Programm der Caligari-FilmBühne: Januar 2008
Filmbühne Caligari

Hier ist das Programm des DIF aufgeführt. Das Gesamtprogramm erfahren Sie unter der Homepage der Caligari-FilmBühne.

Das Programm in der Caligari-FilmBühne:

         
           

Mo

7.01.

18.00

Zauber der Boheme
Österreich 1937, 95 Min., FSK: ab 12
Regie: Géza von Bolváry
Buch: Ernst Marischka, nach der Oper „La Bohème“ von Henri Murger und Giacomo Puccini
Kamera: Franz Planer
Musik: Giacomo Puccini, Robert Stolz
Mit Martha Eggerth, Jan Kiepura, Paul Kemp, Theo Lingen, Oskar Sima

Die junge Sängerin Denise lernt den arbeitslosen Tenor René kennen und verliebt sich in ihn. Sie wird von dem reichen Croisson umworben, dessen Antrag sie nicht erhört, ihn aber um Fürsprache für René beim Operndirektor bittet. Mit Erfolg – René wird als Rudolf in Puccinis "La Bohème" engagiert. Denise singt die Mimi, und deren Rollenschicksal wird ihr eigenes: Sie erkrankt an Lungenschwindsucht. Um René zu schonen, verlässt sie ihn und spielt ihm ein Verhältnis mit Croisson vor. Als es schließlich zur Aufführung kommt, kann sie als Mimi ihre wahren Gefühle für den Geliebten zum Ausdruck bringen...
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DIF

 

Zauber der Boheme

           
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Mo

7.01.

20.00

Best of 2007
Play
Chile 2005, 105 Min., OmU, FSK: ab 12
Regie: Alicia Scherson
Buch: Alicia Scherson
Kamera: Ricardo De Angelis
Musik: Joseph Costa, Marc Hellner
Mit Viviana Herrera, Andres Ulloa, Aline Küppenheim, Coca Guazzini

Lateinamerika hatte letztes Jahr keinen wirklich großen Erfolgsfilm in den deutschen Kinos (wie in Vorjahren etwa DIE REISE DES JUNGEN CHE oder CITY OF GOD), dafür war die Qualität der wenigen Filme, die 2007 den Sprung von Lateinamerika auf die deutschen Leinwände schafften, meist sehr hoch. Besonders erfreulich war, dass nach langem auch wieder Erstlingswerke junger Regisseurinnen aus Lateinamerika in Deutschland im Kino zu sehen waren. MADEINUSA von Claudia Llosa lief bereits im Caligari, nun zeigen wir PLAY von Alicia Scherson aus Chile – eine der ganz großen Entdeckungen im deutschen Kino 2007.Der Film spielt in Santiago de Chile: Die Stadt ist im Sommer heiß und gefährlich. Das macht die Suche nach Liebe nicht eben einfacher. Cristina, ein junges Mapuche-Mädchen aus dem Süden Chiles, arbeitet hier als Krankenpflegerin. In ihrer Freizeit streift sie durch die Stadt. Dabei sieht sie Tristan und dringt immer tiefer in sein Leben ein, folgt ihm auf Schritt und Tritt, ohne dass er dies bemerken würde. Der Architekt sieht Cristina nicht, sie ist unsichtbar für ihn und die anderen Bewohner des oberen Mittelklasse-Stadtteils, wo er lebt. Sie hat langes schwarzes Haar, dunklere Haut - eine Bedienstete, die man übersieht. Doch eines Tages treffen die beiden zusammen ... Poetisch, bildstark und manchmal märchenhaft, ist PLAY eine „wunderbar entspannt erzählte Großstadtballade“ (Filmecho) über das Leben als Spiel mit offenem Ende. Über einen Mann, der sucht, und eine Frau, die findet. Eine lebendige, berührende Alltagsgeschichte von Liebe und Zuneigung, die durch ihre außergewöhnliche filmische Umsetzung fasziniert. Auf subtile Weise beschreibt der Film zugleich auch die sozialen und kulturellen Differenzen zwischen den Protagonisten.

DIF

 

Play

           
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Di

8.01.

17.30

Stummfilm mit Musik – 150. Geburtstag Heinrich Zille
Mutter Krausens Fahrt ins Glück
D 1929, 113 Min., FSK: ungeprüft
Regie: Phil Jutzi
Buch: Willy Döll, Jan Fethke, nach Erzählungen von Heinrich Zille
Kamera: Phil Jutzi
Mit Alexandra Schmitt, Holmer Zimmermann, Ilse Trautschold, Gerhard Bienert
Live-Musik von und mit Uwe Oberg (Piano)

Am 10. Januar 1858 wurde der Zeichner Heinrich Zille geboren. Im Jahr des Todes des Berliner Originals entstand zu seinem Gedenken nach Erzählungen und Zeichungen Zilles MUTTER KRAUSENS FAHRT INS GLÜCK, einer der wichtigsten "proletarischen" Filme der Weimarer Republik und einer der größten künstlerischen und wirtschaftlichen Erfolge der Prometheus-Film GmbH. Angelehnt an die Typen Zilles versuchte eine Gruppe von engagierten Filmleuten, das elende Dasein der Berliner Proletarier "unverfälscht" zu schildern. Der Film, der unter dem Protektorat und der künstlerischen Beratung von Käthe Kollwitz (einer langjährigen Freundin Heinrich Zilles), Hans Baluschek und Otto Nagel stand, wurde zum Teil mit Laienschauspielern und an Originalschauplätzen gedreht. Eine Arbeiter-Familie in Wedding. Mutter Krausen trägt Zeitungen aus, um das Existenzminimum zu sichern. Der arbeitslose Sohn vertrinkt das mühsam einkassierte Zeitungsgeld und macht einen Einbruch, um alles wieder gut zu machen...

DIF

 

Mutter Krausens Fahrt ins Glück

           
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Di

8.01.

20.00

Best of 2007
Pans Labyrinth (EL LABERINTO DEL FAUNO)
Spanien/Mexico 2006, 119 Min., OmU, FSK: ab 16
Regie: Guillermo Del Toro
Buch: Guillermo Del Toro
Kamera: Guillermo Del Toro
Musik: Javier Navarrete
Mit Sergi López, Maribel Verdu, Ivana Baquero, Doug Jones

Eine Auswahl der besten Filme des letzten Kinojahrgangs (bzgl. des deutschen Starttermins der Filme) ist immer subjektiv, ein wenig davon abhängig, welche Filme wir sowieso schon öfter spielten und nie vollständig. Kaum ein Film gehört jedoch so unbedingt dazu wie dieser: bildgewaltig, poetisch, in einer ganz eigenen Filmsprache schuf Guillermo Del Toro eine Parabel über Gewalt und die Flucht davor in eine phantastische Eigenwelt. Es sei davor gewarnt, dass dieser Film in einigen wenigen Szenen sehr gewalttätig ist, was der Faszination an diesem einzigartigen Film jedoch keinen Abbruch tut. Guillermo Del Toro entführt den Zuschauer unwiderstehlich in die Welt der 12-jährigen Ofélia, die mit ihrer hochschwangeren Mutter zu ihrem Stiefvater nach Nordspanien zieht, wo dieser 1944, kurz nach General Francos Sieg, die republikanischen Rebellen bekämpft. Während dieses Kampfes in der realen Welt zieht sich Ofélia aus Angst vor ihrem brutalen und unberechenbaren Stiefvater immer mehr in eine Fantasiewelt zurück, wo ihr ein Pan eröffnet, sie sei die lange verlorene Prinzessin des Feenreiches.
Aus der Verknüpfung zweier zunächst vollkommen unterschiedlich wirkender Handlungsstränge erschafft Guillermo Del Toro eine sowohl emotional als auch visuell überwältigende Gothic-Fantasy-Erzählung – eine dunkle Parabel über die Macht der Träume.

DIF

 

Pans Labyrinth (EL LABERINTO DEL FAUNO)

           
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Mo

14.01.

17.30

Heinrich von Kleist
Amphitryon
Deutschland 1935, 103 Min., DF, FSK: ab 16
Regie: Reinhold Schünzel
Buch: Reinhold Schünzel nach dem Theaterstück von Heinrich von Kleist
Kamera: Fritz Arno Wagner, Werner Bohne
Musik: Franz Doelle
Mit Willy Fritsch, Käthe Gold, Paul Kemp, Adele Sandrock

Zwei Verfilmungen von Stücken von Heinrich von Kleist zeigen wir diesen Monat, zunächst eine Regiearbeit des Komödienspezialisten Reinhold Schünzel. Willy Fritsch glänzt in einer Doppelrolle als olympischer Lustgreis Jupiter und strahlender Krieger. Als Jupiter, Göttergemahl der gestrengen Juno, liebäugelt er mit irdischen Seitensprüngen. Als die Thebanerin Alkmene während des Kriegs gegen Böotien auf die Wiederkehr ihres Gatten wartet, wittert der Olympier seine Chance und stürzt dickbäuchig und greisenhaft mit Merkur in weltliche Versuchungen. Listig verwandelt er sich in den tapferen Amphitryon und Merkur in den Saufbold Sosias. Doch dann taucht auch der wahre Amphitryon auf. Dem Regisseur gelang es in dieser respektlosen Komödie noch 1935, bissige Seitenhiebe auf Autoritäten und Militarismus einzubringen

DIF

 

Amphitryon

           
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Mo

14.01.

20.00

Eine Stadt hört ein Buch
Stolz und Vorurteil (PRIDE AND PREJUDICE)
GB / USA 2005, 127 Min., DF, FSK: ab 0
Regie: Joe Wright
Buch: Deborah Moggach nach dem Roman von Jane Austen
Kamera: Roman Osin
Musik: Dario Marianelli
Mit Keira Knightley, Matthew Macfadyen, Claudie Blakley, Brenda Blethyn

Schon vor Beginn des hr-2-Hörfestes 2008 wird einer der beliebtesten Romane der Weltliteratur an vier Veranstaltungsorten Wiesbadens in Episoden gelesen: Jane Austens „Stolz und Vorurteil“. Dazu zeigen wir im Caligari die gelungene Verfilmung des Klassikers mit Keira Knightley in der Hauptrolle: die fünf Bennet-Töchter müssen reich heiraten, damit das Familienerbe nicht in Gefahr gerät, doch Liebe und Einbildungskraft sorgen dafür, dass dies nicht so einfach nach Plan funktionieren kann. Ohne Angst vor großen Gefühlen auf der Kinoleinwand wurde die Welt Jane Austens endlich wieder einmal in aller Pracht filmisch umgesetzt.  

DIF und Kulturamt

 

Stolz und Vorurteil (PRIDE AND PREJUDICE)

           
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Di

15.01.

18.00

Laurel & Hardy
Die Doppelgänger von Sacramento (OUR RELATIONS)
USA 1936, 74 Min., FSK: ab 6
Regie: Harry Lachman
Buch: Richard Connell, Felix Adler
Kamera: Rudolph Maté
Musik: Le Roy Shield
Mit Stan Laurel, Oliver Hardy, Sidney Toler, Daphne Pollard

Auf vielfachen Wunsch gibt es die beiden großartigen Komiker Stan Laurel und Oliver Hardy (in Deutschland auch als „Dick und Doof“ bekannt) endlich wieder auf der Caligari-Leinwand zu sehen – in diesem Fall mit einem ihrer aufwändigsten und besten Filme, in dem die beiden in Doppelrollen zu sehen sind. In ihrem einen Leben sind sie verheiratet und führen ein bürgerliches Dasein, doch da gibt es noch die eigentlich totgeglaubten Zwillingsbrüder – beide Matrosen und die schwarzen Schafe der jeweiligen Familie. Unzählige Verwechslungen, Verfolgungsjagden, perfekt getimte Gags fügen sich zu einer großartigen Komödie zusammen!

DIF

 

 

           
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Di

15.01.

20.00

Best of 2007
Jindabyne – Irgendwo in Australien
Aus 2006, 123 Min., DF, FSK: ab 12
Regie: Ray Lawrence
Buch: Beatrix Christian nach der Kurzgeschichte von Raymond Carver
Kamera: David Williamson
Musik: Paul Kelly, Dan Luscombe
Mit Laura Linney, Gabriel Byrne, Chris Haywood, Tatea Reilly

Viele der schönsten Filme 2007 entführten uns in die Provinz – z. B. der wunderbare Dokumentarfilm FULL METAL VILLAGE nach Wacken in Schleswig-Holstein, die liebevolle Schweizer Komödie DIE HERBSTZEITLOSEN oder der US-Indie JUNEBUG. Noch nicht im Caligari gelaufen – da erst Ende 2007 in Deutschland gestartet – ist der neue Film des Regisseurs von LANTANA, Ray Lawrence, der uns in die australische Provinz entführt, in ein verschlafenes Nest, in dem ein faszinierendes Beziehungsgeflecht unterschiedlicher Charaktere gezeigt wird, und in die überwältigende Landschaft, in die vier der Protagonisten zum Fischen aufbrechen. Die Ruhe wird durch einen Mord gestört. Ein atmosphärisch dichtes Drama mit exzellenten Schauspielern.

DIF

 

Jindabyne – Irgendwo in Australien

           
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Mo

21.01.

17.00

Weiter leben – Berthold und Trude Simonsohn
Trude Simonsohn – Warum hab ich überlebt?
Deutschland 1995, 60 Min., FSK: ab 12
Regie: Carmen Renate Köper-Eschberg
Zu Gast: Trude Simonsohn, Carmen Renate Köper-Eschberg
Moderation: Peter Steinbach

Mit Trude Simonsohn

Trude Simonsohn wurde 1921 im nordmährischen Olmütz geboren, setzte sich in der zionistischen Jugendbewegung für die Auswanderung und damit für die Selbsterhaltung der Juden in einem eigenen, unabhängigen Land ein. Trotz des Verbots durch den NS-Staat arbeitete sie als Zionistin illegal weiter, wurde nach dem Attentat auf Reinhard Heydrich verhaftet und nach Theresienstadt und Auschwitz verschleppt. Sie überlebte den Holocaust und wurde nach dem Ende der NS-Gewaltherrschaft eine der bedeutenden Persönlichkeiten der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt am Main. Sie berichtet als Zeitzeugin seit vielen Jahren Jugendlichen in ganz Deutschland über ihr Überlebendenschicksal und engagiert sich vielfältig für die Erinnerung an ihre ermordeten Leidensgefährten. Das Land Hessen dankte ihr dafür mit der Wilhelm Leuschner Medaille. Die Schauspielerin, Diseuse, Rezitatorin, Buchautorin und Filmemacherin Carmen Renate Köper-Eschberg, die seit vielen Jahren vielfältig für die Erinnerung an Verfolgung und Widerstand im Nationalsozialismus engagiert ist, drehte diesen Film über Trude Simonsohn für den HR.

DIF

 

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Mo

21.01.

19.30

Weiter leben – Berthold und Trude Simonsohn
Buchvorstellung: Berthold Simonsohn
Von Wilma Aden-Grossmann
Eintritt frei
Zu Gast: Trude Simonsohn, Wilma Aden-Grossmann
Moderation: Peter Steinbach

Berthold Simonsohn, 1912 in Bernburg an der Saale geboren; 1978 in Frankfurt am Main gestorben, war durch sein lebenslanges soziales Engagement eine Ausnahmeerscheinung seiner Zeit. Als verfolgter Jude wurde er während des Nationalsozialismus nach Theresienstadt deportiert und überlebte fünf Konzentrationslager. Er kehrte nach Deutschland zurück und baute die Zentralwohlfahrtsstelle für Juden wieder auf, die er bis 1961 leitete. Als Professor für Sozialpädagogik und Jugendrecht an der Universität Frankfurt setzte er sich für die Reform des Jugendrechts und des Jugendstrafvollzugs ein. Er gehört damit zu jenen Überlebenden und Rückkehrern, die nach 1945 die Gesellschaft der Bundesrepublik maßgeblich mit gestalteten. Wilma Aden-Grossmann promovierte 1974 bei Berthold Simonsohn, lehrte an den Universitäten Berlin, Frankfurt und Dortmund und ist Professorin für Sozialpädagogik an der Universität Kassel. Ihre Biografie von Berthold Simonsohn erschien 2007.

DIF

 

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Di

22.01.

17.30

Wenn wir alle Engel wären
D 1936, 105 Min., FSK: ab 16
Regie: Carl Froelich
Buch: Heinrich Spoerl nach seinem gleichnamigen Roman
Kamera: Reimar Kuntze
Musik: Hansom Milde-Meißner
Mit Heinz Rühmann, Leny Marenbach, Harald Paulsen, Lotte Rausch, Will Dohm

Ein kleinbürgerlicher Ehegatte reist zu einer Taufe nach Köln, und schon glaubt er, hier die große Welt erleben zu können. Er stürzt sich in das Nachtleben und besucht die verschiedensten Etablissements. Ohne zu wissen wie, landet er in einem Hotel und übernachtet dort. Am nächsten Morgen weiß er nicht mehr, wie diese Nacht endete und reist mit einem entsprechend schlechten Gewissen wieder nach Hause... Eine Paraderolle für Heinz Rühmann!
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DIF

 

Wenn wir alle Engel wären

           
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Di

22.01.

20.00

Best of 2007
Hallam Foe
GB 2007, 96 Min., OmU, FSK: ab 16
Regie: David Mackenzie
Buch: David Mackenzie
Kamera: Gilles Nuttgens
Mit Jamie Bell, Sophia Myles, Ciarán Hinds, Jamie Sives, Ewen Bremner, Maurice Roëves, Claire Forlani

Im Berlinale-Wettbewerb 2007 waren zwei britische Filme die absoluten Publikumslieblinge, die einiges gemeinsam hatten: beides waren „Feel-Good-Movies“, die zwar Probleme behandelten, das Publikum jedoch glücklich aus dem Kino entließen, in beiden Filmen kam der/die Protagonist/in aus dem kleinen Ort in die große Stadt, und beide bestachen durch exzellente Darstellerleistungen – in diesem Fall vor allem der von Jamie Bell (BILLY ELLIOT), der vom Herrenhaus seines Vaters abhaut und nach Edinburgh kommt. Dort treibt er sich gerne auf den Dächern der Stadt herum und beobachtet die Menschen von oben. Als er sich verliebt, beginnt sich sein Leben zu ändern – nun muss er sein Leben doch endlich einmal in geregelte Bahnen bringen... Der Film erhielt einen Silbernen Bären für die beste Musik. 

DIF

 

Hallam Foe

           
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Mo

28.01.

18.00

Heinrich von Kleist
Der zerbrochene Krug
Deutschland 1937, 85 Min., FSK: ab 12
Regie: Gustav Ucicky
Buch: Thea von Harbou nach dem Theaterstück von Heinrich von Kleist
Kamera: Fritz Arno Wagner
Musik: Wolfgang Zeller
Mit Emil Jannings, Friedrich Kayssler, Elisabeth Flickenschildt, Max Gülstorff, Lina Carstens

In einem kleinen Dorf findet bei Richter Adam eine Verhandlung statt, die vom Gerichtsrat persönlich geleitet wird. Es geht um den zerbrochenen Krug der Witwe Rull, und für sie ist der Täter eindeutig Ruprecht, der Verehrer ihrer Tochter Eva. Wahrscheinlich ist das Malheur beim nächtlichen Einstieg in deren Zimmer passiert. Aber Ruprecht streitet alles ab. Emil Jannings brilliert in der wortgetreuen Verfilmung des Kleist-Klassikers.
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DIF

 

Der zerbrochene Krug

           
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Mo

28.01.

20.00

Fundstücke. Vergessene und übersehene Perlen des Films
Werckmeister Harmóniák
Ungarn/D/F 2000, 145 Min., OmU, FSK: ungeprüft
Regie: Béla Tarr
Buch: Béla Tarr, Lászlo Krasznahorkai nach dessen Roman „Die Melancholie des Widerstands“
Kamera: Gábor Medvigy, Jörg Widmer, Patrick de Ranter, Rob Tregenza, Emil Novák, Erwin Lanzensberger, Miklós Gurbán
Musik: Mihály Vig
Mit Lars Rudolph, Peter Fitz, Hanna Schygulla, János Derszi, Djoko Rossich

In eine ungarische Kleinstadt kommt mitten im kältesten Winter eine Wanderschau , die einen toten Wal ausstellt. Unermüdlich stehen die Menschen in der eisigen Kälte Schlange, um das Monster zu betrachten. Von überall her strömen sie, aus dem ganzen Land. Die extreme Kälte und all die Fremden bringen die Stadt an den Rand des Wahnsinns - und es benötigt nur noch eine Kleinigkeit, eine einzige unkontrollierte Bewegung, um das Chaos loszulösen, um die angespannte Stimmung zum Explodieren zu bringen. Ein Film über „den jahrhundertelangen Kampf zwischen Barbarei und Zivilisation“ (so Ausnahmeregisseur Béla Tarr über sein neuestes Meisterwerk), in unvergleichlichen, schlicht überwältigenden Schwarz-Weiss Bildern mit einer genialen Kamera eingefangen.
„Existenzielles Gedicht, gotisch anmutende Phantasterei oder ein Wach- und Alptraum? Es gibt niemanden wie Béla Tarr, der so das absurde menschliche Schicksal einfängt und aus diesem tatkräftigen Pessimismus das notwendige Anschauungsmaterial gewinnt, um uns über die Welt staunen zu lassen. ... Und außerdem kann man sich berauschen an den Schwarzweißaufnahmen, die von außergewöhnlicher plastischer Schönheit sind.“
Libération, Paris

DIF und :Ikonen: - das Kulturmagazin

 

Werckmeister Harmóniák

           
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Di

29.01.

17.30

Duell mit dem Tod
Österreich 1949, 114 Min., FSK: ab 12
Regie: Paul May
Buch: Paul May
Kamera: Helmuth Ashley
Mit Rolf von Nauckhoff, Annelies Reinhold, Ernst Waldbrunn, Maria Eis, Erich Dörner

Nach dem Zweiten Weltkrieg wird der Wiener Physikprofessor Dr. Ernst Romberg wegen Mordes an dem tschechischen Schneidermeister Franz Lang vor ein alliiertes Militärgericht gestellt. Die Verhandlung läuft schlecht für ihn, bis ihm erlaubt wird, selbst eine umfassende Darstellung der Ereignisse zu geben: Während des Krieges muss er mithilfe einer gestohlenen Uniform vor der Gestapo fliehen, tarnt sich als hoher SS-Offizier und betreibt gemeinsam mit seiner Frau Maria und dem Pfarrer Menhardt eine Widerstandsgruppe in Österreich, die zahlreichen Gestapo-Opfern zur Flucht verhilft. „Künstlerisch wie politisch eindrucksvolles Drama.“ (Lexikon des internationalen Films)
www.filmportal.de

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Duell mit dem Tod

           
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Di

29.01.

20.00

Best of 2007
Ratatouille
USA 2007, 111 Min., OV, FSK: ab 0
Regie: Brad Bird
Buch: Brad Bird
Kamera: Robert Anderson, Sharon Calahan
Musik: Michael Giacchino
Mit Ian Holm, Peter O´Toole, Janeane Garofalo, Lou Romano

Was für ein wunderbarer Film! Selbst die eingefleischtesten Cineasten, selbst Regisseure kunstvoller und inhaltlich schwerwiegender Filme gestehen es sich irgendwann im Gespräch einander ein: schon lange hat man kein so vergnügliches, durch und durch befriedigendes Kinoerlebnis gehabt wie beim Besuch des neuesten CGI-Animationsstreiches aus dem Hause Pixar – was sicherlich auch am Regisseur Brad Bird liegt, der mit RATATOUILLE, INCREDIBLES und DER GIGANT AUS DEM ALL mittlerweile drei erstklassige Animationsfilme ablieferte. Die Geschichte einer Gourmet-Ratte, die in Paris in einem Restaurant für Furore sorgt, nun auch in der englischen Originalfassung im Caligari – bon appetit!

DIF

 

Ratatouille

           
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DIF, 18.12.2007