der Caligari-FilmBühne:

         
           

Mo

4.02.

17.30

Oscar vor 60 Jahren
Tabu der Gerechten
USA 1947, 117 Min., DF, FSK: ab 12
Regie: Elia Kazan
Buch: Moss Hart, nach dem Roman von Laura Z.  Hobson
Kamera: Arthur Miller
Musik: Alfred Newman
Mit: Gregory Peck, Dorothy McGuire, John Garfield

Am 24. Februar wird in Los Angeles zum 80. mal der begehrteste Filmpreis der Welt verliehen: der Academy Award, auch Oscar genannt. Aus diesem Anlass werfen wir einen Blick zurück in die Oscar-Geschichte und zeigen einige der ausgezeichneten Filme, beginnend mit Elia Kazans frühen, engagierten Film, der gesellschaftliche Missstände anprangert und 1948 von 8 Nominierungen 3 Oscar-Auszeichnungen erhielt, darunter für die beste Regie und den besten Film. Leer ging hingegen Gregory Peck aus, der für seine Rolle als bester Hauptdarsteller nominiert war. Er spielt einen Journalisten, der über antisemitische Tendenzen in den USA recherchiert, wozu er sich als Jude ausgibt. Dabei erlebt er hautnah die widerspruchsvolle Situation der jüdischen Intellektuellen in New York und erfährt die stillschweigende Duldung antisemitischer Vorurteile, die sich hinter der Fassade bürgerlicher Toleranz verbergen.

DIF

 

Tabu der Gerechten

           
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Mo

4.02.

20.00

Oscar vor 50 Jahren
Die Nächte der Cabiria
Ialien 1957, 111 Min., DF, FSK: ab 16
Regie: Federico Fellini
Buch: Federico Fellini, Ennio Flaiano, Tullio Pinelli
Kamera: Aldo Tonti
Musik: Nino Rota
Mit: Giulietta Masina, François Périer, Franca Marzi, Dorian Gray

Vier mal erhielt der große Federico Fellini den Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film, dazu 1993 den Ehren-Oscar für sein Lebenswerk. DIE NÄCHTE DER CABIRIA war das zweite mal, dass Fellini den Oscar in Empfang nehmen konnte, zuvor gelang ihm dies mit LA STRADA. Und CABIRIA ist quasi eine Variation der Thematik von LA STRADA, wiederum mit Fellinis Ehefrau Guilietta Masina in der Hauptrolle (die beiden waren 50 Jahre bis zu seinem Tod verheiratet), mit etwas weniger Poesie und etwas mehr Optimismus. Cabiria, das römische Straßenmädchen, ist eine weitere Gestalt aus dem fellinischen Kosmos der armen Seelen, die konfus und kindlich auf ihren Traumprinzen wartet. Trotz zahlreicher Enttäuschungen und Demütigungen durch die Männer befindet sie sich – wie Don Quichotte auf der reinen Liebe bestehend – auf geheimnisvolle Weise im Zustand der Gnade und gespeist vom Quell einer paradoxen Lebensfreude. Nachdem Fellini sie durch die Hölle geschickt hat, kann er nicht umhin, sie zu umarmen und ihr ein Ständchen bringen zu lassen...

DIF

 

Die Nächte der Cabiria

           
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Di

5.02.

18.00

Oscar vor 40 Jahren
Liebe nach Fahrplan
CSSR 1966, 92 min, DF, FSK: ab 16
Regie: Jiri Menzel
Buch: Jiri Menzel nach einer Novelle von Bohumil Hrabal
Kamera: Jaromir Sofr
Musik: Jiri Sust
Mit Václav Neckár, Jitka Bendová, Vladimir Valenta, Josef Somr

Gleich mit seinem ersten Spielfilm gewann Jiri Menzel den Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film. Zuvor drehte der für PERLEN AUF DEM GRUND die Episode DER TOD DES BALTHASAR, damit begann zugleich eine äußerst produktive Zusammenarbeit mit dem 1997 verstorbenen tschechischen Schriftsteller Bohumil Hrabal, die in LIEBE NACH FAHRPLAN ihren ersten Höhepunkt fand: Ein junger Bahnbeamtenanwärter auf einem tschechischen Provinzbahnhof Ende des Zweiten Weltkriegs erweist sich nach einem missglückten Versuch als Mann und wird gleich zum Helden, indem er einen deutschen Munitionszug in die Luft sprengt. Eine hervorragend inszenierte und gut gespielte Komödie.

DIF

 

Liebe nach Fahrplan

           
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Di

5.02.

20.00

Oscar vor 40 Jahren
In der Hitze der Nacht
USA 1966, 110 Min., DF, FSK: ab 12
Regie: Norman Jewison
Buch: Stirling Silliphant nach dem Roman von John Ball
Kamera: Haskell Wexler
Musik: Quincy Jones
Mit Sidney Poitier, Rod Steiger, Warren Oates, Lee Grant, James Patterson

Sidney Poitier als erstklassiger Polizeidetektiv, der in einer Kleinstadt im Süden der USA auf der Durchreise verhaftet wird – aufgrund seiner Hautfarbe wird er in einem Mordfall sofort zum Verdächtigen. Doch wenige Zeit später hilft er dem vorurteilsbelasteten Polizeichef (Rod Steiger) bei der Aufklärung des Verbrechens. Der höchst spannende Krimi, der sich auch mit Rassismus auseinandersetzt, wurde für sieben Oscars nominiert und erhielt davon fünf – darunter für den besten Film und für Rod Steiger als besten Hauptdarsteller. Das hat dieser auch verdient, bedauerlich ist allerdings, dass Hollywood 1968 noch nicht so weit war, Sidney Poitier überhaupt für den Oscar zu nominieren. Ein Film, der durch seine großartigen Darsteller und intelligenten Spannungsaufbau nichts von seiner Klasse verloren hat und 2007 vom Amerikanischen Filminstitut unter die 75 besten Filme aller Zeiten gewählt wurde. (Einen der fünf Oscars gewann übrigens Hal Ashby für den besten Filmschnitt – wenig später wurde er mit Filmen wie HAROLD & MAUDE selbst ein berühmter Filmregisseur.)

DIF

 

In der Hitze der Nacht

           
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Mo

11.02.

18.00

Oscar vor 30 Jahren
Der Stadtneurotiker
USA 1977, 93 Min., DF, FSK: ab 6
Regie: Woody Allen
Buch: Woody Allen, Marshall Brickman
Kamera: Gordon Willis
Musik: Carmen Lombardo, Isham Jones
Mit Woody Allen, Diane Keaton, Tony Roberts, Carol Kane, Paul Simon

Vier Oscars und 25 Mio. Dollar Einspielergebnisse brachte dieser Film, der zu Woody Allens populärsten und besten Werken gehört, ein. Seine Oscars (bester Film, bestes Drehbuch und bester Regisseur) hat Woody Allen - im Gegensatz zu Diane Keaton (beste Hauptdarstellerin) - aus Verachtung für den Hollywoodrummel nicht in Empfang genommen. Den finanziellen Gewinn aus dem Film wahrscheinlich schon. Das Lexikon des internationalen Films schreibt "Der New Yorker Komiker Alvy Singer, nach einer unglücklichen Romanze mit dem Mädchen Annie wieder einmal in eine Krise geraten, läßt seine Vergangenheit Revue passieren, erinnert sich an seine verkorkste Jugend im jüdischen Milieu, erzählt von den Absurditäten der amerikanischen Kulturszene und philosophiert bissig-ironisch über Grenzfragen der Metaphysik. Woody Allens stark autobiografisch getönte Komödie zeigt einen intellektuellen Clown, der mit todernsten Problemen hadert, aber letzlich immer nur komisch sein kann; beschrieben wird der Weg eines Träumers und geborenen Verlierers, der am Ende dennoch durch die Kraft seiner eigenen Kreativität sein Überleben sichert. ... Dabei erweist sich Woody Allen als überaus versierter Regisseur, der spielerisch mit verschiedenen Stilen und Erzählformen jongliert."

DIF

 

Der Stadtneurotiker

           
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Mo

11.02.

20.00

60. Todestag Eisenstein – Stummfilm mit Musik
Panzerkreuzer Potemkin
UdSSR 1925, 75 Min., deutsche Zwischentitel, FSK: ungeprüft
Regie: Sergej M. Eisenstein
Live-Musik von und mit Uwe Oberg (Piano)
Buch: Nina Agadshanowa-Schutko
Kamera: Eduard Tisse
Mit Alexander Antonow, Wladimir Barski, Grigori Alexandrow, Repnikowa, Michail Gornorow

Heute jährt sich zum 60. mal der Todestag von Sergej Eisenstein, einer der Pioniere und großen Meister der Filmgeschichte. Sein berühmtester Film entstand zum 20. Jahrestag der Meuterei von Odessa. Russland im Jahr 1905. Der russisch-japanische Krieg wirft seine Schatten auch auf die Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer. Die Disziplin in Armee und Marine wird mit härtesten Maßnahmen aufrechterhalten. Doch unter den Matrosen des Panzerkreuzers „Fürst Potemkin“ herrscht wegen verdorbener Verpflegung eine wachsende Missstimmung, die plötzlich in einen Aufstand umschlägt.

Wie kaum ein anderer Film polarisierte Eisensteins Meisterwerk die Weimarer Republik. Unter reger Anteilnahme der Öffentlichkeit wurde der Film von den deutschen Zensurbehörden mehrmals geprüft, gekürzt, zugelassen und verboten – und auf der Brüsseler Weltausstellung von 1958 schließlich von internationalen Kritikern zum „besten Film aller Zeiten“ gekürt.

DIF

 

Panzerkreuzer Potemkin

           
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Di

12.02.

17.30

Oscar vor 10 Jahren
The Long Way Home
USA 1996, 114 Min., OmU, FSK: ab 16
Regie: Mark Jonathan Harris
Buch: Mark Jonathan Harris
Kamera: Don Lenzer
Musik: Lee Holdridge

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges machen sich 300.000 aus Konzentrationslagern befreite Juden auf in das Land, das Israel werden soll. Doch die in Palästina herrschenden Briten sind über die Neuankömmlinge nicht wirklich erfreut – sie beschränken die Einreise, beschießen Flüchtlings-Schiffe wie die Exodus, sammeln Auswanderer in Lagern. Die oscarprämierte Dokumentation über die Gründung Israels lässt Überlebende zu Wort kommen und beleuchtet den historisch-politischen Hintergrund mit reichem Archivmaterial. Ausserdem erzählen die Schauspieler Morgan Freeman und Martin Landau Anekdoten und Episoden aus der Zeit.

DIF

 

The Long Way Home

           
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Di

12.02.

20.00

Oscar vor 40 Jahren
Bonnie & Clyde
USA 1967, 111 Min., OmU, FSK: ab 16
Regie: Arthur Penn
Buch: Mike van Diem, Laurens Geels, Ruud van Megen nach dem Roman von Ferdinand Bordewijk
Kamera: Burnett Guffey
Mit Warren Beatty, Faye Dunaway, Michael J. Pollard, Gene Hackman, Gene Wilder, Estelle Parsons

Sie sind jung, verliebt und sie töten Menschen. Mit Bonnie und Clyde begann in Amerika ein Kino der Gegenkultur, der Kompromisslosigkeit. Arthur Penn erzählt die zum Mythos gewordene, wahre Geschichte des Gangsterpärchens Bonnie Parker und Clyde Barrow, die in den depressionsgeschüttelten 30er Jahren Banken ausraubten und auf der Flucht vor der Polizei quer durch die goldglänzende Landschaft des amerikanischen Südwestens unzählige Menschen erschossen. Bonnie und Clyde sind Galionsfiguren des New Hollywood. Ohne Rücksicht auf Verluste auf der Jagd nach Freiheit, Selbstbestimmung, Unabhängigkeit. Mit unschuldiger Naivität durchbrachen sie die Schallmauer der etablierten Mächtigen und wurden so zur Legende. Der Outlaw ist Sympathiefigur, Gesetzesbruch zur uramerikanischen Tat geworden. BONNIE UND CLYDE wurde zum Wegweiser für eine filmische Neubewertung des amerikanischen Traumes. Ein Meilenstein der Kinogeschichte, dessen Radikalität und Wirkungskraft bis heute unerreicht sind. Bei den Oscars hatte der radikale Film allerdings wenig Chancen - obwohl mit 10 Nominierungen als Favorit ins Rennen gegangen, gewann der Film "nur" die Oscars für beste Kamera und beste Nebendarstellerin, während IN DER HITZE DER NACHT von sieben Nominierungen fünf gewann (der Regie-Oscar ging in diesem Jahr übrigens an DIE REIFEPRÜFUNG: nur in wenigen Jahrgängen gab es so viele Filme zur Auswahl, die zu zeitlosen Klassikern wurden).

DIF

 

Bonnie & Clyde

           
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Mo

18.02.

17.30

Oscar vor 10 Jahren
Besser geht´s nicht
USA 1997, 138 Min., DF, FSK: ab 6
Regie: James L. Brooks
Buch: Mark Andrus, James L. Brooks
Kamera: John Bailey
Musik: Hans Zimmer
Mit Jack Nicholson, Helen Hunt, Greg Kinnear, Cuba Gooding Jr.

Allein und zurückgezogen lebt der reiche und zynische Schriftsteller Melvin Udall (Jack Nickolson) abgeschottet in seiner Wohnung mitten in New York. Wenn er seine Wohnung doch einmal verläßt, terrorisiert er seine Mitmenschen, so gut er kann. Und er kann das sehr gut! Wenn er etwa zum Essen in sein Stammrestaurant kommt, sind weder Gäste noch das Personal vor seinen rüden verbalen Attacken sicher. Lediglich die Kellnerin Carol kommt einigermaßen mit seinen Schrullen zurecht. Als sie ihre Stellung aufgeben muß, ist Melvin verärgert und fühlt sich in seiner Tagesroutine gestört. Als zudem noch sein Nachbar überfallen wird und Melvin dessen Hund aufs Auge gedrückt bekommt, platzt Melvin vollends der Kragen und er macht sich dran, auf seine Weise alles wieder in den Griff zu bekommen. Dass er sich dabei in Carol verliebt, macht die Sache für ihn nicht einfacher, für die Zuschauer aber um so amüsanter, denn in Liebesangelegenheiten muß der Zyniker Melvin noch viel lernen... Jack Nickolson ist die Rolle des Zynikers Melvin Udall geradezu auf den Leib geschrieben, geradezu brillant die Szene, in der er mit Sonnenbrille und höllischem Grinsen "Always look on the bright side of life" singt, und völlig zurecht bekam er dafür seinen dritten Oscar als bester Schauspieler. Und Helen Hunt ließ sich von ihrem berühmten Kollegen nicht an die Wand spielen, sonder zeigte in diesem Film, dass sie mehr kann, als bloß ihre Haare im Wind wehen zu lassen, und wurde für ihre großartige Schauspielkunst mit dem Oscar als beste Hauptdarstellerin belohnt.

DIF

 

Besser geht´s nicht

           
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Mo

18.02.

20.00

Fundstücke. Vergessene und übersehene Perlen des Films
Blueberry und der Fluch der Dämonen
F 2004, 124 Min., DF, FSK: ab 12
Regie: Jan Kounen
Buch: Gérard Brach, Matt Alexander, Jan Kounen
Kamera: Tetsuo Nagata
Musik: Jean-Jacques Hertz, François Roy
Mit Vincent Cassel, Juliette Lewis, Michael Madsen, Temuera Morrison

Die Verfilmung des französischen Kultcomics hinterließ bei den Fans der Vorlage eine gespaltene Meinung, denn mehr als auf die actionlastige Abenteuerseite des Westerncomics setzt die Verfilmung von Jan Kounen (DOBERMANN) auf eine spirituelle Reise, die visuell besticht und eigene Akzente setzt, die man in der Vorlage so nicht unbedingt findet. Die Handlung freilich ist den Comics entnommen: Mike Blueberrys Freundin wird vom Banditen Blount ermordet, er selbst wird von Indianern gefunden und groß gezogen. Jahre später ist er Marshall und trifft Blount wieder, der vermeintlich auf der Spur eines Goldschatzes ist, tatsächlich aber nach dem großen Geheimnis des Lebens sucht, das nur die Indianer kennen. Ein faszinierend inszeniertes Spiel mit Kamera, Darstellern und Bildern, das für einen so hoch budgetierten und aufwendigen Film erstaunlich kunstvoll und rätselhaft inszeniert ist, sich mit der Zeit aber dem Betrachter erschließt und ein ungewöhnliches Filmerlebnis bietet.

DIF und :Ikonen: - das Kulturmagazin

 

Blueberry und der Fluch der Dämonen

           
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Di

19.02.

17.30

Oscar vor 5 Jahren
Chihiros Reise ins Zauberland
Japan 2001 1955, 125 Min., DF, FSK: ab 0
Regie: Hayao Miyazaki
Buch: Hayao Miyazaki
Musik: Joe Hisaishi
Sprecher: Sidonie von Krosigk, Nina Hagen, Tim Sander, Cosma Shiva Hagen

2003 wurde erstmals ein Oscar in der Kategorie „Bester Animationsfilm“ vergeben. Und es war kein US-Film, der ihn gewann, sondern ein vor Fantasie und Bildgewalt überschäumender japanischer Film von Altmeister Hayao Miyazaki: Die zehnjährige Chihiro will nur widerwillig mit ihren Eltern von Tokio in einen kleinen Vorort ziehen, in dem sie weit weg von ihren Freunden ist. Auf dem Weg dorthin gerät die Familie in einen geheimnisvollen Tunnel, an dessen Ausgang die gefährliche und vielgestaltige Zauberwelt Aburaya auf sie wartet. Dort angekommen, werden Chihiros Eltern als Strafe für ihre Unbeherrschtheit in Mastschweine verwandelt und es liegt nun in der Hand des kleinen Mädchens, sie zu retten. Ein Junge namens Haku erzählt Chihiro, dass sie ihren Eltern nur helfen kann, wenn sie sich in den Dienst der Hexe Yubaba begibt...

DIF

 

Chihiros Reise ins Zauberland

           
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Di

19.02.

20.00

Oscar vor 5 Jahren
Der Pianist
F / D / P / GB 2002, 148 Min., DF, FSK: ab 12
Regie: Roman Polanski
Buch: Ronald Harwood
Kamera: Pawel Edelman
Musik: Wojciech Kilar
Mit Adrien Brody, Thomas Kretschmann, Frank Finlay, Maureen Lipman, Ed Stoppard, Julia Rayner, Jessica Kate Meyer, Emilia Fox, Ruth Platt

Da Roman Polanski in den USA immer noch die Verhaftung droht, konnte er den Oscar für die beste Regie nicht persönlich in Empfang nehmen, im Gegensatz zu Adrien Brody, der für DER PIANIST als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde. Er spielt den gefeierten polnisch-jüdischen Pianisten Wladyslaw Szpilman, für den in Warschau 1939 mit dem Einmarsch der Deutschen in Polen die Zeit des Leids beginnt. Nachdem er der Todesfalle des Warschauer Ghettos nur mit viel Glück und dank der Hilfe des polnischen Untergrunds entkommen konnte, geistert er allein und voller Angst durch die entvölkerte Metropole. Ein Offizier der deutschen Wehrmacht erwischt Szpilman...

DIF

 

Der Pianist

           
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Mo

25.02.

17.30

Oscar vor 5 Jahren
Nirgendwo in Afrika
D 2001, 141 Min., FSK: ab 6
Regie: Caroline Link
Buch: Caroline Link nach einem Roman von Stefanie Zweig
Kamera: Gernot Roll
Musik: Niki Reiser Mit: Juliane Köhler, Merab Ninidze, Matthias Habich, Sidede Onyulo, Karolin Eckertz, Lea Kurka

23 Jahre nach DIE BLECHTROMMEL gewann wieder ein deutscher Film den Oscar als bester nicht-englischsprachiger Film. Schon mit JENSEITS DER STILLE war Caroline Link nominiert worden, beim zweiten Mal hat es für die Regisseurin geklappt: ein vielschichtiges Drama über eine jüdische Familie, die 1938 nach Kenia emigriert. Der Verlust von Heimat und Verwandten bedroht die Ehe, die Frau gewöhnt sich nur schwer an das neue Leben, während die Kinder förmlich aufblühen. Am Ende des Krieges hat sich die Situation jedoch gedreht: nun ist es der Mann, der unbedingt nach Deutschland zurück will, da ihm eine Anstellung als Richter geboten wird.

DIF

 

Nirgendwo in Afrika

           
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Mo

25.02.

20.00

Ungekürzte Fassung
Die sieben Samurai
Japan 1954, 206 Min., OmU, FSK: ungeprüft
Regie: Akira Kurosawa
Buch: Shinobu Hashimoto, Hideo Oguni, Akira Kurosawa
Kamera: Asakazu Nakai
Musik: Fumio Hayasaka Mit: Toshiro Mifune, Takashi Shimura, Seiji Myaguchi, Yoshio Inaba

Ein Bauerndorf wird Jahr für Jahr von einer Räuberbande überfallen. Um dem Einhalt zu gebieten, legen die Bauern zusammen und verpflichten sieben umherwandernde Samurai, sich dem Kampf gegen die Räuber zu stellen. Aus den unterschiedlichsten Gründen lassen sich die Krieger darauf ein. Akira Kurosawas Meisterwerk ist einer der unvergesslichen und unvergänglichen Klassiker des Kinos, hat wie wenige andere Filme das moderne Kino beeinflusst und begeistert auch heute noch bei jeder Aufführung das Publikum – sowohl diejenigen, die den Film zum ersten Mal erleben, wie all die Fans, die sich den Film immer wieder anschauen können. Wir freuen uns, nun den Film erstmals in der Caligari FilmBühne in der ursprünglichen, nicht verstümmelten Fassung zeigen zu können. Denn für den „westlichen Export“ wurde Kurosawas großartiges Leinwandepos um ca 50 Minuten gekürzt. War schon die geschnittene Version des Films beeindruckend, so ist die ursprüngliche, ungekürzte Version des genialen Filmregisseurs absolut begeisternd: man sollte sich die Gelegenheit, den für zwei Vorführungen (im Kino im Deutschen Filmmuseum Frankfurt und bei uns im Caligari) nach Deutschland geholten Film auf der Kinoleinwand zu sehen, nicht entgehen lassen!

DIF

 

Die sieben Samurai

           
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Di

26.02.

18.00

Oscar vor einem Jahr
Eine unbequeme Wahrheit
USA 2006, 96 Min., OmU, FSK: ab 0
Regie: Davids Guggenheim
Kamera: Bob Richman, Davis Guggenheim
Musik: Michael Brook, Melissa Etheridge
Mit Al Gore

Nicht nur den Preis für den besten Dokumentarfilm, auch den für den besten Song (von Melissa Etheridge) gewann diese fesselnde Dokumentation über Al Gore und seinen unermüdlichen Feldzug gegen die Klimaerwärmung. Nicht zuletzt durch die Präsenz und das Charisma von Al Gore, der mittlerweile für sein Engagement mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, gelingt eine Dokumentation, die das wichtige Thema aufbereitet, ohne zu langweilen, und sowohl einen leicht verständlichen Einblick für Laien bietet wie auch neue Einsichten und Informationen für alle, die sich schon eingehender mit der Thematik beschäftigt haben. Die Jury der Filmbewertungsstelle urteilte bei der Begründung des Prädikats „besonders wertvoll“: „Der vielschichtige Film bietet eine wissenschaftlich fundierte Erklärung, und dies in Form einer furiosen Mischung aus realem Horror-Thriller, Politkrimi und unterhaltsamer Aufklärung. ... In einer kurzweiligen, schnell geschnittenen und atmosphärisch dicht strukturierten Dramaturgie wird der Betrachter mit wissenschaftlichen Fakten ebenso vertraut gemacht wie mit der entgegen gegesetzten Meinung und mit der Lobbyarbeit von US-Industriekonzernen. ... Die unbequeme Wahrheit über unser Klima findet immer mehr Gehr. Dazu trägt dieser aufrüttelnde Film maßgeblich bei.“

DIF

 

Eine unbequeme Wahrheit

           
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Di

26.02.

20.00

Oscar vor einem Jahr
Das Leben der Anderen
D 2005, 121 Min., FSK: ab 16
Regie: Florian Henckel von Donnersmarck
Buch: Florian Henckel von Donnersmarck
Kamera: Hagen Bogdanski
Musik: Gabriel Yared Mit Martina Gedeck, Ulrich Mühe, Sebastian Koch, Ulrich Tukur

Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler ist November 1984 auf den erfolgreichen Dramatiker Georg Dreyman angesetzt, dessen Leben Wiesler die Armseligkeit seines eigenen Lebens bewusst macht - er entdeckt eine Welt, der er sich immer weniger entziehen kann. Das Aufsehen erregende Regie-Debüt wurde im Frühjahr 2006 mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet, Ende 2006 folgte der Europäische Filmpreis – und schließlich 2007 der Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film. Ein intensiver, packender Thriller und eine ergreifende Liebesgeschichte zugleich, zugleich der letzte Kinoerfolg des großartigen und leider viel zu früh verstorbenen Ulrich Mühe.

DIF

 

Das Leben der Anderen

           
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      Programm des DIF in der Caligari-FilmBühne (PDF, 96 KB)    
           
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DIF, 07.01.2008