Programm der Caligari-FilmBühne: März 2008
Filmbühne Caligari

Hier ist das Programm des DIF aufgeführt. Das Gesamtprogramm erfahren Sie unter der Homepage der Caligari-FilmBühne.

Das Programm in der Caligari-FilmBühne:

         
           

Mo

3.03.

17.30

100. Geburtstag Helmut Käutner
Kleider machen Leute
D 1940, 107 Min., DF, FSK: ab 12
Regie: Helmut Käutner
Buch: Helmut Käutner nach einer Novelle von Gottfried Keller
Kamera: Ewald Daub
Musik: Bernhard Eichhorn
Mit: Heinz Rühmann, Hertha Feiler, Aribert Wäscher, Erich Ponto

Helmut Käutner, am 25. März 1908 in Düsseldorf geboren und 1980 in Italien verstorben, gilt immer noch als einer der wichtigsten deutschen Filmregisseure. Filme wie ROMANZE IN MOLL und UNTER DEN BRÜCKEN fanden internationale Beachtung, obwohl sie in den Kriegsjahren entstanden, DER HAUPTMANN VON KÖPENICK gilt als erster deutscher Nachkriegs-Filmerfolg in den USA. Wir zeigen März und April eine kleine Auswahl seiner Filme, beginnend mit der vergnüglichen Komödie nach Gottfried Kellers Novelle. Der verträumte Schneidergeselle Wenzel wird entlassen, da er den Frack, der für den Bürgermeister bestimmt war, für sich selbst zurechtschnitt. Den Frack, den er verpfuscht hat, darf er aber mitnehmen und zieht ihn auch an. Ein Puppenspieler nimmt ihn in seinem Wagen mit und redet ihn mit Graf an. So wird er in Goldach gebührend empfangen, man hält ihn für Graf Stroganoff, den Abgesandten des Zaren. Obwohl er versucht, mit der Wahrheit herauszurücken, wird er immer wieder fürstlich bewirtet und zu Empfängen eingeladen. Da taucht der wahre Stroganoff taucht auf…

„Eine vorzügliche Komödie in zart versponnener Romantik und satter Milieumalerei mit ironischen Lebensweisheiten.“ (Lexikon des internationalen Films)

DIF

 

Kleider machen Leute

           
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Mo

3.03.

20.00

Rollentausch
Bis zum Ellenbogen
D 2007, 85 Min., FSK: ab 12
Regie: Justus von Dohnanyi
Buch: Justus von Dohnanyi Kamera: Matthias Schellenberg
Musik: Stefan Will, Timo Blunck Mit: Stefan Kurt, Jan Josef Liefers, Justus von Dohnanyi, Susanne Wolff

Schon immer haben Schauspieler gerne mal von vor der Kamera hinter die Kamera gewechselt, um als Regisseur mehr Einfluss auf die Gestaltung der Filme zu haben – teils mit sich selbst als Darsteller, oft konzentrieren sie sich dann aber auch erst einmal auf die Regie. In letzter Zeit gab es einige sehr beachtliche Regiedebuts von Schauspielern, die wir in einer sehr abwechslungsreichen Filmreihe präsentieren. Den Auftakt macht eine turbulente schwarze Komödie, mit der Justus von Dohnanyi sein Regiedebut gibt: Während eines Urlaubs in den Schweizer Alpen lernen sich Achim, ein risikofreudiger Jung-Reeder und Willi, ein erfinderischer Lebenskünstler, kennen – weil sie in einen Unfall verwickelt werden. Die beiden könnten unterschiedlicher kaum sein und können sich auch kaum leiden. In der Ferienhütte von Sven, einem friedliebenden Bankangestellten aus Sylt, finden die Streithähne notgedrungen Unterkunft. Als Sven jedoch durch einen unglücklichen Zufall ums Leben kommt, haben Achim und Willi ein Problem. Sven nämlich hat vor seinem Tod jede Menge interessanter Dinge erzählt: über seinen Chef bei der Bank, einen Haufen Schwarzgeld und den Schlüssel dazu –und das wollen Achim und Willi sich nun holen. Aber: Wohin mit der Leiche?

DIF

 

Bis zum Ellenbogen

           
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Di

4.03.

18.00

100. Geburtstag Anna Magnani
L´amore
Italien 1948, 78 min, OmU, FSK: ab 16
Regie: Roberto Rossellini
Buch: Roberto Rossellini, Federico Fellini, Tullio Pinelli nach einem Drama von Jean Cocteau und einer Novelle von Ramón María del Valle-Inclán
Kamera: Robert Juillard, Aldo Tonti
Musik: Renzo Rossellini
Mit Anna Magnani, Federico Fellini, Peparuole

Am 7. März wäre Anna Magnani 100 Jahre alt geworden. Filme wie AMORE, MAMMA ROMA, ROM, OFFENE STADT und DIE GOLDENE KAROSSE wären undenkbar ohne. Mit ihrer vitalen, kraftvollen, leidenschaftlichen und selbstbewussten Art wurde sie zur italienischen Volksschauspielerin schlechthin. Wir zeigen aus diesem Anlass in ihrer Rolle als debiles Dorfmädchen, das glaubt, vom heiligen Josef schwanger zu sein. Rossellini schnitt seinen Zwei-Episoden-Film (nach Jean Cocteau und Ramón María del Valle-Inclán) ganz auf die großartige Darstellerin zu. An der beklemmenden Charakterstudie wirkte auch Federico Fellini als Co-Autor und Darsteller mit.

DIF

 

L´amore

           
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Di

4.03.

20.00

Filmwunsch
Die Fremde in Dir
USA 2007, 122 Min., DF, FSK: ab 16
Regie: Neil Jordan
Buch: Roderick Taylor, Bruce A. Taylor, Cynthia Mort
Kamera: Philippe Rousselot
Musik: Dario Marianelli
Mit Jodie Foster, Terrence Dashon Howard, Nicky Katt, Naveen Andrews

Bei einem Spaziergang werden eine New Yorker Radiomoderatorin und ihr Mann überfallen. Während er stirbt, überlebt sie schwerverletzt. Nach ihrer Genesung muss sie Schritt für Schritt wieder ein Leben für sich finden – und sich mit moralischen Grenzen und Rache auseinandersetzen, die sie selbst zunächst bedenkenlos überschreitet. Der irische Regisseur Neil Jordan dreht seit Jahren wechselnd Filme in seiner Heimat CRYING GAME, BUTCHER BOY, BREAKFAST ON PLUTO) und in Hollywood (INTERVIEW MIT EINEM VAMPIR). Gemeinsam mit der wieder einmal großartigen Hauptdarstellerin Jodie Foster gelang ihm ein ebenso packendes wie nachdenkliches Drama über eine Frau, die ihren Platz im Leben verloren hat und neu finden muß und über Fragen von Gewalt und Rache. Im Gegensatz zu vielen auf den ersten Blick ähnlichen Filmen gelingt es dem Film, einerseits mit der packenden Handlung zu fesseln, aber andererseits auch Raum für moralische Diskussionen zu lassen, anstatt zu versuchen, auf der rein emotionalen Ebene das Publikum zu übertölpeln.

DIF

 

Die Fremde in Dir

           
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Mo

10.03.

18.30

Carlos Saura
Bluthochzeit
Spanien 1981, 71 Min., OmU, FSK: ab 6
Regie: Carlos Saura
Buch: Carlos Saura, Antonio Gades nach einem Bühnenstück von Federico Garcia Lorca
Kamera: Teo Escamilla
Musik: Emilio de Diego
Mit Antonio Gades, Cristina Hoyos, Juan Antonio, Pilar Cardenas, Carmen Villena

Auf mehrfachen Wunsch zeigen wir die zwei herausragenden Filme des spanischen Regisseurs Carlos Saura, der vor allem durch seine mitreißenden Tanzfilme bekannt wurde – am Ostermontag noch einmal CARMEN, zunächst aber diese großartige Umsetzung einer Ballettaufführung nach dem Theaterstück von Federico Garcia Lorca. Zwei Männer kämpfen um eine Frau, der Streit spitzt sich zu, bis er am Hochzeitstag sein fatales Ende findet. Das Lexikon des internationalen Films urteilt: „Ein virtuos gestalteter Dokumentarfilm, der die in intensiver Körpersprache herausgearbeitete Verbindung von leidenschaftlicher Liebe und Tod kommentiert, vervielfacht und so zu einer Einheit von Bildästhetik, Ballettkunst und Musik gelangt.

DIF

 

Bluthochzeit

           
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Mo

10.03.

20.00

Fundstücke. Vergessene und übersehene Perlen des Films
Eine öffentliche Frau
F 1983, 115 Min., DF, FSK: ab 18
Regie: Andrzej Zulawski
Buch: Dominique Granier, Andrzej Zulawski nach dem Roman von Dominique Granier
Kamera: Sacha Vierny
Musik: Alain Wisniak Mit Francis Huster, Valérie Kaprisky, Lambert Wilson, Diane Delor

Andrzej Zulawski zählte von seinem ersten Film an als Querdenker und enfant terible des osteuropäischen Kinos. Die destruktive Kritik in seinem Heimatland Polen trieb ihn bereits 1975 nach Frankreich, wo er mit NACHTBLENDE (mit Romy Schneider) einen großen Erfolg verbuchte. Mit DIE ÖFFENTLICHE FRAU (1983) knüpfte er an diesen frühen Erfolg an und machte Valerie Kaprisky zum Star. Zugleich erfüllte er sich einen langgehegten Wunsch: Er ließ in diesem Film einen jungen, hemmungslos visionären Regisseur Dostojevskys Roman “Die Dämonen” verfilmen. Jedoch, chronisch unzufrieden mit seinem entstehenden Werk, lässt dieser all seine Frustration an der jungen Hauptdarstellerin Ethel aus, die er mit seinem einnehmenden Wesen in zunächst in eine sexuelle Abhängigkeit treibt, um sie schließlich mit dem labilen Milan zu verkuppeln. Ein dubioses Attentat wird eine Rolle spielen, doch wie in allen Werken Zulawskis ist der Kriminalfilmplot nur eine assoziative Übersteigerung der emotionalen Krise der Protagonisten. Das drastische Melodram DIE ÖFFENTLICHE FRAU ist ein bis heute unterschätzter und als “verquerer Kunstporno” fehlgedeuteter Diskurs über die fatalen Verflechtungen zwischen Kunstprozess und Leben, wie er sich sonst nur bei Jean-Luc Godard findet. Es geht ihm um die Zersetzung zwischenmenschlicher Kommunikation, getrieben von einem nahezu hysterischen Durst nach Liebe. Ein radikaler, atemloser und visionärer Film.

DIF und :Ikonen: - das Kulturmagazin

 

Eine öffentliche Frau

           
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Di

11.03.

17.30

100. Geburtstag Helmut Käutner
Ludwig II.
D 1954, 115 Min., FSK: ab 12
Regie: Helmut Käutner
Buch: Georg Hurdalek, Peter Berneis nach einer Erzählung von Kadidja Wedekind
Kamera: Douglas Slocombe
Musik: Heinrich Sutermeister, Richard Wagner
Mit O. W. Fischer, Ruth Leuwerik, Marianne Koch, Paul Bildt

Das Leben des bayerischen Märchenkönigs – fast ausschließlich an Originalschauplätzen gedreht, beginnt der Film mit Ludwigs Leichenzug und blendet dann zurück. Als junger Mann mit hohen Idealen und den besten Vorsätzen besteigt Ludwig den bayerischen Thron. Doch zwischen 1866 und 1871, der Gründung des deutschen Reiches, verbittert Ludwig immer mehr – Bayern ist nur noch ein Vasall Preußens, obwohl Bismarck vom "letzten großen Monarchen" schwärmt. Ludwigs jüngerer Bruder, Prinz Otto, verfällt zusehends dem Wahnsinn. Wegen seiner Verehrung für Richard Wagner, der ihn schamlos ausnutzt, verkracht er sich mit seinen Beratern, seiner großen Liebe, der Kaiserin Elisabeth von Österreich, “Sissi”, muss er entsagen, und Sissis Schwester, Sophie, versteht ihn nicht. Ludwig zieht sich mehr und mehr zurück. Sein aufwändiges Leben und der Bau seiner Märchenschlösser bewirken, dass man ihn entmündigen will. Schließlich wird er auf einem Schloss am Starnberger See festgesetzt… Prächtig ausgestattete und mit einer eindrucksvollen Leistung von O. W. Fischer in der Titelrolle.
www.filmportal.de

DIF

 

Ludwig II.

           
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Di

11.03.

20.00

Rollentausch
Three Burials of Melquiades Estrada
USA 2005, 120 Min., OmU, FSK: ab 12
Regie: Tommy Lee Jones
Buch: Guillermo Arriaga Jordan
Kamera: Chris Menges
Musik: Marco Beltrami
Mit Tommy Lee Jones, Barry Pepper, Julio Cesar Cedillo

Auch wenn Tommy Lee Jones grossartiges Regiedebut in der heutigen Zeit spielt, wurde es in vielen Kritiken als der beste Western seit Jahren bezeichnet: Die epische Geschichte über Rache und Erlösung, Freundschaft und Loyalität im zerklüfteten Grenzgebiet zwischen den USA und Mexiko hat tatsächlich nicht nur die Landschaft, sondern auch sonst zahlreiche Zutaten der besten klassischen Western, und ist gleichzeitig doch ein sehr moderner, humorvoller, hoch spannender Film. Das Drehbuch schrieb der Mexikaner Guillermo Arriaga, der unter anderem die Drehbücher zu AMORES PERROS und BABEL schrieb: Der Rancharbeiter Melquiades Estrada wird irrtümlich von einem Grenzpolizisten erschossen. Die Polizei ist nicht daran interessiert, den Fall aufzuklären, und beerdigt den Toten in einem namenlosen Grab. Doch der Vorarbeiter (und beste Freund) des Ermordeten zwingt den Grenzpolizisten, die Leiche wieder auszugraben und mit ihm nach Mexiko zu bringen. Unterwegs werden sie von der Polizei gnadenlos gejagt. Tommy Lee Jones ausserordentlicher Film wurde in Cannes mit zwei Preisen (bestes Drehbuch und bester Darsteller) ausgezeichnet und von Publikum wie Kritik gefeiert.

DIF

 

Three Burials of Melquiades Estrada

           
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Mo

17.03.

18.00

100. Geburtstag Helmut Käutner
Romanze in Moll
D 1942, 97 Min., FSK: ab 6
Regie: Helmut Käutner
Buch: Willy Clever, Helmut Käutner
Kamera: Georg Bruckbauer
Musik: Lothar Brühne, Werner Eisbrenner
Mit Marianne Hoppe, Paul Dahlke, Ferdinand Marian

Madeleine (großartig: Marianne Hoppe) führt ein Doppelleben als biedere Bürgersgattin und als Geliebte eines Komponisten. Für ihren Gatten empfindet sie Achtung und Dankbarkeit, sie will ihm keinen Schmerz zufügen und ist ihm treusorgende Hausfrau. Dem Komponisten Michael, zu dem sie sich anfangs gegen ihren Willen hingezogen fühlte, ist sie bezaubernde Geliebte und Muse. Ihr Lächeln inspirierte ihn zu dem Lied "Romanze in Moll". Unglücklicherweise stellt sie der Komponist einem seiner Freunde als seine Ehefrau vor - und dieser Freund ist der Vorgesetzte von Madeleines echtem Ehemann und versucht fortan, sie zu erpressen.

"Käutner ließ sich durch Novellen von Maupassant zu diesem sensiblen, melancholischen psychologischen Gesellschaftsdrama inspirieren, das von der französischen Kritik als einziger bedeutender Film der NS-Epoche gerühmt wird." Lexikon des Internationalen Films

DIF

 

Romanze in Moll

           
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Mo

17.03.

20.00

Von Hitchcock bis zum Warmen Damm - Lauter irre Filme
Vertigo
USA 1958, 128 Min., DF, FSK: ab 12
Regie: Alfred Hitchcock
Buch: Alec Coppel, Samuel Taylor nach dem Roman  von Boileau und Narcejac
Kamera: Robert Burks
Musik: Bernard Herrmann
Mit James Stewart, Kim Novak, Tom Helmore

PSYCHO, FENSTER ZUM HOF, DER UNSICHTBARE DRITTE – die Liste der unvergänglichen Meisterwerke von Alfred Hitchcock könnte man noch lange fortsetzen. Das psychologisch brillanteste Werk des Regietitanen ist jedoch unbestritten VERTIGO. James Stewart glänzt als ehemaliger Polizist, der nach einem Zwischenfall traumatisiert ist und unter Höhenangst leidet. So kann er auch den Selbstmord einer Frau nicht verhindern, die er auf Bitte eines Schulfreundes überwachen soll. Als er jedoch einer Doppelgängerin der Toten begegnet, beginnt er ein doppeltes Spiel zu vermuten. In einer außergewöhnlichen Spannungsdramaturgie deckt Hitchcock hinter der fesselnden Kriminalgeschichte die Widersprüche im Innenleben der Hauptfigur auf. Eines der ganz großen Meisterwerke der Filmgeschichte.

DIF und Werkgemeinschaft Rehabilitation Wiesbaden e.V.

 

Vertigo

           
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Di

18.03.

18.00

Stummfilm mit Musik
Die Liebe der Jeanne Ney
D 1927, 90 Min., englische Zwischentitel, FSK: ungeprüft
Regie: Georg Wilhelm Pabst
Buch: Ilja Ehrenburg, Ladislaus Vajda nach dem Roman von Ilja Ehrenburg
Kamera: Fritz Arno Wagner, Walter Robert Lach
Mit Edith Jehanne, Brigitte Helm, Eugen Jensen, Friz Rasp
Live-Musik von und mit Uwe Oberg (Piano)

Als die Rote Armee die Krim besetzt, wird Jeannes Vater, ein französischer Journalist, ermordet. Nur mit Hilfe des Bolschewiken Andreas, den sie liebt, gelingt es ihr nach Paris zu fliehen. Dort kommt sie bei ihrem Onkel Raymond unter und kann in dessen Detektivbüro arbeiten. Andreas gelingt es, als kommunistischer Agent nach Paris zu kommen, und sie verbringen eine Liebesnacht zusammen. Doch ihr Glück ist nur von kurzer Dauer – sie werden von einem weißgardistischen Spitzel verfolgt. Er dringt in das Detektivbüro ein, stiehlt wertvolle Diamanten und ermordet Jeannes Onkel. Der Verdacht fällt auf Andreas...

DIF

 

Die Liebe der Jeanne Ney

           
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Di

18.03.

20.00

Filmwunsch
Jagdhunde
D 2006, 88 Min., FSK: ab 6
Regie: Ann-Kristin Reyels
Buch: Marek Helsner, Ann-Kristin Reyels
Kamera: Florian Foest
Musik: Henry Reyels
Mit Constantin von Jascheroff, Josef Hader, Luise Berndt, Sven Lehmann, Marek Harloff, Judith Engel, Ulrike Krumbiegel

Obwohl dieser stimmungsvolle, lakonische Film unter anderem auf der Berlinale mit dem FIPRESCI-Preis (der Preis des internationalen Filmkritikerverbands), mit dem First Steps Award und beim Festival in Palm Springs als bester internationaler Film ausgezeichnet wurde, war ihm im Kino nur wenig Erfolg vergönnt. Zu Unrecht, denn der Film bietet Autorenkino vom feinsten. Eine fantasievolle Tragikomödie von erster Liebe, familiärem Chaos und kleinen Fluchten. Henrik (Josef Hader) und sein 16-jähriger Sohn Lars bewohnen gemeinsam einen alten Bauernhof in der Uckermark. Die dazugehörige Scheune soll zu einem Hochzeitshotel umgebaut werden. Als
Fremde werden sie von den Ansässigen isoliert. Die Beziehung zwischen Lars und Henrik ist in Sprachlosigkeit gefangen. Als Lars vom Verhältnis seines Vaters zu seiner Tante Jana erfährt, fühlt er sich noch starker ausgeschlossen. Lars lernt Marie kennen. Gemeinsam streifen sie durch die verschneite Landschaft, die wie verzaubert wirkt. Das Familienchaos zum Fest der Liebe scheint perfekt, als überraschend Lars Mutter mit ihrem Liebhaber auftaucht. Der zukünftige Ort für Hochzeitspaare wird ein Schlachtfeld der Gefühle. JAGDHUNDE ist eine Geschichte über Nähe und Distanz, über das fragile Gefüge von Familien und den Zeitpunkt, an dem es nötig ist, sich zu entfernen, um die Liebe wiederzuentdecken. Ein sehr stimmungsvoller, ruhiger Film mit erstklassigen Darstellern.

DIF

 

Jagdhunde

           
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Mo

24.03.

17.30

Carlos Saura
Carmen
Spanien 1983, 101 Min., OmU, FSK: ab 6
Regie: Carmen Saura
Buch: Carlos Saura, Antonio Gades
Kamera: Teo Escamilla
Musik: Paco de Lucía
Mit Antonio Gades, Laura del Sol, Paco de Lucía, Cristina Hoyos

Die wohl populärste Verfilmung des Carmen-Stoffes in der Regie von Carlos Saura, über die das Lexikon des Internationalen Films schrieb: "Die preisgekrönte Ballettversion des Stoffes verbindet dokumentarische Studien aus dem Milieu der Tänzer und Musiker mit einer modernen Liebesgeschichte: Ein ehrgeiziger Choreograph bereitet eine "Carmen"-Aufführung vor und verliebt sich während der Proben in seine Primaballerina. Auf mehreren Ebenen vollzieht der Film eine ebenso intelligente wie sinnlich-poetische Analyse der „Carmen„-Motive, erforscht ihre aktuelle Bedeutung ebenso wie ihre mythische Zeitlosigkeit. Sauras Bearbeitung unterscheidet sich von konventionellen Adaptionen vor allem dadurch, daß sie den Prozeß der Bearbeitung selbst zum Thema macht und den Verbindungslinien zwischen Kunst und Leben nachspürt. Brillant gestaltete Tanzszenen und eine mitreißende Musikbegleitung von Paco de Lucia, der Bizets Kompositionen auf ihre Wurzeln in der spanischen Volkskultur zurückführt."

DIF

 

Carmen

           
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Mo

24.03.

20.00

Rollentausch
Gone Baby Gone
USA 2007, 114 Min., DF, FSK: ab 16 Regie: Ben Affleck
Buch: Ben Affleck, Aaron Stockard nach dem Roman von Dennis Lehane
Kamera: John Toll
Musik: Harry Gregson-Williams
Mit: Casey Affleck, Michelle Monaghan, Morgan Freeman, Ed Harris

Für sein Regiedebüt wählte Ben Affleck eine Romanvorlage des großartigen Krimiautors Dennis Lehane, der u. a. auch MYSTIC RIVER schrieb – und tatsächlich gelang Affleck ein Film, der ähnlich stimmungsvoll und mitreißend ist wie Eastwoods (ebenfalls ein Schauspieler, der ins Regiefach wechselte) meisterhafter Film. Im Mittelpunkt steht ein Privatdetektiv, der ein verschwundenes vierjähriges Kind suchen soll, da die Verwandten der Polizei nicht vertrauen. Erstklassige Darstellerleistungen, eine hochspannende Handlung – und am Schluss des Films ergibt sich für das Publikum reichlich Diskussionsbedarf. Ben Affleck ist mit seinem Regiedebüt ein bemerkenswerter, brisanter Film gelungen, der zu den absoluten Höhepunkten des letzten Kinojahres zählt. Dieser Film lässt niemanden kalt!

DIF

 

Gone Baby Gone

           
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Di

25.03.

17.30

100. Geburtstag Helmut Käutner
Wir machen Musik
D 1942, 92 Min., FSK: ab 16
Regie: Helmut Käutner
Buch: Helmut Käutner
Kamera: Jan Roth
Musik: Peter Igelhoff, Adolf Steimel
Mit Ilse Werner, Viktor de Kowa, Edith Oss, Georg Thomalla, Grethe Weiser

Karl Zimmermann spielt im Cafe "Rigoletto" am Klavier - allerdings nur notgedrungen, um Geld zu verdienen. Seine große Leidenschaft gilt der schweren, hochklassischen Musik. Er arbeitet sogar an einer eigenen Oper. Durch Zufall lernt er die reizende Anni Pichler kennen, eine erfolgreiche Interpretin der leichten Muse. Er will sie zur ernsten Musik bekehren und gibt ihr sogar Privatunterricht in Harmonielehre in seiner Junggesellenbude. Doch Anni läßt sich nicht bekehren - sie ist davon überzeugt, dass es auch die leichte Muse geben muß. Trotzdem finden sie sich sympathisch und heiraten schon kurze Zeit später. Beruftlich geht nun jeder seinen eigenen Weg, doch bald stimmt es auch zu Hause nicht mehr... Schwungvolle musikalische Komödie von Helmut Käutner.

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Wir machen Musik

           
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Di

25.03.

19.30

100. Geburtstag David Lean
Doktor Schiwago
USA 1965, 200 Min., DF, FSK: ab 12
Regie: David Lean
Buch: Robert Bolt nach dem Roman von Boris Pasternak
Kamera: Freddie Young
Musik: Maurice Jarre
Mit Omar Sharif, Geraldine Chaplin, Julie Christie, Rod Steiger, Alec Guinness, Klaus Kinski

David Lean war ein Meister des Melodrams – man denke etwa an LAWRENCE VON ARABIEN, DIE BRÜCKE AM KWAI, REISE NACH INDIEN. Einer seiner unvergesslichsten Filme ist DOKTOR SCHIWAGO, den wir am 100. Geburtstag Leans dort zeigen, wo dieses überwältigende Epos hingehört: auf der Kinoleinwand.
In Rußland vor der Revolution kommt es zu einer schicksalhaften Begegnung zwischen dem verheirateten Mediziner Jurij Schiwago und der jungen Laura. Die Wirren der Oktoberrevolution führen beide als Liebende zusammen und trennen sie wieder. Ein gemeinsamer Winter ist der Höhepunkt in beider Leben, dann muß Laura vor den Revolutionären fliehen… David Leans äußerst publikumswirksame Inszenierung schwelgt in monumentalen Stimmungsbildern und beeindruckt durch ihren langen Atem in der Abfolge lyrischer und dramatischer Momente. Einer der größten Kassenerfolge der 60er Jahre, der wie kaum ein anderes Kino-Opus die gängigen Vorstellungen vom “alten Rußland” prägte und verfestigte.

DIF

 

Doktor Schiwago

           
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Mo

31.03.

17.00

über morgen – Utopien, Träume, Weltentwürfe
Verschwörung der Herzen
NOR 2006, 60 Min., DF, FSK: ab 0
Regie: Øyvind Sandberg
Kamera: Øyvind Sandberg, Anne Dorthe Kalve, Frode Filmland

Zu den Filmen des Festivals „über morgen“, das sich mit herrschenden Utopien, Träumen und Weltentwürfen auseinandersetzt, gibt es einen gesondertes Programm, dem noch genauere Informationen zu entnehmen sind. Wir zeigen aus dem von den Gesellschaftern, einer gemeinsamen Initiative der Aktion Mensch und zahlreicher Kooperationspartner, auf Tournee geschicktem Festival die fünf Filme, die uns am meisten begeistert haben. Den Auftakt macht ein wunderbares Porträt dreier Menschen: Kare und Per arbeiten in der selben Firma und haben viele gemeinsame Interessen, von Fußball bis Pizza. Dann verliebt sich Kare in Maybritt und will sie sogar heiraten, was dazu führt, das Per immer öfter aussen vor bleibt und die Männerfreundschaft auf eine harte Probe gestellt wird. Das besondere und doch gar nicht besondere daran ist, dass sie alle drei das Down-Syndrom haben. Kommentarlos wird das Leben mit Behinderung inmitten der norwegischen Gesellschaft gezeigt, die Integration ebenso wie Schwierigkeiten, und der Lebensentwurf der drei. Ein wunderbarer, sehr anrührender Film!

DIF

 

Verschwörung der Herzen

           
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Mo

31.03.

18.30

über morgen – Utopien, Träume, Weltentwürfe
Der Duft des Paradieses
NL/PL 2005, 78 Min., DF/OmU, FSK: ab ungeprüft
Regie: Mariusz Pilis, Marcin Mamon
Kamera: Tomasz Glowacki, Jacek Januszyk, Andrej Jaskowski
Musik: Michal Lorenc

Was bringt Menschen dazu, ihr Leben für eine Religion zu opfern? Weshalb ist eine Trennung zwischen Religion und Politik für sie undenkbar? Mehr als zehn Jahre verbrachten die polnischen Journalisten Marcin Mamon und Mariusz Pilis auf einer Reise durch die Brennpunkte des politischen Islam, um darauf eine Antwort zu finden. Unter hohem Risiko schufen sie eine Dokumentation, die von Tschetschenien, Dagestan, Aserbeidschan, Georgien, Katar bis nach Afghanistan führt und eine fremde Welt zeigt.

DIF

 

Der Duft des Paradieses

           
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Mo

31.03.

20.00

über morgen – Utopien, Träume, Weltentwürfe
JESUS CAMP (JESUS CAMP)
USA 2006, 88 Min., DF, FSK: ab 12
Regie: Heidi Ewing, Rachel Grady
Kamera: Mira Chang, Jenna Rosher
Musik: Force Theory

Letztes Jahr war dieser ungewöhnliche Dokumentarfilm für den Oscar nominiert – ein Einblick in das US-Sommercamp „Kids on Fire“ in North Dakota. Dort werden 5- bis 12-jährige von Pastorin Becky Fischer auf den Glauben an Gott, Präsident Bush und die alleinige Wahrheit gedrillt. „Demokratie und Freiheit zerstören sich selbst“, davon ist Becky Fischer überzeugt, und so zieht sie die Kinder mit suggestiven Methoden zur „Armee Gottes“ heran. Sie sieht in ihnen die künftigen Anführer einer politisch-religiösen Erneuerung der Vereinigten Staaten.

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JESUS CAMP (JESUS CAMP)

           
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      Programm des DIF in der Caligari-FilmBühne (PDF, 65 KB)    
           
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DIF, 31.01.2008